Ein Gedanke heiliger Dominikaner für jeden Tag des Jahres 5 + 6

1. Mai

 

"Das vollkommene Gebet besteht nicht in vielen Worten, sondern in dem Eifer des Verlangens, das die Seele zu Gott erhebt, durch die Erkenntnis ihres Nichts und der göttlichen Güte."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

2. Mai

 

"Wer die verständigen und treuen Diener Jesu Christi hört, der hört ihn selbst."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

3. Mai

 

"Niemand genießt größeren Trost, als wer an dem Kreuz des Erlösers Anteil hat. Wenn die Rinde bitter ist, so ist die Frucht von köstlichem Geschmack."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

4. Mai

 

"Wendet die Augen eures Leibes und eurer Seele von der Betrachtung anderer ab, damit ihr euch selbst betrachten könnt."

 

hl. Vincenz Ferrerius OP

1350 bis 5.4.1419

5. Mai

 

"Der Schlüssel des Gehorsams hat die Pforte des Paradieses geöffnet. Jesus Christus hat diesen Schlüssel seinem Stellvertreter, dem Papst, anvertraut, dem ihr verpflichtet seid zu gehorchen bis zum Tode."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

6. Mai

 

"Indem Jesus Christus durch seine glorreiche Himmelfahrt die menschliche Natur in den Himmel versetzte, hat er auch uns die Hoffnung gegeben dahin zu gelangen."

 

hl. Thomas von Aquin OP

1225 bis 7.3.1274

7. Mai

 

"Wie der Frost im Mai die Blumen knickt, die sich zu entfalten beginnen, so zerstört die Liebe der Geschöpfe den Eifer und den Frieden der Seele."

 

gottsel. Johannes Tauler OP

1300 bis 16.6.1361

8. Mai

 

"Wollt ihr wissen, was ihr seid? Ihr seid selbst dasjenige, zu dem euer Herz sich am häufigsten hinwendet."

 

sel. Bartholomäus von den Märtyrern OP

1514 bis 16.7.1590

9. Mai

 

"Derjenige spricht am besten von Gott, der in der Erkenntnis der Reichtümer, die er umschließt, anbetend schweigt."

 

gottsel. Johannes Tauler OP

1300 bis 16.6.1361

10. Mai

 

"Eine schöne Blume ist die Demut, schön die Geduld, schön der Gehorsam, schön die Sanftmut, schön die Bescheidenheit und alle anderen Tugenden sind schöne Blumen; die schönste aber ist die Liebe."

 

sel. Jordanus von Sachsen OP

1200 bis 13.2.1237

11. Mai

 

"Die Seele kann nicht still stehen. Sie muss entweder voranschreiten oder rückwärts gehen. Wenn man in der Tugend fortschreitet, so entäußert man sich der Unvollkommenheit der Furcht. Wenn man nicht bis zur Liebe gelangt, geht man rückwärts."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

12. Mai

 

"Da wir alle Glieder eines und desselben Leibes sind, mit einem und demselben Haupt, welches ist Christus, geziemt es sich, dass wir an den Freuden und Leiden aller teilnehmen."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

13. Mai

 

"Die Liebe, die uns zur Beicht bewegt, hat größeren Wert, als das Sündenbekenntnis."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

14. Mai

 

"Der müssige Mensch ist dem unbebauten Feld ähnlich, auf dem Disteln und Dornen wachsen."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

15. Mai

 

"Liebt ihr die Freuden? Erhebt euer Herz und seht welche Quelle von Glückseligkeit ihr in Gott finden werdet, in dem Gut, das alle Köstlichkeiten und alle Freuden in sich begreift."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

16. Mai

 

"Wisst zur rechten Zeit zur Erbauung des Nächsten zu schweigen, um zu lernen, wann es Zeit ist zu reden."

 

hl. Vincenz Ferrerius OP

1350 bis 5.4.1419

17. Mai

 

"Das Herz ist ein Gefäß, das nicht leer bleiben kann. Sobald es der Liebe zu irdischen Dingen entleert ist, füllt es sich mit den himmlischen Dingen, mit der Köstlichkeit der göttlichen Liebe."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

18. Mai

 

"Die Prüfungen dieses Lebens hören auf eine Bürde zu sein, wenn man sie aus Liebe zu Gott wünscht und annimmt."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

19. Mai

 

"Es ist der Größe des Adlers unwürdig sich von Gras zu nähren. So findet der geläuterte Geist in den irdischen Freuden nur unerträgliche Bitterkeit."

 

gottsel. Johannes Tauler OP

1300 bis 16.6.1361

20. Mai

 

"Der Schmerz einer Seele, die betet ohne etwas sagen zu können, die seufzt, die kämpft, und klagt, ist siegreich bei Gott und erlangt von ihm Gnaden in Fülle."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

21. Mai

 

"Die Welt, die uns umgibt, ist gleichsam ein durch den Finger Gottes geschriebenes Buch. Jedes Geschöpf ist ein Wort dieses Buches. Wir sollen uns bemühen seine Bedeutung verstehen zu lernen."

