Zur Trösterin der Betrübten

 

In allen Nöten eilet

Das Kind zum Mutterschoß,

Wo jede Wunde heilet,

Und wär sie noch so groß.

 

So kann auch ich nur wenden

Den trüben Blick zu dir,

Von deinen milden Händen

Taut jede Tröstung mir.

 

Wer rief dich je vergebens,

Maria! Hoffend an?

Du Mutter alles Lebens,

Du brichst des Todes Bann.

 

Wohl kannst du Schmerz erkunden,

Wohl ist dir Leid bewusst:

Es brennen sieben Wunden

In deiner reinen Brust.

 

In unsagbaren Schmerzen

Blick ich nur auf zu dir,

Da strömt aus deinem Herzen

Schon Trost und Friede mir.