Ein Gedanke heiliger Dominikaner für jeden Tag des Jahres 7 + 8

1. Juli

 

"Hütet euch wohl, das Gebet, die Beichte, die Kommunion und die anderen Andachtsübungen aufzugeben, wenn ihr auch keinerlei Trost darin finden solltet."

 

hl. Vincenz Ferrerius OP

1350 bis 5.4.1419

2. Juli

 

"Wie groß ist meine Freude, o Maria, meine süßeste Mutter, und wie fühle ich mich neu belebt, gekräftigt und von Hoffnung erfüllt, wenn ich deine zärtliche Liebe betrachte."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

3. Juli

 

"Die Zurechtweisung muss mit Ruhe und Überlegung geschehen, zu rechter Zeit und unter geeigneten Umständen, der Vernunft gemäß und nicht nach dem Antrieb des Zornes."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

4. Juli

 

"Wenn wir die Zahl und die Vortrefflichkeit der Tugenden erwägen, die die Heiligen geübt haben, fühlen wir die Trägheit und Unvollkommenheit unserer Werke."

 

hl. Vincenz Ferrerius OP

1350 bis 5.4.1419

5. Juli

 

"Die Versuchung der Verzweiflung, der Gotteslästerung und der Selbstverachtung, reiht die Menschen, die ihr widerstehen, einigermaßen in die Zahl der Martyrer, und verleiht ihnen Anteil an deren Vorrechten."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

6. Juli

 

"Solltet ihr tausendmal in einem Tag fallen, so müsstet ihr von einem unbegrenzten Vertrauen in die Güte Gottes belebt, tausendmal wieder aufstehen."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

7. Juli

 

"Was ist es doch, mein Herz? Du bist so klein, dass ein Raubvogel dich bei einer Mahlzeit verschlingen würde und das ganze Weltall kann dich nicht befriedigen? Wirf doch all deine Sorge auf den Herrn und er selbst wird dich sättigen."

 

sel. Bartholomäus von den Märtyrern OP

1514 bis 16.7.1590

8. Juli

 

"Gott flieht die Seele, die die Erde liebt, wie das Vögelchen vor dem Geyer flieht."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

9. Juli

 

"Betrachtet den Triumph der Martyrer, die ihr Blut aus Liebe vergossen haben. Soldaten Jesu Christi, seid unüberwindlich wie sie, und bedenkt, dass ein Mensch ohne Mut allezeit ohne Ehre sein wird."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

10. Juli

 

"Die beste und sicherste Methode, die Kinder gut zu erziehen, besteht darin, dass sie in ihren Eltern nie etwas gewahren, das nicht ein Beispiel der Tugend ist."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

11. Juli

 

"Wer den Stellvertreter Christi verachtet, der verachtet das Blut Christi; wer sich gegen den einen auflehnt, der lehnt sich auch gegen den anderen auf, denn sie sind miteinander vereinigt."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

12. Juli

 

"Haltet für gewiss, dass es eines der wirksamsten Dinge ist, euch Gnade finden zu lassen vor Gott, wenn ihr hienieden die empfangenen Beleidigungen vergeben habt."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

13. Juli

 

"Es gibt nichts Unvernünftigeres, als unseren persönlichen Wert von der Meinung der Menschen abhängig zu machen. Heute erheben sie uns bis in die Wolken und morgen bedecken sie uns mit Schmach."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

14. Juli

 

"Viele suchen in ihren Studien die geistigen Genüsse, wenige sind einfachen und frommen Geistes. Die ersten wollen wissen, die zweiten vereinigen sich mit Gott, und verlieren sich in ihm."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

15. Juli

 

"Wenn man Reichtümer besitzt, ohne sie in ungeordneter Weise zu lieben, und sie nur zu dem Notwendigen verwendet, fehlt man nicht gegen die Armut im Geist."

 

hl. Thomas von Aquin OP

1225 bis 7.3.1274

16. Juli

 

"Je reiner und glänzender ein Spiegel ist, um so besser wirft er das Licht zurück; je reiner die Seele sein wird, um so besser wird sie die Strahlen und die Klarheit der göttlichen Liebe zurückwerfen."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

17. Juli

 

"Die wahren Reichtümer bestehen weder in Gold noch in kostbaren Steinen, sondern in den Tugenden eines guten Gewissens."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

18. Juli

 

"Es ist besser zum Gewissensrat einen demütigen, frommen und aufrichtigen Priester zu wählen, als einen hochstudierten stolzen Gelehrten."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

19. Juli

 

"In Geschäften und schwierigen Verhältnissen sammelt euch alsbald in Gott und alles wird euch klar und leicht werden."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

20. Juli

 

"Der Weg des Himmels und der Vollkommenheit ist eng, man kann ihn nicht nach Bequemlichkeit gehen; man muss sich entschließen, etwas darauf zu ertragen und sich kleine Bequemlichkeiten zu entziehen."

 

 ehrw. Antonin vom heiligsten Sakrament OP

21. Juli

 

"Wer nicht wenigstens einmal im Tag in sein eigenes Herz einkehrt, führt nicht das Leben eines wahren Christen."

