Ein Gedanke heiliger Dominikaner für jeden Tag des Jahres 9 + 10

1. September

 

"Das Böse schadet oft mehr demjenigen, der es tut, als demjenigen, dem man es tun will."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

2. September

 

"Seid fest überzeugt, dass alles dessen ihr euch zu Gunsten der Armen entäußert, getreulich im Himmel euch aufbewahrt ist, wo ihr ewig wohnen sollt."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

3. September

 

"Die Reinheit des Herzens und eine beständige Erinnerung an Gott sind ein kurzer Inbegriff der Heiligkeit, wodurch man leicht zum Gipfel der Vollkommenheit gelangt."

 

gottsel. Johannes Tauler OP

1300 bis 16.6.1361

4. September

 

"Die geistigen Tröstungen sind die Liebkosungen des Herrn, welche er den ihm teuren Seelen lässt, und die alle irdischen Freuden übertreffen."

 

hl. Antonius von Florenz OP

1389 bis 2.5.1459

5. September

 

"Seit ich begriffen habe, dass einige Augenblicke Mühe und Arbeit eine ewige Herrlichkeit verdienen, scheint mir jede Beschwerde leicht zu ertragen, für ein so großes Gut."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

6. September

 

"Die Trübsale der Welt berühren die Diener Gottes nur äußerlich. Sie werden verfolgt, aber ihre Seele ist ruhig."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

7. September

 

"Das mittelmäßigste Werk, aus Gehorsam getan, hat größeren Wert und ist Gott wohlgefälliger, als die erhabensten Dinge, die man nach seinem Willen tut."

 

gottsel. Johannes Tauler OP

1300 bis 16.6.1361

8. September

 

"O Maria, goldenes, reinstes, mit Perlen und Saphiren geschmücktes Gefäß, voller Gnaden und Tugenden! Du bist den Augen der ewigen Weisheit teurer als alle anderen Geschöpfe."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

9. September

 

"Verachten, verurteilen, verdammen wir niemand, außer uns selbst. Alsdann fängt unser Kreuz an zu blühen und Früchte zu tragen."

 

gottsel. Johannes Tauler OP

1300 bis 16.6.1361

10. September

 

"Werft die Fehler anderer hinter euch, um sie nicht zu sehen. Wenn ihr sie auch nicht verbergen könnt, sucht wenigstens sie zu verkleinern und zu entschuldigen."

 

hl. Vincenz Ferrerius OP

1350 bis 5.4.1419

11. September

 

"Kurze Freuden und lange Leiden ist alles was die Welt uns gibt."

 

gottsel. Johannes Tauler OP

1300 bis 16.6.1361

12. September

 

"Nein, die Harfen haben keine so harmonischen Töne, als der heilige Name Mariä für betrübte Herzen hat. Mögen alle Völker sich neigen vor diesem erhabenen Namen!"

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

13. September

 

"Besuche jeden Tag den Garten deiner Seele beim Licht des Glaubens, um die Dornen auszureißen, welche die gute Saat ersticken würden."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

14. September

 

"Niemand genießt größeren Trost, als wer das Kreuz des Erlösers teilt. Wenn die Schale bitter ist, so ist die Frucht von köstlichem Geschmack."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

15. September

 

"Wenn ihr über die Vollkommenheit des Lebens der Heiligen, über die Vortrefflichkeit ihrer Tugenden nachdenkt, werdet ihr über die Unvollkommenheit und Lässigkeit eures Lebens und eurer Handlungen erröten."

 

hl. Vincenz Ferrerius OP

1350 bis 5.4.1419

16. September

 

"Aller Glanz der weltlichen Ehren, alle Gaben der Natur, alle erworbenen Tugenden, erscheinen in Vergleich mit dem Glanz und den Reichtümern der gerechten Seele, wie Finsternisse, Missstand, Unvollkommenheiten und Armseligkeiten."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

17. September

 

"Wenn du dich erregt fühlst, so verschließe deinen Mund und fessele deine Zunge."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

18. September

 

"Wenn du ein Jünger Jesu Christi sein willst, musst du in Leiden leben, denn der Diener ist nicht größer als der Herr."

 

gottsel. Johannes Tauler OP

1300 bis 16.6.1361

19. September

 

"Bei dem Andenken an das Leben und die Handlungen der Heiligen, sucht so viel als möglich ihren Spuren zu folgen und demütigt euch, wenn ihr deren Vollkommenheit nicht erreichen könnt."

 

hl. Thomas von Aquin OP

1225 bis 7.3.1274

20. September

 

"Kein Geschöpf kann die Ruhe des wahrhaft Demütigen stören; er hat sich so tief erniedrigt, dass niemand ihn finden kann."

