Der heilige Josef

 

„Es hat Heilige gegeben“, schreibt Kardinal Newman, „die unserem Herrn näher standen, als Märtyrer oder Apostel. Doch da eben diese heiligen Personen ganz aufgingen in dem Strahlenglanz seiner Glorie und in ihm sich ganz verloren, und da sie während ihres irdischen Wandels sich nach außen nicht hervortaten, so schenkte man ihnen lange Zeit weniger Aufmerksamkeit. Als aber verhältnismäßig ruhige Tage kamen, stiegen allmählich jene leuchtenden Gestirne am kirchlichen Himmel empor. Sie mussten deshalb so spät erst aufsteigen, weil sie so ganz besonders herrlich waren.

 

Der heilige Joseph bietet das treffendste Beispiel für das Gesagte. Hier ist das klarste aller Beispiele für den Unterschied zwischen Glaubenslehre und Andacht. Wer hatte durch die Vorzüge seiner Stellung (zu Christus) und das Gewicht der (in den Evangelien uns überlieferten) Zeugnisse einen größeren Anspruch, schon frühzeitig unter den Gläubigen eine Anerkennung zu finden, als er? Ein Heiliger der Heiligen Schrift, der Pflegevater unseres Herrn, war er der Gegenstand allgemeinen und unbedingten Glaubens für die ganze christliche Welt von Anfang an. Und doch ist die Andacht zu ihm verhältnismäßig späten Ursprungs.“

 

In der Liste der kirchlich und festlich verehrten Heiligen tritt der heilige Joseph erstmals in einem Martyrolog der schwäbischen Benediktinerabtei Reichenau um das Jahr 850 auf. Erst im 15. Jahrhundert wird seine Verehrung volkstümlich. Sein Fest erscheint 1479 zum erstenmal im römischen Brevier. Papst Pius IX. erklärte im Jahr 1870 den heiligen Joseph zum Schutzpatron der Kirche; sein Schutzfest am Mittwoch nach dem 2. Sonntag nach Ostern wurde seit 1847 in der ganzen Kirche gefeiert. „Weil nun der 1. Mai in der heutigen Welt als Tag der Arbeit begangen wird, hat Papst Pius XII. diesen Tag zum Fest des heiligen Joseph des Arbeiters bestimmt. Damit soll er geehrt, aber auch die Würde der menschlichen Arbeit bewusst gemacht werden. Joseph hat als Handwerker gearbeitet und für seine Familie das Brot verdient. Die Arbeit, wie sie heute von der Masse der Arbeiter getan und auch erlitten wird, ist sehr verschieden von der Arbeit in der alten Welt. Aber immer geht es darum, dass der Mensch, indem er die Kraft seines Körpers und seines Geistes einsetzt, sein eigenes Leben verwirklicht, seine Persönlichkeit entfaltet und das Leben in dieser Welt lebenswert oder doch erträglicher macht. Der Christ weiß außerdem, dass er seine Arbeit von Gott her und zu Gott hin tut.“ (Schott)

 

Fromme Andacht und Verehrung nimmt gerne ihre Zuflucht zu ihm, als dem mächtigen und hilfsbereiten Schutzheiligen des inneren (religiösen) Lebens und eines guten Todes.

 

Wie gut man daran tut, sollen uns heute zwei große Josephsverehrer aus der Welt der lieben Heiligen, die hl. Theresia von Jesus und der hl. Alfons von Liguori, lehren.

 

I.

 

Welche großen Gnaden die hl. Theresa (+1582) vom hl. Joseph für sich und ihre Schwestern erlangt hat.

 

Im 6. Kapitel der Selbstaufzeichnungen aus ihrem Leben schreibt die Heilige unter anderem:

 

„.... Zu meinem Fürsprecher und Herrn erwählte ich den glorreichen hl. Joseph und empfahl mich ihm recht inständig. Und in der Tat: ich habe klar erkannt, dass dieser mein Vater und Herr es gewesen ist, der mich sowohl aus meiner damaligen Not, als auch aus anderen noch größeren Nöten, die meine Ehre und das Heil meiner Seele betrafen, gerettet und mir sogar mehr noch verschafft hat, als ich ihn zu bitten gewusst.

