Der heilige Bertin aus Konstanz, Abt von Sithiu, Frankreich, + 5.9.709 – Fest: 5. September

 

Der heilige Bertinus, Abt des Benediktinerklosters Sithin bei St. Omer in der Grafschaft Artois, um das Jahr 597 im Bezirk von Konstanz aus edler Familie geboren, weihte sich nach dem Beispiel seines Vetters Audomar mit seinen zwei Freunden Mommolenus und Ebertranus zu Luxeuil dem Herrn durch die Gelübde. Da um 637 Audomar zum Bischofssitz von Terouane erhoben wurde, bekam er als Gehilfen in Bearbeitung seines noch wilden Weinberges die drei Geistesbrüder, die auf einer Insel bei St. Omer ein Kloster erbauten, und Mommolenus als der ältere stand ihm als Abt vor. Als er aber im Jahr 659 zum Bischof von Noyon und Tournai erwählt wurde, musste Bertinus die Leitung übernehmen. Es blühte unter ihm die schönste Ordenszucht, weshalb sich auch die Schenkungen vermehrten. Der Heilige gründete auch das Kloster St. Winnoch. Bertin hatte den Trost, die Zahl der Brüder sich sehr mehren zu sehen, besonders durch den Andrang vieler bekehrter Edelleute. Als er sich endlich unter der Last der Jahre gebeugt fühlte, trat er im Jahr 700 sein Amt an seinen Jünger Rigobert ab und zog sich in eine Klause zurück, wo er 709 sein verdienstliches Leben beschloss. Viele Wunder verherrlichten sein Grab.