 

sel. Bartholomäus von den Märtyrern OP

1514 bis 16.7.1590

22. Mai

 

"Der vollkommene Held ist, wer die Versuchungen, und die Neigung seiner Natur zur Sünde überwindend, eine vollkommene Herrschaft über seinen Geist ausübt."

 

gottsel. Johannes Tauler OP

1300 bis 16.6.1361

23. Mai

 

"Sehet, ob die ewige Majestät, die alle Ereignisse der Erde in ihrer Weise loben, und sich zu ihren Füßen neigend anbeten, unsere Anbetungen, unsere Lobpreisungen, unseren Cultus und unsere Liebe verdient."

 

hl. Rosa von Lima OP

1586 bis 24.8.1617

24. Mai

 

"Je schuldiger wir sind, um so mehr müssen wir unser Vertrauen auf Maria setzen. Mut also, ängstliche Seele! Offenbare dein Elend Maria und eile mit Freuden zum Thron ihrer Huld und Barmherzigkeit."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

25. Mai

 

"Dominikus erkor sich als besonderes Gut, das Licht der Wissenschaft. Er übernahm die Aufgabe des Wortes und erschien wie ein Apostel in der Welt. Er säte den Samen des göttlichen Wortes mit solchem Eifer, dass er die Finsternisse verscheuchte und das Licht allenthalben verbreitete."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

26. Mai

 

"Es ist kein kleiner Fehler, viele Dinge anzufangen und keines zu vollenden; man muss immer ausharren in dem, was man mit Aufrichtigkeit, und dem Willen Gottes gemäß unternimmt."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

27. Mai

 

"Ich würde mich sehr glücklich geschätzt haben, wenn ich einen Tropfen Blutes aus der Wunde des Herzens Jesu hätte auffangen können! Und siehe hier empfange ich durch sein Sakrament in meinen Mund, in mein Herz und in meine Seele, all dieses kostbare Blut, das die Engel anbeten."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

28. Mai

 

"Auf! Trockne deine Tränen, habe Mut und zeige ein heiteres Angesicht. Lasse weder Gott noch Engel und Menschen, dich jemals, ob der Schwere deines Kreuzes, weinen sehen."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

29. Mai

 

"Geben wir wohl acht, auf dass nicht unter dem Mantel der Tugend und der Nächstenliebe, der Feind in unserer Seele die Wurzel des Eigendünkels nähre."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

30. Mai

 

"So lange wir auf Erden sind, können unsere Handlungen nicht gänzlich frei von Schwächen, Fehlern und Nachlässigkeiten sein. Man soll aber den Weizen nicht wegwerfen, weil er mit etwas Spreu vermischt ist."

 

gottsel. Johannes Tauler OP

1300 bis 16.6.1361

31. Mai

 

"Unter der Leitung eines weisen Seelenführers macht man leichter und schneller Fortschritte auf dem Weg der Vollkommenheit, als man ohne sie, selbst bei ungewöhnlichem Verständnis, und mit Hilfe gelehrter Bücher, machen würde."

 

hl. Vincenz Ferrerius OP

1350 bis 5.4.1419

1. Juni

 

"Welch strenge Verurteilung unserer Weichlichkeit und unseres Kleinmutes ist das Beispiel so vieler Martyrer, die das Himmelreich durch Qualen jeglicher Art erobert haben."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

2. Juni

 

"Hienieden folgen Freude und Traurigkeit sich abwechselnd. Eine kurze Zeit aber noch, und die Stunde schlägt, wo die Freude vollkommen sein wird, und uns nicht mehr geraubt werden kann."

 

sel. Jordanus von Sachsen OP

1200 bis 13.2.1237

3. Juni

 

"Solange ihr euch selbst sucht, euch selbst liebt, solange ihr für euch selbst arbeitet, bleibt ihr in einer Täuschung, in einem bedauernswürdigen Irrtum."

 

gottsel. Johannes Tauler OP

1300 bis 16.6.1361

4. Juni

 

"Wohlan denn, mutige und unüberwindliche Soldaten Jesu Christi, bekleidet euch mit Kraft und mit Eifer. Könnte einer zögern, das Kreuz in der Nachfolge seines siegreichen Anführers zu tragen?"

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

5. Juni

 

"Wir sollen uns gegen unsere Feinde betragen, wie der Arzt gegenüber dem Kranken, den er zu heilen bestrebt ist. Er liebt die Person, während er das Übel hasst."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

6. Juni

 

"Unter den Tugenden ist die Jungfräulichkeit die einzige, die in dieser Welt die Reinheit der Engel nachahmt und darstellt."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

7. Juni

 

"Das aufgeblasene Herz weiß nur zu widersprechen und zu streiten und findet an allem was man sagt etwas zu tadeln."

 

ehrw. Juliana Morel OP

1594 bis 26.6.1653

8. Juni

 

"Wo keine Mitteilung der Güter, da ist auch keine Freundschaft."

 

hl. Thomas von Aquin OP

1225 bis 7.3.1274

9. Juni

 

"Es haben diejenigen keine Ansprüche an die Barmherzigkeit, die selbst keine Barmherzigkeit zu üben wissen."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

10. Juni

 

"Der Herr entzieht zuweilen dem Menschen die süße und fühlbare Andacht, weil er vielleicht vergessen hat, dass sie ein Geschenk der Gnade ist."