 

Ich erinnere mich nicht, ihn bis jetzt um etwas gebeten zu haben, was er mir nicht gewährt hätte. Ja, es ist zum Erstaunen, welch große Gnaden mir Gott durch die Vermittlung dieses Heiligen verliehen, und aus wie vielen Gefahren Leibs und der Seele er mich durch ihn befreit hat. Anderen Heiligen scheint der Herr die Gnade gegeben zu haben, nur in einem bestimmten Anliegen helfen zu können; dieses glorreichen Heiligen aber habe ich in allen Stücken als Nothelfer kennen gelernt. Ich glaube, der Herr will uns zeigen, dass er ihm auch im Himmel alles gewähre, was er von ihm begehrt, gleichwie er ihm auf Erden als seinem Pflegevater untertänig war. Dies haben auch einige andere Personen erfahren, denen ich geraten habe, sich ihm zu empfehlen.

 

Jetzt ist die Zahl derer, die diesen Heiligen aufs neue verehren, schon groß, und sie finden alle die Wahrheit des hier Gesagten an sich bestätigt. Seinen Festtag trachtete ich stets mit aller Festlichkeit zu begehen, soweit mir dies nur möglich war.

 

Ich möchte jedermann zureden, diesen glorreichen Heiligen zu verehren, weil ich aus vieler Erfahrung weiß, wie viele Gnaden er bei Gott erlangt. Niemals habe ich jemand kennengelernt, der eine wahre Andacht zu ihm trug und durch besondere Übungen ihm diente, an dem ich nicht auch einen größeren Fortschritt in der Tugend wahrgenommen hätte; denn er fördert die Seelen, die sich ihm anempfehlen, gar sehr. Ich glaube, es ist schon etliche Jahre her, dass ich jedesmal an seinem Festtag etwas von ihm begehre, und immer sehe ich meine Bitte erfüllt. Ist sie nicht ganz rechter Art, so lenkt er sie zu etwas Besserem für mich.

 

Wäre ich eine Person, deren Schriften ein Ansehen hätten, so wollte ich gern die Gnaden, die dieser glorreiche Heilige mir und anderen Personen schon erwiesen hat, im Einzelnen recht umständlich erzählen. Ich bitte nur um der Liebe Gottes willen: wer immer meinen Worten nicht glauben will, wolle es selber versuchen; dann wird er aus Erfahrung innewerden, welch großen Nutzen es bringt, wenn man sich diesem glorreichen Heiligen empfiehlt und ihn andächtig verehrt.

 

Insbesondere sollten jene, die dem innerlichen Gebot ergeben sind, ihm allzeit mit Liebe zugetan sein; denn ich weiß nicht, wie man sich der Königin der Engel erinnern und jener Zeit gedenken kann, in der sie mit dem Kind Jesus so vieles ausgestanden hat, ohne dem hl. Joseph für die Wohltat des Beistandes, den er ihnen geleistet hat, Dank zu erstatten. Wer etwa seinen Lehrmeister zur Unterweisung in der Übung des innerlichen Gebetes findet, der wähle sich als solchen diesen glorreichen Heiligen und er wird keinen Irrweg gehen.

 

Soweit die hl. Theresia in dem von ihr selbst geschriebenen Leben; es gehört zum Schönsten und Tiefsten, was je über die Josephsverehrung gesagt wurde. Fügen wir dem noch einen Denkspruch aus ihren „Geistlichen Ermahnungen“ hinzu:

 

„Wenn du auch viele Heilige zu Fürbittern hast, so verehre doch als solchen ganz besonders den heiligen Joseph; denn er verlangt viel von Gott.“

 

Von diesem Vertrauen beseelt, weihte die hl. Theresia 15 ihrer neugegründeten Klöster dem hl. Joseph. Und nicht ohne sichtbaren Erfolg!

