Ein Gedanke heiliger Dominikaner für jeden Tag des Jahres 1 + 2

1. Januar

 

"O, Mensch, warum jagst du nach einer Menge vergänglicher Güter? Liebe die unendliche Güte, die alle anderen Güter in sich begreift."

 

hl. Thomas von Aquin OP

1225 bis 7.3.1274

2. Januar

 

"Das Leben ist kurz und sein Weg mit Hindernissen und Widerwärtigkeiten besät. Benutze alle Augenblicke des Lebens, so lange es verwertet werden kann. Es kommt die Nacht, wo niemand mehr wirken kann."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

3. Januar

 

"Das Gebet ist die Nahrung, die allein dem Geist Freude und Kraft verleiht."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

4. Januar

 

"Wenn die Seele ganz von Liebe erfüllt ist, bleibt für die Eitelkeit kein Platz in ihr."

 

hl. Vincenz Ferrerius OP

1350 bis 5.4.1419

5. Januar

 

"Wie viel Reue, wie viele Seufzer, ja wie viele Tränen kostet uns zuweilen ein unbedachtes Wort!"

 

ehrw. Juliana Morell OP

1594 bis 26.6.1653

6. Januar

 

"Vertraue dem Licht des Glaubens, das dir vom Himmel kommt, nach dem Beispiel der hl. drei Könige, die bei dem Erscheinen des Sterns alle Argumente und alle Spitzfindigkeiten der menschlichen Klugheit beiseite setzten."

 

gottsel. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

7. Januar

 

"Die selige Jungfrau steht in gewisser Beziehung über den Engeln und Erzengeln, nämlich durch die Fülle der Gnade, durch die göttliche Nähe und durch ihre Reinheit."

 

hl. Thomas von Aquin OP

1225 bis 7.3.1274

8. Januar

 

"Gott ist der Vater und Herr aller Dinge. Ist es nicht billig und recht, dass der Diener seinen Herrn ehre, ihm mit möglichster Treue diene und ihm gehorche?"

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

9. Januar

 

"Die wahre Liebe muss tätig sein; wenn sie sich weigert tätig zu sein, ist sie keine Liebe."

 

hl. Thomas von Aquin OP

1225 bis 7.3.1274

10. Januar

 

"Bestrebt euch der Sanftmut vor allen anderen Tugenden. Seid freundlich und liebevoll zu allen und glaubt, dass ihr durch die Sanftmut allezeit den Sieg über eure Feinde erlangt."

 

hl. Vincenz Ferrerius OP

1350 bis 5.4.1419

11. Januar

 

"Wer Jesus Christus gefunden hat, besitzt einen kostbaren Schatz. Er sei bedacht, ihn mit Sorgfalt zu bewahren."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

12. Januar

"Dass ein Engel einem Menschen Ehrfurcht erwies, das war etwas Unerhörtes, bis ein Engel die allerseligste Jungfrau grüßte."

hl. Thomas von Aquin OP

1225 bis 7.3.1274

13. Januar

 

"In der Niedrigkeit und dem Elend sich demütigen, ist kein großes Verdienst, es ist aber eine seltene und große Tugend in Ehren und Würden demütig sein."

 

gottsel. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

14. Januar

 

"Wer den Mitmenschen durch seine Worte nützen und sie erbauen will, soll vor allen Dingen selbst die Tugenden besitzen, die er ihnen einflößen möchte."

 

hl. Vincenz Ferrerius OP

1350 bis 5.4.1419

15. Januar

 

"Beeilt euch nicht zu sagen, was ihr denkt oder zu zeigen, was ihr gelernt habt. Sprecht wenig und antwortet nie mit allzu großer Eile."

 

hl. Thomas von Aquin OP

1225 bis 7.3.1274

16. Januar

 

"Der Weg ist kurz, die Mühe gering, aber unermesslich ist die Ruhe, der uns ein jeder Tag näher bringt."

 

sel. Jordanus von Sachsen OP

1200 bis 13.2.1237

17. Januar

 

"Wer nicht angegriffen ist, kann nicht kämpfen und niemand kann ohne Kampf die Palme erringen, die nur dem Sieger gebührt."

 

gottsel. Johannes Tauler OP

1300 bis 16.6.1361

18. Januar

 

"Der Name Jesus ist eine unüberwindliche Schutzmauer. Keine Perle und kein Schmuck ist dem Namen Jesu zu vergleichen. Man glaubt, harmonische Harfentöne zu vernehmen, wenn der Name Jesus ausgesprochen wird."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

19. Januar

 

"Eine Seele kann ohne Hilfe des Gebetes ihr Herz Gott nicht ganz schenken."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

20. Januar

 

"Soldaten Jesu Christi, seid unüberwindlich wie die Martyrer und gedenkt, dass ein Mensch ohne Mut allezeit ohne Ehre sein wird."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

21. Januar

 

"Aus dem Krieg, den das Laster tugendhaften Menschen erklärt, um sie ins Verderben zu stürzen, ziehen diese allezeit einen bedeutenden Nutzen."