 

sel. Bartholomäus von den Märtyrern OP

1514 bis 16.7.1590

21. September

 

"Wenn der Himmel frei von Wolken ist, sehen wir den Glanz der Sonne mehr enthüllt; so wird unsere Seele, wenn sie von ihren Sünden und den Finsternissen ihrer Leidenschaften frei ist, des göttlichen Lichtes teilhaftig."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

22. September

 

"Das Kreuz ist ein Bett, auf dem die Seele ausruht, ein Tisch, auf dem sie die Nahrung und Frucht der Geduld in Ruhe und Frieden kostet."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

23. September

 

"Keine liebevolle Mutter ist schneller bei der Hand, den Sohn, den sie in ihrem Schoss getragen, den Flammen zu entreißen, als Gott sich beeilt, einer reuigen Seele zu Hilfe zu kommen."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

24. September

 

"O Königin des Himmels und der Erde, das ganze Weltall würde eher untergehen, als dass du deinen Beistand dem versagtest, der dich von Grund des Herzens anruft."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

25. September

 

"Oft belagert der Feind die Seele zur Zeit des Gebetes mehr als sonst mit seinen Versuchungen. Er möchte uns Widerwillen gegen das Gebet einflößen."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

26. September

 

"Gott entzieht der Seele zuweilen das Gefühl der Süßigkeit und des Trostes, ohne sie mit seiner Gnade zu verlassen."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

27. September

 

"Nach der Taufe ist dem Menschen das immerwährende Gebet zur Erlangung des Himmels notwendig."

 

hl. Thomas von Aquin OP

1225 bis 7.3.1274

28. September

 

"Die Diener Gottes beurteilen alles gut, weil sie sich auf ihn, das höchste Gut stützen; die unglücklichen Kinder dieser Welt beurteilen im Gegenteil alles schlecht, weil sie von schlechten Grundsätzen ausgehen."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

29. September

 

"Wir malen die Engel mit Flügeln, nicht als ob sie deren in Wirklichkeit hätten, sondern um die Schnelligkeit ihres Gehorsams gegen den göttlichen Willen zu bezeichnen."

 

hl. Antonius von Florenz OP

1389 bis 2.5.1459

30. September

 

"Findet man in dem weiten Weltall ein einziges Wesen, das in Ruhe ist. Wäre es nicht eine Schande für den Menschen im Müßiggang zu leben, den alle Geschöpfe aus Instinkt verabscheuen?"

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

1. Oktober

 

"Gebt immer allen ein gutes Beispiel; lehrt die Tugend mit Worten und mit Handlungen. Das Beispiel ist beredter, als alle Worte."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

2. Oktober

 

"Liebenswürdigster Heiliger Geist, ich beschwöre dich, dich nie von mir zu entfernen und mich nicht zu verlassen, solange ich in diesem Tal der Tränen lebe."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

3. Oktober

 

"Die Andacht des heiligen Rosenkranzes ist ein Pfand der Auserwählung."

 

sel. Alain de la Roche OP

1428 bis 8.9.1475

4. Oktober

 

"Beseitigt einmal die blinde Ansicht der Welt. Was ist das Gold? Was ist das Silber? Ein weißer und ein gelber Staub, dessen ganzer Wert auf den törichten Vorurteilen der Menschen beruht."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

5. Oktober

 

"Willst du allen Geschöpfen nützen, so kehre dein Herz von allen Geschöpfen ab und wende es dem Schöpfer zu."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

6. Oktober

 

"Die Demütigen sind immer mit der ganzen Welt in Frieden, weil man ihnen nichts sagen oder tun könnte, was sie nicht gut aufnehmen."

 

hl. Vincenz Ferrerius OP

1350 bis 5.4.1419

7. Oktober

 

"Meine geliebten Brüder, arbeiten wir, während wir es können, für die Kirche Jesu Christi, die unsere Mutter im Glauben ist."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

8. Oktober

 

"Um der Liebe Gottes willen Dinge von geringem Wert verlassen, wie Schlösser, Landgüter, Gold und Silber, das ist nichts; was Not tut ist, sich selbst verlassen, im Äußeren und im Inneren, im Geist und im Leiblichen."

 

gottsel. Johannes Tauler OP

1300 bis 16.6.1361

9. Oktober

 

"Die Martyrer waren aus keinem anderen Stoff gebildet, als wir; ihre Leiber waren aus demselben Ton geformt; derselbe Gott war ihre Stütze; sie erwarteten dieselbe Verherrlichung, aber sie hatten einen entschiedenen Willen."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

10. Oktober

 

"Für den wahren Büßer ist das Kreuz nicht ein altes an der Wand hängendes Siegeszeichen, sondern ein heiliger Gegenstand der Nachfolge."

 

hl. Thomas von Aquin OP

1225 bis 7.3.1274

11. Oktober

 

"Die Liebe Gottes ist eine Quelle der Freuden, aber die Wege dahin sind rau und steil. Um sie zu erlangen und sich darin zu erhalten, muss man beständig im Kampf mit sich selbst sein."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

12. Oktober

 

"Nichts soll dich verwirren, meine Seele, weder deine Freunde, noch das Glück oder die Trübsale, weder die Gegenwart noch die Vergangenheit, noch die Zukunft, weder du selbst, noch deine Nebenmenschen."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

13. Oktober

 

"Die Tugend geht auf steilen und rauen Wegen und wenn die Kraft der Gnaden ihr nicht allezeit zu Seiten steht, um sie zu unterstützen, unterliegt sie unfehlbar."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

14. Oktober

 

"Es ist dem demütigen Herzen eigen, gelehrig zu sein, und wohlgemeinten Warnungen und guten Unterweisungen leicht beizustimmen."