 

Gar oftmals erfuhr die Heilige den Vaterschutz des hl. Joseph an sich und an den ihr Anvertrauten. So berichtet eine der Nonnen, die ehrw. Anna von Jesus, von einer gefahrvollen Reise nach Beas im Jahr 1575 unter anderem:

 

„Am letzten Tag dieser Reise verirrten sich die Führer inmitten der Sierra-Morena, so dass sie sich nicht mehr zurechtfanden. Die Wagenführer versicherten, dass wir verloren seien und unmöglich aus diesen gewaltig hohen Felsen, in die wir uns verirrt hatten, herauskommen könnten. Da befahl unsere heilige Mutter Theresia den acht Nonnen, die sie begleiteten, Gott und unseren heiligen Vater Joseph zu bitten, unser Führer zu sein. Eben hatte sie uns diese Mahnung gegeben, als aus dem Hintergrund einer tiefen Höhle, die man vom Gipfel der Felsen aus kaum unterscheiden konnte, ein Mann, seiner Stimme nach ein Greis, kräftig zu rufen begann: Haltet an, haltet an! Ihr seid verloren! Wenn ihr weiter fahrt, stürzt ihr in die Abgründe.

 

Auf diesen Ruf hin hielten wir an. Die Priester und Weltleute, die uns begleiteten, schenkten der Stimme Gehör und fragten: Vater, was ist zu tun, um dieser Gefahr zu entrinnen? Und die Stimme antwortete, man müsse sich nach einer bestimmten Seite hinwenden. Alle erblickten darin ein Wunder, dass die Wagen jene Stelle passieren konnten. Einige wollten beim Anblick dieses Wunders die Person suchen, die in so liebenswürdiger Weise gesprochen hatte.

 

Unterdessen sagte die Mutter mit großer Rührung und unter Tränen zu uns: Ich weiß nicht, warum wir sie gehen ließen; es war ja mein heiliger Vater Joseph. Sie werden ihn nicht finden! Wirklich kamen die Leute mit dem Bemerken zurück, sie könnten nichts von diesem Mann finden, obwohl sie in der Höhle gewesen seien, aus der die Stimme gekommen war.“

 

II.

 

Was der hl. Kirchenlehrer Alfons von Liguori vom Tod des heiligen Joseph schreibt.

 

Kostbar ist in den Augen des Herrn der Tod seiner Heiligen (Psalm 113,15). Betrachte wie der hl. Joseph, nachdem er Jesus und Maria so treu gedient hatte, im Haus zu Nazareth auf dem Sterbebett lag. Engel umgaben ihn; der König der Engel, Jesus Christus, saß auf der einen, Maria auf der anderen Seite des armen Bettes, und in so süßer und so heiliger Gesellschaft verließ er voll himmlischen Friedens diese elende Welt.

 

Sanft und kostbar war sein Tod in Gegenwart Mariens, in Gegenwart eines solchen Sohnes, der zugleich sein Erlöser war. Wie hätte auch der Tod dem bitter vorkommen können, der in den Armen des ewigen Lebens starb? Niemand ist imstande auszudrücken oder zu begreifen, welche Akte der Ergebung, welche Flammen der Liebe die Worte des ewigen Lebens, die ihm bald Jesus, bald Maria, in diesen letzten Augenblicken seines Lebens zusprachen, im Herzen des heiligen Joseph bewirkt haben.

 

Deshalb scheint die Meinung des hl. Franz von Sales, der hl. Joseph sei aus reiner Liebe zu Gott gestorben, sehr wohl begründet. Weil Joseph immer heilig gelebt hatte, so war sein Tod ruhig, sanft, ohne Angst, ohne Furcht. Selig ist der, dem dieser große Heilige in solch entscheidenden Augenblicken beisteht. Da der hl. Joseph in den Armen Jesu und Mariens gestorben ist und da er das Jesuskindlein bei der Flucht nach Ägypten vom Tode errettet hat, so hat er das Recht erlangt, unser besonderer Sterbepatron zu sein und seine treuen Diener gegen die Gefahren des ewigen Todes zu schützen.