 

gottsel. Johannes Tauler OP

1300 bis 16.6.1361

11. Juni

 

""Wir sollen bei allen unseren inneren oder äußeren Werken das Ende bedenken und ehe wir sie unternehmen wohl prüfen, ob wir sie vollenden können."

 

gottsel. Johannes Tauler OP

1300 bis 16.6.1361

12. Juni

 

"Die Unbeständigkeit erzeugt das Vergessen Gottes, der Wahrheit, aller Tugend, und bringt zuweilen so große Verirrungen, dass wir nicht mehr wissen was wir tun sollen."

 

gottsel. Johannes Tauler OP

1300 bis 16.6.1361

13. Juni

 

"Wo die Natur zur Befriedigung der Sinne tätig ist,gibt es nur Mühe, Schmerz, Unruhe und Verdunkelung des Urteils."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

14. Juni

 

"Der Augapfel der Seele ist der Glaube; wenn die Eigenliebe ihn mit dem Schleier des Unglaubens bedeckt, kann sie nicht mehr sehen. Sie besitzt wohl ein Auge, aber nicht das Licht, dessen sie sich selbst beraubt hat."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

15. Juni

 

"Wie die Wolken das Licht der Sonne verhüllen, so verdunkeln und zerstören die bösen Gedanken die Klarheit der Seele."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

16. Juni

 

"Macht es euch zum Gesetz, niemand etwas schuldig zu bleiben. Es ist das Mittel euch einen ruhigen Schlaf und den Frieden des Gewissens, ein Leben ohne Unruhe und einen Tod ohne Beängstigung zu sichern."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

17. Juni

 

"Die Auserwählten unterscheiden sich von den Verworfenen dadurch, dass diese nicht mehr aufstehen, wenn sie fallen, jene aber im Gegenteil, sich wieder erheben und mit Seufzen und Tränen zu Gott zurückzukehren suchen."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

18. Juni

 

"Seid zufrieden eine kurze Zeit vorübergehende Leiden zu ertragen, um dem unendlichen Leiden zu entgehen, das unsere Sünden verdienen."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

19. Juni

 

"Sagt nicht, dass ihr aus Liebe zu den Armen Schätze sammelt. Ihr wisst ja wohl, dass die Witwe im Evangelium den Himmel für 2 Pfennige erkaufte."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

20. Juni

 

"Die Geistesreinheit wünscht, dass der Mensch sich allen Urteils über seinen Nächsten enthalte, und jedes unnötigen Wortes, über sein Betragen."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

21. Juni

 

"Bewahrt mit Sorgfalt die Reinheit des Gewissens und tut niemals, was sie beflecken, oder euch den Augen Gottes weniger wohlgefällig machen könnte."

 

hl. Thomas von Aquin OP

1225 bis 7.3.1274

22. Juni

 

"Gebt euch niemand zu sehr hin; wer sich zu viel hingibt, gefällt gewöhnlich nur wenig."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

23. Juni

 

"Eine sehr lebhafte Empfindung des Glücks kann nicht lange andauern und bewirkt notwendig einen schnellen Wechsel, denn es ist der Seele nicht gestattet, hienieden Gott zu dienen wie in dem Heiligtum ewigen Friedens."

 

gottsel. Johannes Tauler OP

1300 bis 16.6.1361

24. Juni

 

"Es ist schwieriger im Guten zu beharren, als es zu beginnen. Anfangen hat keinen Nutzen, wenn man nicht zum guten Ende gelangt."

 

hl. Antonius von Florenz OP

1389 bis 2.5.1459

25. Juni

 

"Wenn ihr euch rächen könnt und es nicht tut, seid ihr Gott wohlgefälliger, als wenn ihr tausend Pfund schweres Gold opfert."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

26. Juni

 

"Wenn ihr eure Schätze in diese Erde vergrabt, so hofft nicht irgend etwas, was es auch sein möge, im Himmel zu finden, wohin ihr nichts durch die Hände der Armen gesandt habt."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

27. Juni

 

"Wenn ihr versucht seid, so unterlasst das Gute nicht, das ihr angefangen hattet, ehe ihr die Versuchung empfunden habt."

 

hl. Vincenz Ferrerius OP

1350 bis 5.4.1419

28. Juni

 

"Wenn der Wind das Stroh vom Korn wegreißt, so war es ihm nicht fest verbunden. Da der Herr nun will, dass wir ihm fest verbunden seien, hat er uns sich mit dem unzerstörlichen Kitt seiner Liebe vereint."

 

sel. Jordanus von Sachsen OP

1200 bis 13.2.1237

29. Juni

 

"Für eine so gerechte und heilige Sache, wie die der Kirche sterben, ist die kostbarste von allen Gnaden, deren die Barmherzigkeit Gottes einen Menschen im Laufe des Lebens gewürdigt hat."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

30. Juni

 

"Erinnert euch alle Zeit der Fehler, die ihr begangen und der Gnaden, die ihr empfangen habt, damit ihr dankbar seid und die Quelle der Andacht in euch nährt."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380