 

gottsel. Johannes Tauler OP

1300 bis 16.6.1361

22. Juli

 

"Das Herz des Menschen ist im Verhältnis zu Gott eine enge Wohnung; er erfüllt sie ganz. Anderes als ihn darin beherbergen wollen, ist, ihn daraus verjagen."

 

hl. Thomas von Aquin OP

1225 bis 7.3.1274

23. Juli

 

"Haltet nicht dafür, nicht gefehlt zu haben, wenn ihr dem Tadel des Nächsten Lobsprüche vorausgehen lasst."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

24. Juli

 

"Keine Gnade, die uns nicht erworben wäre durch das Blut Jesu und durch sein Gebet für uns, da er am Kreuz sich opferte. Es ist aber eine einzige Gnade, weil das köstlichste aller Güter höher zu achten, als die ganze Natur."

 

hl. Thomas von Aquin OP

1225 bis 7.3.1274

25. Juli

 

"Die Worte täuschen oft, die Werke aber beweisen die wahre Liebe."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

26. Juli

 

"Ich vermag nicht einzusehen, wie jemand, der sich in einer Todsünde befindet, noch lachen kann."

 

hl. Thomas von Aquin OP

1225 bis 7.3.1274

27. Juli

 

"Zieht eurem Willen den Willen der anderen vor, vorausgesetzt, dass er gut sei, selbst wenn der eure euch vollkommener erscheinen sollte."

 

hl. Vincenz Ferrerius OP

1350 bis 5.4.1419

28. Juli

 

"Das Herz und die Zunge sind die beiden Tore, durch die gewöhnlich die Sünde eingeht."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

29. Juli

 

"Die Hoffnung ist der Anker unseres Lebens. Welcher Tor würde wagen, sich ohne sie auf dem Meer der Welt einzuschiffen, wo wilde Stürme und schwarze Gewitter hausen?"

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

30. Juli

 

"Der demütige Mensch ist gefällig, sanft, kurz in seinen Worten; er ist aufrichtig und wahr in seinen Antworten; er ist einfach und bescheiden in seiner Unterhaltung und in seiner Kleidung; er ist immer bereit, anderen Dienste zu leisten ohne Verstellung."

 

gottsel. Johannes Tauler OP

1300 bis 16.6.1361

31. Juli

 

"Nein, niemals die eitle Ehre, aber allezeit die wahre Ehre und Verherrlichung Gottes."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

1. August

 

"Ewige Liebe meines Gottes, du hast mich gelehrt, dass ich geduldig, wie ein Lamm, nicht nur harte Worte, sondern ungerechte Verfolgungen, Beleidigungen und Misshandlungen ertragen solle."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

2. August

 

"Die Klugheit ist eine Leuchte in den Finsternissen, der Führer der Verirrten und das Licht der Blinden."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

3. August

 

"Seid versichert, dass ihr euch des höchsten Richters nicht besser versichern könnt, als durch die Liebe, die ihr euren Brüdern in der Vergebung erwiesen habt."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

4. August

 

"Ich habe in dem Buch der heiligen Liebe mehr als in irgend einem anderen studiert; es ist das Buch, das uns alle Dinge lehrt."

 

Worte des heiligen Dominikus

1170 bis 6.8.1221

5. August

 

"O Maria, die du Gott teurer bist, als das ganze Weltall, deine Schönheit ist unvergleichlich und das Entzückendste in den Geschöpfen verschwindet vor dir, wie ein glänzendes Glas vor dem Glanz der Sonne."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

6. August

 

"Wie wir das Bild der Sonne in einem reinen, glänzenden Spiegel sehen, so leuchtet das Bild der göttlichen Sonne in wunderbarer Weise in einer reinen Seele."

 

sel. Bartholomäus von den Märtyrern OP

1514 bis 16.7.1590

7. August

 

"Wie der Efeu sich an den Baum schmiegt, um sich zu erheben, so strebt die menschliche Natur mit allen Kräften zu Gott und ruft ihn an als ihre Stütze und ihre Zuflucht."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

8. August

 

"Nach dem glücklichen Erfolg ist man geneigt, in seiner Wachsamkeit und seinem Eifer nachzulassen. Bleibt ihr aber immer bewaffnet, als ob die Trompete euch bald zu neuen Kämpfen rufen solle."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

9. August

 

"O Blindheit des Menschen! Du bist groß und machst dich klein; du bist ein Herr, und machst dich zum Sklaven der niedrigsten Macht, die man finden könnte. Die Sünde ist ein Nichts; du kehrst in das Nichts zurück. Du verlässt das Leben, du gibst dir selbst den Tod."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

10. August

 

"Betrachte meinen glorreichen Martyrer Laurentius, der nicht auf glühenden Kohlen sondern auf weichen, wohlriechenden Blumen zu liegen schien. Die brennende Flamme der göttlichen Liebe erstickte das verächtliche Feuer, das seinen Leib verzehrte."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

11. August

 

"Es genügt nicht seiner eigenen Zunge das Murren zu untersagen; man muss sich auch weigern, die Murrenden anzuhören."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

12. August

 

"Die Gebirgswasser fließen naturgemäß in die Täler hernieder; die göttlichen Gnaden ergießen sich naturgemäß in die Seelen der Demütigen."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

13. August

 

"Wir sollen nicht nach unserer Weise fortschreiten, sondern nach dem Willen Gottes, indem wir leiden und die Sünde bis zum Tod vermeiden."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

14. August

 

"Nichts ist angenehmer, nichts sicherer und nichts kostbarer, als ein gutes Gewissen."