 

Mit Recht, heiliger Joseph, ist dir ein so seliger Tod zuteil geworden, nachdem du dein ganzes Leben hindurch so heilig gelebt hast. Ich verdiene um meiner vielen Sünden willen einen unseligen Tod; aber wenn du mir beistehst, werde ich nicht verloren gehen. Du warst nicht nur der Freund, sondern sogar der Beschützer und Nährvater dessen, der mich dereinst richten wird. Jesus wird mich nicht verdammen, wenn du ein gutes Wort für mich einlegst. Nach Maria wähle ich dich, o heiliger Joseph, zu meinem Fürsprecher und Beschützer.

 

Um der süßen Gesellschaft willen, die Jesus und Maria dir auf Erden leisteten, beschütze mich solange ich lebe, und bewirke, dass ich mich nie wieder von Gott durch den Verlust seiner Gnade trenne! Um des Beistandes willen, den Jesus und Maria dir in den letzten Augenblicken deines Lebens leisteten, steh mir bei in meiner Todesstunde, damit ich einst von dir und Jesus und Maria in den Himmel geleitet, dir daselbst danken und in deiner Gesellschaft Gott die ganze Ewigkeit hindurch loben und preisen könne!

 

Heiligste Jungfrau Maria, meine Hoffnung! Du weißt es, dass ich durch die Verdienste Jesu Christi und durch deine Vermittlung einen seligen Tod und das ewige Leben hoffe. O meine Mutter! Verlass mich nie und steh mir besonders in der Stunde meines Todes bei. Erlange mir die Gnade, dass ich dich und Jesus alsdann anrufe und liebe!

 

Geliebter Heiland! Der du eines Tages mein Richter sein wirst, vergib mir alle Beleidigungen, die ich dir zugefügt habe. Ich bereue sie von ganzem Herzen; aber vergib mir alsbald, vergib mir, ehe die Stunde meines Todes eintrifft, die zugleich die Stunde des Gerichtes ist. O, ich Unglückseliger! Wie viele Jahre habe ich verloren, in denen ich dich nicht geliebt habe! Gib mir die Gnade, dass ich dich liebe, dass ich in der Zeit, die mir noch übrig bleibt, eine große Liebe zu dir trage! Und wenn die Stunde kommt, in der ich dieses Leben verlassen und in die Ewigkeit eingehen soll, dann lass mich in brennender Liebe zu dir sterben. Ich liebe dich, meinen Heiland, meinen Gott, meine Liebe, mein Alles! Ich bitte um nichts anderes als um die Gnade, dich zu lieben; ich wünsche, ich begehre in den Himmel zu kommen, um dich aus allen Kräften die ganze Ewigkeit hindurch lieben zu können. Amen.

 

Am Fest des heiligen Joseph liest man in der Kirche die Geschichte des Joseph, der Erlöser Ägyptens genannt wurde, weil er dieses Land von den Schrecknissen der Hungersnot befreit hatte. Aber unser Heiliger hat noch weit größeren Anspruch auf diesen Titel, weil ihn Gott auserwählt hatte, dem Erlöser der Welt, den ein grausamer Machthaber töten wollte, das Leben zu retten.

 

„Gehet zu Joseph“, sagte der Pharao zu den Ägyptern. Ist es nicht so, als würden wir eine innere Stimme vernehmen, die auch uns sagt: gehe zu Joseph, wende dich mit Vertrauen an ihn? Welche Bitte wird der menschgewordene Gott dem ablehnen, der für ihn Vater war und dem er auf der Erde gehorsam sein wollte?