 

ehrw. Juliana Morel OP

1594 bis 26.6.1653

15. Oktober

 

"Die hl. Theresia brachte achtzehn Jahre in Geistesdürre zu. Es ist dieses das Werk Gottes, der auf solche Weise die Seelen behandelt, um sie tiefer in der Tugend zu begründen."

 

 ehrw. Antonin vom heiligsten Sakrament OP

16. Oktober

 

"Der vollkommene Kämpfer überwindet die Versuchungen und die Neigung seiner Natur zur Sünde und übt eine vollkommene Herrschaft über seinen Geist."

 

gottsel. Johannes Tauler OP

1300 bis 16.6.1361

17. Oktober

 

"Fliehet die unnützen Gespräche, man verliert dabei die Zeit und den Geist der Andacht."

 

hl. Thomas von Aquin OP

1225 bis 7.3.1274

18. Oktober

 

"Ziehe oft deine Seele von der äußeren Sinnenwelt zurück, darin sie sich zu viel zerstreut hat."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

19. Oktober

 

"Ihr sollt mit einem heiligen und wahren Eifer euch bestreben euer Nichts zu begreifen und zu erkennen, dass ihr alles, was ihr seid, von Gott habt."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

20. Oktober

 

"Seltsame Folgerung des Sünders: Gott ist gut, also kann ich böse sein! Es scheint mir, dass der Geist Gottes und die Vernunft im Gegensatz urteilen und sagen würden: Gott ist gut, er verdient daher eine unverbrüchliche Liebe."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

21. Oktober

 

"Der Weg des Vergnügens ist nicht der Weg des gekreuzigten Jesus. Die Heiligen sind nicht darauf gewandelt und das Himmelreich ist nicht feil und wird nicht gekauft für Vergnügungen."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

22. Oktober

 

"Wenn wir Gott lieben wollen, wie wir es sollen, finden wir in Jesus Christus seine unendlichen Vollkommenheiten; wenn wir die Menschen lieben wollen, in ihm leuchtet sie in unaussprechlicher Reinheit."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

23. Oktober

 

"Es ist traurig zu sehen, dass auf die kostbare Zeit so wenig Wert gelegt wird; zu sehen, wie schlecht und nutzlos sie angewendet wird, da es doch unmöglich ist, sie zurückzurufen."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

24. Oktober

 

"Es gibt drei Arten von Liebe; zwei sind lügenhaft, die letzte allein ist wahrhaft. Die erste ist nur von dem Vorteil eingeflößt, den man daraus zieht; die zweite ist auf das Vergnügen gegründet; die dritte liebt den Nächsten um seines Wohles willen."

 

hl. Thomas von Aquin OP

1225 bis 7.3.1274

25. Oktober

 

"Der Neid gleicht dem Holzwurm. Der Wurm übt seine Zerstörung da, wo er erzeugt ist, so richtet der Neid seine Zerstörung an in dem Herzen, das ihn geboren, und nicht an der Person, die der Gegenstand desselben ist."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

26. Oktober

 

"Gott lässt oft zu, dass der Geist trocken, dunkel und gequält ist, um uns in einer heiligen Sorge zu erhalten und in der Tugend Fortschritte machen zu lassen."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

27. Oktober

 

"Das Kreuz ist die wahre und einzige Himmelsleiter. Ohne das Kreuz ist dieses Aufsteigen ganz und gar unmöglich."

 

hl. Rosa von Lima OP

1586 bis 24.8.1617

28. Oktober

 

"Gott allein ist der Inbegriff aller Vollkommenheit. Es wäre ein maßloser Stolz sich für absolut fehlerfrei zu halten."

 

hl. Antonius OP

1389 bis 2.5.1459

29. Oktober

 

"Unser Herr wird dem Menschen seine Gnade nicht verleihen, der einen zu seiner Belehrung und Leitung geeigneten Mann zur Seite hat und es versäumt, dieses kräftige Mittel der Heiligung zu benutzen."

 

hl. Vincenz Ferrerius OP

1350 bis 5.4.1419

30. Oktober

 

"Wenn Christus selbst leiden und durch das Kreuz in das Reich seines Vaters eingehen musste, wird kein Freund Gottes sich der Verbindlichkeit, auch etwas zu leiden, entziehen können."

 

gottsel. Johannes Tauler OP

1300 bis 16.6.1361

31. Oktober

 

"Wenn ihr euch rühmen wollt, so rühmt euch in dem Herrn, und das indem ihr alles auf ihn bezieht und ihm den Ruhm und die Ehre in allem gebt."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588