 

gottsel. Johannes Tauler OP

1300 bis 16.6.1361

22. Januar

 

"Der Wind bewegt das Stroh der vollen Ähre, ohne sie mit sich fort zu reißen, da sie von ihrem eigenen Gewicht gehalten ist. So ist das Herz, in dem Jesus Christus wohnt, von Ihm gehalten, und wird durch die Versuchungen, die es bewegen, nicht niedergeworfen."

 

sel. Jordanus von Sachsen OP

1200 bis 13.2.1237

23. Januar

 

"Wenn ihr nach dem Beispiel des großen hl. Raymundus das Gebäude eurer Vollkommenheit recht hoch erheben wollt, so macht die Demut zum Fundament."

 

hl. Thomas von Aquin OP

1225 bis 7.3.1274

24. Januar

 

"Ich wünsche, dass ihr euer Leben nach den Bedürfnissen eurer schwachen Gesundheit einrichtet; dagegen ermahne ich euch aber auch zur Übung der Demut des Herzens, zur vollkommenen Ergebung in den göttlichen Willen und zum Schweigen."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

25. Januar

 

"Die Leidenschaften sind wilde und sehr grausame Tiere; aber einmal besiegt und gezähmt werden sie sehr nützliche Diener."

 

hl. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

26. Januar

 

"Von welcher Seite auch immer die Trübsal kommen möge, sie kann dem Menschen nützlich sein, wenn er sie aus der Hand Gottes anzunehmen weiß, sie auf ihn zu beziehen und durch ihn zu überwinden versteht."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

27. Januar

 

"Ein beunruhigtes und mühsames Gebet ist Gott angenehmer, als ein Gebet voll Süßigkeit und Ruhe."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

28. Januar

 

"Die edelste Stellung, der schönste Beruf, ist der eines Menschen, der seine Mitmenschen die Wahrheit lehrt und sie Gott näher bringt, indem er sie erhebt."

 

hl. Thomas von Aquin OP

1225 bis 7.3.1274

29. Januar

 

"Seid immer sanft und gütig gegen alle, aber ohne euch mit jemand zu vertraut zu machen. Der zu großen Vertraulichkeit folgt gewöhnlich die Verachtung."

 

hl. Thomas von Aquin OP

1225 bis 7.3.1274

30. Januar

 

"Das Herz in dem die Liebe herrscht, sucht nicht sein eigenes Interesse oder sein Vergnügen, sondern das Wohlgefallen und das Interesse Gottes."

 

gottsel. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

31. Januar

 

"Überlassen wir uns mit vollem und gänzlichem Vertrauen der barmherzigen Vorsehung Gottes."

 

hl. Albertus Magnus OP

1200 bis 15.11.1280

1. Februar

 

"Das Kreuz ist die wahre und einzige Leiter zum Himmel; ohne das Kreuz ist das Hinaufsteigen ganz unmöglich."

 

hl. Rosa von Lima OP

1586 bis 24.8.1617

2. Februar

 

"Maria ist das erhabenste, das göttlichste, das jungfräulichste, das reinste, das schönste, das liebenswürdigste von allen Geschöpfen."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

3. Februar

 

"O glänzendes Licht, göttliches Wort, wunderbare Weisheit, Lamm, die Reinheit und Demut selbst, wie bist du von deinen Henkern, diesen reißenden Wölfen und hungrigen Tigern, so grausam misshandelt worden."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

4. Februar

 

"Du wirst ein großer Monarch sein, wenn du deine Zunge zu beherrschen weißt."

 

gottsel. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

5. Februar

 

"Die Seele soll sich niemals über irgend einen Kampf betrüben und niemals irgendein Gebet, irgend eine Andachtsübung unterlassen, wenn sie auch nichts anderes vermag, als vor dem Kreuz zu knien und zu rufen: Jesus! Jesus!"

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

6. Februar

 

"Durch eine Zulassung Gottes geschieht es gewöhnlich, dass derjenige, der die anderen verurteilt, in denselben Fehler fällt, den er ihnen vorwirft, oder sogar in noch größere Fehler."

 

hl. Vincenz Ferrerius OP

1350 bis 5.4.1419

7. Februar

 

"Liebt die Menschen sehr, habt eine große Liebe zu den Menschen, verkehrt aber wenig mit ihnen."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

8. Februar

 

"Die Demut ist der kürzeste, der geradeste, der sicherste Weg, um ohne Mühe die Liebe zu Gott und die Vollkommenheit aller Tugenden zu erlangen."