 

Welch ein gottseliges Leben führten Maria und Joseph in ihrer Hütte! Immer genossen sie die liebenswürdige Gegenwart Jesu! Immer glühte die zärtliche Liebesflamme aus ihrem Herzen ihm entgegen! Immer arbeiteten und lebten sie für ihn! Sie allein könnten uns sagen, welchen Eindruck das Glück, ihn zu sehen, ihn zu hören, ihn zu besitzen, auf ihre Seele machte. Was für ein himmlisches Leben! Ein Vorgeschmack der himmlischen Ewigkeit! Welch göttliche Unterhaltung! Aber auch wir können ungeachtet unserer Schwachheit, Maria und Joseph nachahmen und an ihrem Glück, wenigstens einigermaßen, Anteil nehmen. Dies geschieht, wenn wir immer in Gottes Gegenwart leben, die heilige Gewohnheit uns aneignen, uns oft mit Jesus zu unterhalten und über seine unendliche Güte Betrachtungen anzustellen, um in uns das heilige Feuer seiner Liebe zu entzünden. Lieben wir Jesus Christus? Die ihn lieben, nehmen seinen Geist an, ahmen sein Beispiel nach, suchen in allem Gott und sehen die Zeit als verloren an, die sie nicht für ihn oder zu seiner Ehre verwendet haben.

 

Wie viele nützliche und heilsame Lehren können wir aus den wenigen Handlungen ziehen, die wir vom heiligen Joseph wissen. Wo kann man die Sanftmut, die Liebe und die Klugheit besser kennen lernen, als wenn man sein Betragen betrachtet, das er zur heiligsten Jungfrau hatte, als er sie schwanger sah, ohne das Geheimnis zu kennen? Wie ergeben war er da in den göttlichen Willen! Wie schnell und blind gehorchte er den Befehlen, die er von Gott empfing! Wie fest musste sein Glaube sein, mit dem er die Menschwerdung des göttlichen Wortes, dieses wunderbarste aller Geheimnisse, glaubte, ungeachtet all dessen, was die Sinne dagegen sagen mochten! Wie arm und zufrieden lebte er als Handwerker von der Arbeit seiner Hände, obwohl er doch den König der Herrlichkeit in seinem Haus und die Mutter Gottes, die Königin der Engel, zur Gemahlin hatte! Mit einem Wort: Alles war groß an diesem Heiligen.

 

So ist auch die Herrlichkeit groß, die er im Himmel genießt. Groß ist schließlich die Kraft seines Schutzes im Leben und im Tod für alle, die zu ihm ihre Zuflucht nehmen, und sich vornehmen, seine Tugenden nachzuahmen. Was wird dieser große Heilige vom menschgewordenen Sohn Gottes nicht für uns erhalten, dem er auf Erden gerne und froh gehorcht hat?

 

Jesus sehen, ihn hören und ihn besitzen, was für ein Glück war das für Maria und den hl. Joseph! Aber auch wir können dieses Glück bis zu einem gewissen Grad haben, wenn wir in Gottes Gegenwart leben, wenn wir uns bei der heiligen Messe, bei der hl. Kommunion und vor dem Tabernakel mit Jesus unterhalten. Betrachten und erwägen wir Josephs Liebe, ahmen wir seine Beispiele nach, suchen wir in allem Gott. Bitten wir diesen Heiligen, dass er uns von Gott eine glückliche Sterbestunde erlange.

 

Heiliger Vater Joseph, ich bitte dich, stehe mir bei wenn ich sterbe und erlange mir die Gnade, dass Jesus und Maria mir und meinem letzten Hinscheiden zu Hilfe eilen und meine Seele zu sich in die ewige Wohnung aufnehmen wollen!