 

sel. Bartholomäus von den Märtyrern OP

1514 bis 16.7.1590

15. August

 

"Die Seele, die sich der vertrauten Freundschaft Gottes erfreuen will, muss geschmückt sein mit den roten Rosen der Liebe, mit den wohlriechenden Veilchen einer tiefen Demut und den blendend weißen Lilien einer unverletzlichen Reinheit."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

16. August

 

"Wer anderen nützen und sie durch seine Worte erbauen will, habe Sorge zuerst selbst zu sein und zu tun, was er lehren will; ohne dies wird er wenig Nutzen stiften."

 

hl. Vincenz Ferrerius OP

1350 bis 5.4.1419

17. August

 

"Die Schlangen sind nicht giftig für sich und ihres Gleichen. Der Mensch vergiftet seine Seele durch die Sünde und wird Gift für seinen Mitmenschen durch seinen schlechten Rat und seine schlechten Beispiele."

 

 ehrw. Antonin vom heiligsten Sakrament OP

18. August

 

"Ist es nicht eine Torheit eure Schätze da zu lassen wohin ihr nie zurückkehrt, und keinen derselben dort niederzulegen, wo ihr für immer bleiben müsst?"

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

19. August

 

"Die Natur hat allen Tieren Mittel zur Verteidigung gegeben; du allein, o Mensch, kommst nackt und wehrlos zur Welt. So gewiss ist es, dass du für den Frieden und die Eintracht geboren bist."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

20. August

 

"Sklave der Sinne, lege einen Zaum an deinen Mund und fessele deine Zunge; bezwinge dein Herz, ertrage widrige Dinge mit Liebe, und du erfüllst vollkommen den Willen Gottes."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

21. August

 

"Der schwierigste Punkt, um in der Vollkommenheit Fortschritte zu machen, ist einen guten Führer zu haben. Man muss ihn unter tausend auswählen. Wenn du einen gefunden hast nach dem Wohlgefallen Gottes, so wisse dieses Glück zu schätzen, als eines der größten auf Erden."

 

 ehrw. Antonin vom heiligsten Sakrament OP

22. August

 

"Wir verlieren den Frieden der Seele so leicht, weil wir ihn nicht von dem Zeugnis des Gewissens, sondern von dem Urteil der Menschen abhängig machen."

 

sel. Bartholomäus von den Märtyrern OP

1514 bis 16.7.1590

23. August

 

"Wenn euer Ohr für die Stimme der Geschöpfe offen wäre, würdet ihr alle in Übereinstimmung, und um die Wette, euch zur Liebe des Schöpfers auffordern hören."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

24. August

 

"In jedem auch dem kleinsten Geschöpf, kann man ein Bild der göttlichen Weisheit, Macht und Güte hervorleuchten sehen."

 

sel. Bartholomäus von den Märtyrern OP

1514 bis 16.7.1590

25. August

 

"Ihr seht, dass außer Gott nichts von Dauer ist. Dem Leben folgt der Tod, der Gesundheit die Krankheit, der Ehre oft die Schande, dem Reichtum die Armut. Alles vergeht, alles überstürzt sich."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

26. August

 

"Wo die Natur sich auf die Sinne stützt und nur zu deren Befriedigung wirkt, ist lauter Mühe, Schmerz, Unruhe und geistige Verfinsterung."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

27. August

 

"Bemühen wir uns bei uns selbst zu bleiben und nur zu erscheinen, wenn die Wahrheit es verlangt und nicht nach den Anforderungen der Eitelkeit."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

28. August

 

"Lasst euch durch die Scham über euren Fehler nicht aufhalten und durch Verzweiflung von dem Weg des Heils abbringen, mit der Vorspiegelung, dass es keine Rettung mehr gebe."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

29. August

 

"Gebt eure Zurechtweisungen nachsichtig oder streng, den Umständen gemäß. Lasst aber alle aus einem sanften, demütigen und wohlwollenden Herzen kommen."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

30. August

 

"Gott machte die heilige Rosa so liebenswürdig und so lieblich, damit sie sich ihm schenke. Gehören die Rosen des Frühlings nicht auch dem, der sie ins Leben rief."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

31. August

 

"Die göttlichen Gnaden-Geschenke sind so kostbar, dass man sie mit Sorgfalt verbergen muss, man ist ja bedacht zu verbergen, was man zu verlieren fürchtet."

 

 ehrw. Antonin vom heiligsten Sakrament OP