Ein Gedanke heiliger Dominikaner für jeden Tag des Jahres 11 + 12

1. November

 

"Die Beispiele der Heiligen sind der ganzen Welt gegeben, damit ihre großen Opfer und Taten uns ermutigen, vor kleinen Aufgaben nicht zurückzuschrecken und treu Hand anzulegen."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

2. November

 

"Die Gebete genügen nicht, um die Seelen aus dem Fegfeuer zu befreien. Das Blut Jesu Christi kann allein die Flamme auslöschen, die sie verzehren."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

3. November

 

"Der gründlichste Beweis, den man haben kann, Vergebung erlangt zu haben, ist die Lebensbesserung."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

4. November

 

"Jeder Mensch soll während seines Lebens Fortschritte machen, Verdienste erwerben und die Tugend üben. Niemand kann Lohn gewinnen, der in der Untätigkeit bleibt."

 

gottsel. Johannes Tauler OP

1300 bis 16.6.1361

5. November

 

"Warum traurig und untätig bleiben? Warum dich erschöpfen in Beängstigungen und Trübsalen? Mut! Erhebe dich! Tue dir Gewalt an. Betrachte das Leiden Jesu Christi und du wirst deinen Schmerz überwinden.

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

6. November

 

"Der geringste Grad der Gnade genügt, um die Hölle und alle Sünden der Welt zu besiegen."

 

hl. Thomas von Aquin OP

1225 bis 7.3.1274

7. November

 

"Nimm des inneren Menschen wahr; daran liegt äußeres und inneres Leben."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

8. November

 

"Das Herz, das den Geiz überwindet, entfernt von ihm jeden Gegenstand unmäßiger Sorge. Das Herz aber, das sich von demselben unterjochen lässt, kann nie ein reines Gebet verrichten."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

9. November

 

"Sie, die Heiligen, sind in der Herrlichkeit und wir sind in der Pein, im Leid, sie triumphieren und wir kämpfen, sie genießen im Vaterland, und wir seufzen in der Verbannung."

 

sel. Jordanus von Sachsen OP

1200 bis 13.2.1237

10. November

 

"Der Tod hat oft Ängste und Schrecken; viele zittern bei seinem Nahen, weil viele sich während ihres Lebens nicht im Sterben üben."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

11. November

 

"Die Heiligkeit und die Vollkommenheit bestehen nicht in schönen Worten, sondern in guten Werken."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

12. November

 

"Wenn ihr betet, so habt allezeit die Gegenwart Gottes vor Augen, und ihr werdet wie eine unerschütterliche Säule, an der sich alle Angriffe und alle Spöttereien des Teufels brechen."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

13. November

 

"Jesus Christus, der Meister der Demut, offenbart nur den Demütigen die Wahrheit, die er den Stolzen verbirgt."

 

hl. Vincenz Ferrerius OP

1350 bis 5.4.1419

14. November

 

"Du, o Königin des Himmels und der Erde, bist die allezeit offene Pforte der Barmherzigkeit, die niemals irgendjemand verschlossen ist; das Weltall würde eher untergehen, als dass du deinen Beistand dem versagtest, der ihn aus Grund des Herzens anruft."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

15. November

 

"Gott lässt uns zuweilen während langer Zeit in der Unfähigkeit das Gute zu tun, damit wir lernen uns zu demütigen und uns nie in uns selbst zu rühmen."

 

hl. Vincenz Ferrerius OP

1350 bis 5.4.1419

16. November

 

"Ich will, dass du alle Geschöpfe liebst, weil alle würdig sind geliebt zu werden. Sie sind alle, die Sünde ausgenommen, von der höchsten Güte gemacht worden."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

17. November

 

"Wie das Schiff, das einen guten Steuermann hat, mit der Hilfe Gottes eine glückliche Fahrt macht und gewöhnlich den Hafen erreicht, so gelangt die Seele, die von einem guten Hirten geleitet ist, unerachtet vieler Sünden und Gebrechen, in den Himmel."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

18. November

 

"Christus selbst lenkt das Schiff des Petrus, darum kann es nicht untergehen, wenn er auch zuweilen zu schlafen scheint."

 

hl. Antonius von Florenz OP

1389 bis 2.5.1459

19. November

 

"Alles was Gott uns gibt und alles was er zulässt in diesem Leben, hat keinen anderen Zweck, als uns in ihm zu heiligen."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

20. November

 

"Wer wahrhaft demütig ist wagt es nicht, seine Wünsche bis zu außerordentlichen Gnaden zu erheben, die Gott zuweilen seinen Auserwählten zuteil werden lässt; denn er hat eine solche Geringschätzung vor sich selbst, dass er sich deren unwürdig glaubt."

 

hl. Albertus Magnus OP

1200 bis 15.11.1280

21. November

 

"Die Frömmigkeit, die Klugheit, die Demut, die Bescheidenheit, die Mäßigkeit, die Reinheit, die Sanftmut, schmückten die Seele der allerseligsten Jungfrau Maria und ließen sie auf Erden ein ganz englisches Leben führen."