 

Der heilige Joseph führt uns zur Verehrung Mariens

 

Man hat manchmal behauptet, dass eine Verehrung der anderen Verehrung schade. Hier ein Beweis des Gegenteils:

 

Ein Kind hatte die glückliche Gewohnheit, an jedem Tag den ganzen Rosenkranz zu beten. Der Monat des heiligen Joseph kommt heran. Das Kind, so könnte man denken, gibt nun seinen Rosenkranz und seine Verehrung Mariens auf. Dem ist aber nicht so:

 

Das Kind betet täglich den Rosenkranz zu Ehren der seligsten Jungfrau und betet dazu auch noch den ganzen Rosenkranz des heiligen Joseph, und sagt: 

 

"Man muss der guten Mutter nichts nehmen, um es dem heiligen Joseph zu geben. Ich muss etwas hochherzig sein, um mir von beiden Gnaden zu erwirken. Ich liebe den heiligen Joseph sehr, aber ich vergesse nicht die seligste Jungfrau."

 

Wie die Heiligen Gottes den heiligen Joseph verehrt haben.

 

Unter den getreuen Verehrern des heiligen Joseph, die am meisten dazu beigetragen haben, die Andacht der frommen Seelen zu diesem großen Musters des Familienlebens wieder zu erwecken, verdient die heilige Theresia den ersten Platz. Seit ihrer frühesten Kindheit fühlte sie in ihrem Herzen eine zarte Hinneigung und kindliches Vertrauen zum keuschen Gemahl der Königin der Jungfrauen. Sie nannte ihn nur ihren Herrn und Vater, sie unternahm nichts Wichtiges ohne seine Hilfe zu erbitten. Unter sechzehn Ordenshäusern, die sie gründete, hat sie dreizehn unter den Namen und die Schutzherrschaft des heiligen Joseph gestellt. Was hat sie nicht alles getan, was hat sie nicht gesprochen und geschrieben, auf dass er gekannt, geliebt und nach Verdienst geehrt werde. Sie ermunterte die ganz Welt, vertrauensvoll zu ihm zu gehen und sich unter seinen Schutz zu stellen. So bedacht sie sonst darauf war, die Gnaden, mit denen sie Gott bereichert hatte, geheim zu halten, wenn es sich darum handelte, zum Ruhm ihres heiligen Patrons beizutragen, verrieten ihre Sprache und Feder das Geheimnis ihrer Zuneigung. Sie konnte sich nicht enthalten, die außerordentlichen Gnadenbezeigungen bekannt zu machen, die sie seiner Vermittlung verdankte. Es genügt, flüchtig ihr Leben durchzugehen, um zugleich ihren Eifer für den Heiligen und andererseits die ganz besondere Güte des Heiligen gegen sie zu erkennen. Das Beispiel dieser in der Kirche wegen ihrer Geistesgaben und Tugenden hochverehrten Heiligen ist ganz geeignet, uns ein vollkommenes Vertrauen auf diesen mächtigen Beschützer einzuflößen.

 

So ließ sie ein Bild der seligsten Jungfrau und ihres keuschen Gemahls über alle Türen der von ihr gestifteten Klöster aufhängen. Wenn sie für ihre verschiedenen Stiftungen auf Reisen ging, trug sie beständig ein Bild des heiligen Joseph auf ihrem Herzen, den sie den Vater und Gründer des Ordens nannte. Folgendes gab die Veranlassung zu diesem frommen Brauch: während sie jede Art von Schwierigkeiten und Hindernissen bei Gründung des Klosters des heiligen Joseph zu Avila erfuhr, riet ihr eines Tages nach der heiligen Kommunion, als sie sich bei Jesus über alle die Hindernisse, die man ihren frommen Plänen entgegensetzte, beklagte, der göttliche Erlöser, nicht zu verzagen, indem er ihr versicherte, sie würde alle Hindernisse besiegen, das Kloster würde gegründet werden, und die göttliche Majestät würde in ihm sehr geehrt und ihm treu gedient werden. Er befahl ihr zugleich, das Kloster unter den Schutz des heiligen Joseph zu stellen, und Sorge zu tragen, dass über des Hauses Pforte sein Bild und das seiner keuschen Gemahlin angebracht werde. Die heilige Theresia gehorchte der Empfehlung des Sohnes Gottes, und das unter einem so erhabenen Schutzherrn errichtete Kloster wurde die Zufluchtsstätte aller Tugenden. 

