Der heilige Almachius, Einsiedler im Orient, Martyrer in Rom, + 1.1.404 - Fest: 1. Januar

 

Almachius wurde im Orient geboren und zeigte von frühester Jugend an einen heiligen Eifer für die Erhaltung der Reinheit der christlichen Religion. Als junger Mann begab er sich in ein Kloster, wo er sich unter allen seinen Mitbrüdern sowohl durch Demut als Gelehrsamkeit auszeichnete, und schließlich, vom Geist Gottes getrieben, den Entschluss fasste, die klösterliche Einsamkeit zu verlassen und nach Rom zu reisen, wo noch so viele Heiden in der Finsternis des Unglaubens lebten. Almachius kam im Jahr 395 nach Rom, der damaligen Hauptstadt der Welt, als Siricius auf dem päpstlichen Thron saß, und Theodosius als Kaiser das römische Reich regierte. Am Tag der Beschneidung Jesu, dem Fest das die Gläubigen mit strengem Fasten und ununterbrochenem Gebet feierten, wurden in Rom öffentliche Spiele zur Ehre der Götter gegeben und alles Volk strömte dahin. Almachius, der Gottbegeisterte, erblickte die schändlichen Wettkämpfe, wobei Menschenblut floss, und sah die abergläubischen Opfer, die falschen Götzen gebracht wurden, und unerschrocken drang er durch das Volk bis hin zum erhöhten Sitz des Stadt-Präfekten Alipius und sprach mit lauter Stimme: „Ihr Unglücklichen! Heute ist der Erinnerungstag, an dem einst Jesus, der Sohn Gottes, als Kind sein Blut zum Heil der Welt vergossen hat, und ihr entweiht dieses Fest durch blutige Schauspiele, durch unmäßige Gastmahle und abergläubische Opfer?“ Alles schwieg, und der Heilige predigte der horchenden Menge den wahren und einzigen Gott und zeigte den Wahnsinn, eingebildeten Götzen Opfer zu bringen. Da ergrimmte Alipius und befahl seinen Henkern, den Frevler gegen die Götter zu morden. Almachius erhob seine Hände und Augen zum Himmel, flehte um Verzeihung für seine Mörder und gab, zerfleischt am ganzen Körper, seinen Geist auf.

 

Als der Kaiser Theodosius, der den Christen gegenüber günstig gestimmt war, von diesem grausamen Mord erfuhr, erklärte er mit Übereinstimmung des Papstes den Almachius als einen heiligen Martyrer und verbot unter strengen Strafen alle heidnischen Spiele, bei denen Menschenblut vergossen wurde.