 

sel. Jordanus von Sachsen OP

1200 bis 13.2.1237

22. November

 

"Ein Mensch von reinem Wandel, von Tugend und Verständnis, ist versucht, sich reich zu fühlen in der Natur. Da entzieht ihm nun Gott dieses Selbstgefühl, dass er gründlich demütig werde. Gerät es, gibt er sich willig in die Geistesarmut, so wird er Gott umso näher gebracht."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

23. November

 

"Vergesst nicht, dass die Natur sich allenthalben einschleicht, sich in allem selbst sucht: in der Übung der Tugend, im Geist und sogar in Gott selbst, so ungeordnet ist die Liebe, die sie zu sich hat."

 

gottsel. Johannes Tauler OP

1300 bis 16.6.1361

24. November

 

"Niemand halte sich für gesichert, so vollkommen er auch sein möge. Man muss sich immer in einer heilsamen Furcht erhalten, denn diejenigen, die sich selbst vertrauen, fallen elendlich."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

25. November

 

"Wenn ihr die Schönheit einer vernünftigen Seele sehen könntet, würdet ihr, wenn es nötig wäre um ihr Heil zu sichern, hundertmal euer Leben opfern. Nein, es gibt kein materielles Gut auf der Welt, das ihrer Schönheit verglichen werden könnte."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

26. November

 

"Der Stolz ist eine äußerste Armut der Seele, die sich für reich hält, in ihrer Entblößung und im Licht zu sein glaubt, während sie in der Finsternis ist."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

27. November

 

"Die Barmherzigkeit ohne die Gerechtigkeit ist für den Untergebenen wie der Balsam für die Wunde, die bedürftig ist mit Feuer ausgebrannt zu werden. Wenn man den Balsam darauf legt, ohne sie zu brennen, verschlimmert sie sich eher, als dass sie heilt."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

28. November

 

"Auf eine unnütze Frage soll man nur durch Schweigen antworten."

 

hl. Vincenz Ferrerius OP

1350 bis 5.4.1419

29. November

 

"Wer seinen Nächsten hasst, der hasst sich selbst, weil der Hass ihn der göttlichen Liebe beraubt."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

30. November

 

"Erhebt, erhebt doch euer Herz und eure Liebe ein wenig, zu dem süßen und heiligsten Kreuz, das alle Leiden versüßt."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

1. Dezember

 

"Die Anbeter der Welt verbergen ihre Hässlichkeit und bedecken mit einem heuchlerischen Glanz das Ungeziemende und Verbrecherische in sich, um es dem Auge zu entziehen. Reißt ihnen die Maske ab, und sie sind gräuliche Ungeheuer."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

2. Dezember

 

"Es fallen eher zehn Seelen, die die Köstlichkeiten der Gnade genießen, in Sünde, als eine einzige Seele, die in Trübsal ist."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

3. Dezember

 

"Das Wort ist ohne Kraft, wenn das Leben den Unterweisungen nicht entspricht, oder selbst besser ist, als dieselben."

 

hl. Vincenz Ferrerius OP

1350 bis 5.4.1419

4. Dezember

 

"Wenn wir Gutes von jemand hören, so fühlen wir Liebe zu ihm in uns entstehen. So entzündet das Anhören des Wortes Gottes uns mit seiner Liebe."

 

hl. Thomas von Aquin OP

1225 bis 7.3.1274

5. Dezember

 

"Ja, es ist hart, was man liebt zu verlassen und sein Herz davon loszuschälen, aber es wird viel härter sein, die Peinen des Fegfeuers, oder die Flammen der Hölle zu ertragen."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

6. Dezember

 

"Ich möchte tausendmal lieber durch die Verleumdung der Menschen angeschwärzt und unschuldig der größten und schrecklichsten Verbrechen angeklagt werden, als vor Gott der kleinsten Sünde schuldig sein."

 

gottsel. Johannes Tauler OP

1300 bis 16.6.1361

7. Dezember

 

"Wer Gott liebt nimmt alles was ihm begegnet mit Liebe und Sanftmut an, wie Gott es schickt."

 

gottsel. Johannes Tauler OP

1300 bis 16.6.1361

8. Dezember

 

"O Maria, reinstes, goldenes Gefäß, geschmückt mit Perlen und Saphiren, voller Gnaden und Tugenden. O entzückender Strauß von Rosen und Lilien! Du bist den Augen der ewigen Weisheit teurer, als alle anderen Geschöpfe."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

9. Dezember

 

"Nach der Blume kommt die Frucht. Wir erhalten den Lohn unserer Mühen in diesem Leben durch die Vermehrung der Gnade, in dem anderen durch die ewige Anschauung Gottes."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

10. Dezember

 

"Gott oder der Teufel ist im Herzen des Menschen. Der Eigenwillige findet in sich die Hölle, der Gottergebene den Himmel."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

11. Dezember

 

"Wer die Liebe hat, teilt den Unglücklichen von seinem Vermögen mit; wer liebevoll zu sein glaubt und sein Geld für sich behält, betrügt und täuscht sich selbst."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

12. Dezember

 

"Die Liebe erheischt, dass man mit der menschlichen Schwäche allezeit Mitleid habe."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

13. Dezember

 

"Was die Menschen auch immer tun mögen, sie werden nie in den Geschöpfen eine selbstlose Zuneigung, eine vollkommene Freude und einen wahren Frieden finden."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

14. Dezember

 

"Wäre es nicht unvernünftig, die anderen verurteilen zu wollen, wenn wir in dieselben Fehler gefallen sind?"