 

Auf einer Reise, die die heilige Theresia mit mehreren ihrer Töchter machte, um ein Kloster zu gründen, das den Namen des heiligen Joseph tragen sollte, rettete sie der Heilige alle vor einem unvermeidlichen Tod. Da der Fuhrmann sich in der rauen Gegend verirrt hatte, zogen die Pferde den Wagen an einen Abgrund. Als Theresia am Rand des Abgrunds, der alles zu verschlingen drohte, ihre Reisegefährtinnen vom Schrecken ergriffen sah, sprach sie zu ihnen: "Meine lieben Töchter, meine teuren Schwestern, das einzige Mittel, dem Tod zu entrinnen, ist, unsere Zuflucht zu unserem gütigen Vater, dem heiligen Joseph zu nehmen und seinen Beistand zu erbitten." Sie taten es und plötzlich hörte man aus der Tiefe des Abgrunds, wohin sie hinabzustürzen drohten, eine Stimme, die ihnen zurief: "Haltet, haltet, wenn ihr einen Schritt weiter macht, seid ihr alle verloren." Auf diesen Befehl hin standen die Pferde still und die Schwestern fragten, nach welcher Seite sie sich wenden sollten. Die Stimme sagte ihnen einen nicht weniger gefährlichen Platz, als den, wo sie waren. Sie gehorchten dennoch und plötzlich sahen sie sich außer Gefahr. Dann machte sich der Fuhrmann auf, den zu suchen, der ihnen zugerufen hatte, um ihm zu danken. Aber er fand weder einen Menschen, noch eine menschliche Spur. Die heilige Theresia ihrerseits, die die Stimme erkannt hatte, der man einen so guten Rat verdankte, konnte es nicht verheimlichen: "Meine lieben Töchter," sprach sie bewegt, "unser Führer suchte wohl vergebens den, der uns vom Tod errettet hat. Unser Retter ist unser guter Vater, der heilige Joseph." 

 

Die ehrwürdige Margaretha vom heiligen Sakrament im Karmeliten-Orden, stellte Betrachtungen über die Liebe Jesu, Mariens und Josephs an: und Joseph, als Haupt der Heiligen Familie, trug sie, ihn verehrend und nachahmend, als das vollkommenste Muster nach Jesus und Maria im Herzen. Gemäß der Natur der Geheimnisse, die sie im Jesuskind verehrte, vereinigte sie ihr Herz mit dem Herzen des heiligen Patriarchen. Das waren die Gewohnheiten ihrer frühesten Jugend, im Alter der Reinheit und Einfalt, dem Gott sich gerne mitteilt. Ihre Lehrerin, die ohne Zweifel ahnte, dass etwas Außergewöhnliches in ihr vorgehe, richtete verschiedene Fragen an sie über den heiligen Joseph. Die junge Margaretha gab Antworten voll Tiefe und um so erstaunlichere, als sie vollkommen mit dem übereinstimmten, was die gelehrtesten Theologen darüber geschrieben haben. Eine der schönsten Übungen Margarethas mitten unter den Beschäftigungen des Tages in ihrem Kloster war die, die sie in einem Brief an eine Nonne, der sie ihr Vertrauen geschenkt hatte, bezeichnet. "Ich bin erfreut," schreibt sie, "Sie in dem Amt zu sehen, dass man Ihnen anvertraut hat. Ich beschwöre Sie, sich mit unserem teuren und liebenswürdigen Jesuskind zu vereinigen, das in der Werkstatt des heiligen Joseph nicht sein Herr und Meister, sondern nur sein Gehilfe war. Vereinigen Sie Ihre Verrichtungen mit denen des göttlichen Kindes. Bemühen Sie sich, die Schwester, der Sie als Gehilfin beigegeben worden sind, mit denselben Augen zu betrachten, wie das göttliche Kind den heiligen Joseph betrachtete. Ich diene auch als Gehilfin einer unserer Schwestern, und ich werde soviel an mir liegt, alles tun, um mich treu der heiligen Übung zu bezeigen, die ich Ihnen anempfehle." Wir übergehen stillschweigend andere gleichfalls tüchtige Übungen, denen sich Margaretha zu Ehren ihres geliebten Heiligen unterzog. Das Wenige, was wir mitgeteilt haben, lässt ausreichend erkennen, wie weit ihre Verehrung für ihn ging und was sie zu tun wusste, ihn zu ehren.

