Gebet nach der heiligen Kommunion

 

So ist es wahr, ich fühle den Herrn in meiner Brust;

Ich atme sel`ge Wonne, von der ich nie gewußt.

 

O Herr, sei mir gepriesen, Du meine Lust und Freud`!

Die Welt hat keine Ahnung von meiner Seligkeit.

 

Ich ruhe Dir am Herzen, so warm und liebentbrannt,

Es segnet mich in Liebe, o Jesus, Deine Hand.

 

Ich darf ins Aug` Dir schauen, o Jesus, welche Wonn`!

In meines Herzens Dunkel strahlt Deine Gnadensonn`.

 

Nur schweigend kann ich ruhen, o Herr, an Deinem Herz!

Mein ganzes Sein sich schwinget mit Dir nun himmelwärts.

 

Nur Dich will ich noch lieben, mein hehrer Seelenhort,

Und weit von meiner Seele wünsch` ich die Erde fort.

 

Nicht Sinnenlust und Freude von Dir mich trennen soll,

O Gott, bei Dir alleine ist mir so wohl, so wohl.

 

Nimm an mein junges Herze, es soll für Dich nur glühn,

Und stets als weiße Lilie an Deinem Herzen blühn.

 

Draus sollen immer steigen viel Düfte keusch empor;

Nie soll es trüb verschleiern der Erdenlüste Flor.

 

Ich will als Deine Blume Dir blühen immerdar;

Mein Herzchen soll Dir duften wie Weihrauch am Altar.

 

Drum bleib, o meine Liebe, doch stets in meiner Brust;

Verlaß mich nie und nimmer, Du meiner Seele Lust!

 

Ich will ja stets hienieden ein reines Kind Dir sein,

Um einst im Himmel droben mich Deiner stets zu feu`n.