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

15. Dezember

 

"Lieben wir in unseren Feinden, was Gott in sie gelegt hat, und hassen wir in ihnen, was die Wirkung der Bosheit und Betrügerei des Feindes ist."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

16. Dezember

 

"Es ist eine große Tugend, sich der üblen Nachrede zu enthalten. Eine noch größere ist es, sich sie seinen Beleidigern gegenüber zu untersagen."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

17. Dezember

 

"Der Friede und die Freude sind die Früchte des Heiligen Geistes und niemand genießt sie ehe er sich von ganzem Herzen Gott ergeben hat."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

18. Dezember

 

"Gott ist Mensch geworden, damit der Mensch Gott werde. Aber wie wird der Mensch Gott? Durch ein tugendhaftes Leben, wodurch Gott in uns wohnt."

 

hl. Antonius von Florenz OP

1389 bis 2.5.1459

19. Dezember

 

"Wenn dein Auge alles sehen will, wenn deine Ohren alles hören wollen, wenn dein Herz sich mit allem beschäftigen will, zerstreut sich deine Seele auf alle Dinge."

 

gottsel. Johannes Tauler OP

1300 bis 16.6.1361

20. Dezember

 

"Bleib in dir selbst. Der Vorwand andere Dinge auswärts zu suchen erscheint als ein Bedürfnis; es ist aber eine Selbsthilfe der ungeordneten Begierlichkeit."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

21. Dezember

 

"Es wird Winter in dem Herzen, wenn es, erkaltet und verhärtet, keine Empfindung mehr hat, weder für die Gnade, noch für Gott, noch für göttliche Dinge."

 

gottsel. Johannes Tauler OP

1300 bis 16.6.1361

22. Dezember

 

"Nichts ist dem Beifall Gottes zu vergleichen und so wirksam, den Verstand zu erleuchten, das Kreuz zu versüßen, die Traurigkeit und den Kummer zu verscheuchen und die Seelen ruhig und glücklich zu machen."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

23. Dezember

 

"Die von Skrupeln und Gewissensnöten bedrängten Seelen sind die von der göttlichen Liebe begünstigsten und am sichersten in den Himmel zu kommen, weil sie, wenn sie ihre Leiden mit Geduld und Demut ertragen, in einem beständigen Fegfeuer leben (also nach dem Tod keines mehr zu erwarten haben)."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

24. Dezember

 

"Wie viele Arme in der Welt würden sich glücklich preisen, Brot und Wasser zur Genüge zu haben. Wäre es da wohl billig, dass ihr die Wohltaten der göttlichen Güte zu Mitteln der Befriedigung eurer Sinnlichkeit machtet?"

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

25. Dezember

 

"O Abgrund der Liebe! Wir waren nach deinem Bild gemacht und du machst dich nach dem unseren, indem du dich dem Menschen vereinigst, indem du deine Gottheit unter dem elenden Fleisch Adams verbirgst. Und warum? Aus Liebe."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

26. Dezember

 

"Der Soldat ist ein allzu großer Feigling, der beim ersten Zeichen der Schlacht flieht. Kämpft! Wenn ihr kämpfend fallt, erhebt euch schnell und mit Vertrauen wieder, und fangt immer von Neuem an, ohne je zu verzweifeln."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

27. Dezember

 

"Nichts Geschaffenes hat jemals das Herz des Menschen vollkommen befriedigen können. Gott allein vermag es zu ersättigen, und unendlich mehr als das."

 

hl. Thomas von Aquin OP

1225 bis 7.3.1274

28. Dezember

 

"Hienieden wechseln Freude und Trauer mit einander. Hab aber Geduld. Nur noch eine kurze Zeit und die Stunde schlägt, wo die Freude vollkommen sein wird und nicht mehr geraubt werden kann."

 

sel. Jordanus von Sachsen OP

1200 bis 13.2.1237

29. Dezember

 

"Gott ist die höchste Kraft, welche diejenigen stärkt und befreit, die ihr Vertrauen und ihre Hoffnung in ihn setzen."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

30. Dezember

 

"Viele beten vielmehr mit den Lippen, als mit dem Herzen. Sie denken nur daran, eine gewisse Anzahl Vater unser herzusagen. Sie setzen ihre ganze Frömmigkeit in die Worte. So darf man nicht tun: man gewinnt wenig Frucht dadurch."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

31. Dezember

 

"Die Zeit ist nur ein einziger Moment. Die Zeit vergeht, wie ein Blitzstrahl. Das Leiden vergeht mit ihr. Es ist also sehr klein, weil von so kurzer Dauer."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366