Vom Beten des Kindes

 

Wenn Kinder fromm Gebete sprechen,

Englein durch die Wolken brechen,

Sie schwingen sich nieder – und im Nu

Sind sie beim Kindlein und hören zu.

 

Die Sterne halten an im Lauf,

Der Mond reißt weit seine Ohren auf,

Die Wolken stehen still, um zu lauschen,

Der Wind vergisst für Momente sein Rauschen.

 

Die Seligen droben zum Herrgott treten,

Sie falten die Hände, frohlocken und beten,

Brausender Jubelgesang wird laut,

Der ganze Himmel zur Erde schaut.