 

gottsel. Johannes Tauler OP

1300 bis 16.6.1361

9. Februar

 

"Wenn andere sich in eurer Gegenwart verirren und Böses tun, nehmt keinen Anteil an ihrer Schuld und bekümmert euch nicht um ihre Fehler."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

10. Februar

 

"Das Gebet ist ein Weideplatz, ein Feld, auf dem alle Tugenden ihre Nahrung, ihre Entwicklung, ihre Kraft finden."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

11. Februar

 

"Die Bußübungen sind für die Seele das Mittel, nicht der Zweck. Man muss sich wohl hüten, die Vollkommenheit nach der Buße zu bemessen. Die Tugend und das Verdienst sind in der Liebe."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

12. Februar

 

"Fliehet die Welt, denn sie ist eine Betrügerin. Statt Glück gibt sie den Kummer und Verdruss; statt Ehre die Schande; statt Treue den Betrug; statt Reichtum das Elend; statt wahres Leben den ewigen Tod."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

13. Februar

 

"Niemand genießt größeren Trost, als wer das Kreuz des Erlösers teilt; die göttlichen Süßigkeiten ergießen sich in Fülle in die Seele, die sich aus dem Becher seiner Bitterkeiten tränkt."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

14. Februar

 

"Wenn deine Ohren der Stimme der Schöpfung geöffnet wären, würdest du alle Geschöpfe in Übereinstimmung und um die Wette, dich auffordern hören, den Herrn zu lieben."

 

gottsel. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

15. Februar

 

"Lasset die Sanftmut und den Frieden auf eurem Angesicht leuchten, die Bescheidenheit und die Demut in eurer ganzen Erscheinung; überlasst euch niemals weder einem Übermaß der Freude noch einer äußersten Traurigkeit."

 

gottsel. Johannes Tauler OP

1300 bis 16.6.1361

16. Februar

 

"Der Mensch erlangt die Tugend, wenn er seine Schwachheit und die Güte Gottes erkennt. Diese Erkenntnis ist vollkommener zur Zeit der Versuchung."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

17. Februar

 

"Warum seid ihr in Sorgen für euch? Lasst die Vorsehung walten. In Mitte der größten Gefahren ruhen ihre Augen auf euch; sie lässt euch niemals zu Grunde gehen."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

18. Februar

 

"Viele Handlungen scheinen Liebeswerke zu sein; weil die Ordnung der christlichen Klugheit aber nicht darin waltet, ist der Herr nicht dabei."

 

hl. Antonius OP

1389 bis 2.5.1459

19. Februar

 

"Gedenkt, dass die Tugend ein sehr hoher, sehr steiler, sehr schwer zu ersteigender Berg ist und dass es vieler Mühen und vieles Schweißes bedarf, um auf den Gipfel der Ruhe zu gelangen."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

20. Februar

 

"Jesus Christus unser großes Vorbild, hat viel für uns gelitten. Ertragen wir unsere Trübsale mit Freude, weil wir durch sie das Glück haben, ihm ähnlich zu sein."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

21. Februar

 

"Die Demut ist ein fester Turm, der allen Angriffen Trotz bietet und vor dem alle Feinde genötigt sind, sich zurückzuziehen und zu fliehen."

 

gottsel. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

22. Februar

 

"Die Kirche ist die Säule und das Fundament der Wahrheit und ihre Unfehlbarkeit duldet keinen Zweifel."

 

gottsel. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

23. Februar

 

"In jedem, auch dem kleinsten Geschöpf, kann man ein Bild der Weisheit, der Macht und der Güte Gottes, mit hellem Glanz leuchten sehen."

 

gottsel. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

24. Februar

 

"Unerschaffene ewige Liebe meines Gottes, du hast mich gelehrt, dass ich die ungerechten Verfolgungen, die Beleidigungen und schlechte Behandlungen geduldig leiden solle, wie das Lamm."

 

hl. Katharina von Siena OP

1347 bis 29.4.1380

25. Februar

 

"Lese oft geistliche Bücher; dann überdenke und erwäge allseitig durch die Betrachtung die heilige Lehre, die du darin gefunden hast, wie das Lamm die genommene Nahrung wiederkäut, und erwecke den Wunsch in dir, sie in Ausübung zu bringen."

 

hl. Antonius OP

1389 bis 2.5.1459

26. Februar

 

"Die ängstlichen Personen sollten sich mit einem guten Beichtvater beruhigen und sich seinem Urteil und seiner Leitung gänzlich anvertrauen. Am Gerichtstag kann das Beichtkind sich auf seine Unterwürfigkeit und seinen Gehorsam berufen."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

27. Februar

 

"Wie das Insekt den Baum der es erzeugt hat, zu zernagen beginnt, wird der Neid bald die Folter des Herzens, in dem er entstanden ist."

 

gottsel. Ludwig von Granada OP

1504 bis 31.12.1588

28. Februar

 

"Glücklich der Mensch, der wenig spricht; denn die Worte bringen oft Unfälle, Misshelligkeiten und innere Unruhe hervor."

 

sel. Heinrich Seuse OP

1298 bis 25.1.1366

29. Februar

 

"Damit Gott in die Seele eingehen kann, muss die Neigung zu den Geschöpfen sie verlassen."

 

gottsel. Johannes Tauler OP

1300 bis 16.6.1361