 

Der heilige Liguori näherte sich seiner letzten Stunde. Während man mehrere Messen in seinem Zimmer las, hörte man ihn ausrufen: "Wie viel fremde Feinde!" Man erinnerte ihn an den Tod des Erlösers und man redete ihm zu, ihm ein Opfer mit seinem Tod zu bringen. Der Heilige seine Sinne aufraffend, erhob die Hände, faltete sie und bewegte einige Zeit die Lippen. Dann wandte er seine Augen auf das Bild der heiligen Jungfrau, und mit einer klaren Stimme betete er das Ave Maria. Seine Schüler, die sein inniges Vertrauen auf den keuschen Gemahl Mariens kannten, gaben ihm ein Bild des heiligen Joseph zu küssen. Er nahm es in seine Hände, betrachtete es einige Zeit lang und sich gegen den ihn bedienenden Bruder wendend, sprach er: "Ist das der heilige Joseph?" Man antwortete ihm: Ja, und er solle sich ihm empfehlen. Darauf hörte man ihn einige Worte murmeln, während er mit Wohlgefallen seine Augen auf das Bild des würdigen Gemahls Mariens heftete. Kurz darauf entschlief er ruhig in den Armen des Herrn und der heiligsten Jungfrau im Augenblick, als man Ave Maria läutete.

 

Der heilige Vincenz von Paul kann als ein vollendeter Diener des heiligen Joseph angeführt werden. Er stellte ihn sehr gerne seinen Priestern als ein ganz vollendetes Muster ihrer Priesterschaft auf. Er gab seinen Seminaristen diesen Patriarchen zum Schutzheiligen, der, nachdem er das Glück hatte, selbst den Sohn Gottes zu erziehen, dafür als besondere Gnade empfangen hat, diejenigen zu schützen, die sich in der Zurückgezogenheit zum heiligen Amt vorbereiten. Der heilige Vincenz beglückte den Superior seiner Gemeinde zu Genua damit, dass er Zuflucht zur Vermittlung des keuschen Gemahls der Mutter Gottes nahm, um sich Arbeiter zu verschaffen, die vom heiligen Eifer erfüllt und fähig waren, den Weinberg des Herrn zu bebauen und zu befruchten, der damals noch mit Unkraut und Dornen bedeckt war. Er riet ihm, sechs Monate lang die Messe zu Ehren Josephs in einer ihm geweihten Kapelle zu lesen oder halten zu lassen. Er empfahl seinen Missionaren, sich auf ihren apostolischen Reisen unter den Schutz des heiligen Joseph zu stellen und ihr ganzes Wissen und ihren Fleiß anzuwenden, den Völkern, denen sie das Evangelium predigten, das größte Vertrauen auf diesen getreuen Schützer der unbefleckten Mutter Jesu einzuflößen, wohl überzeugt, dass man der heiligen Maria nichts Angenehmeres erweisen könne, als ihre Verehrung auf denjenigen auszudehnen, den Gott durch so feste und reine Bande mit ihr verbunden hat. 

 

Verschiedene Art und Weise den heiligen Joseph würdig zu verehren

 

Kraft der Litaneien zum heiligen Joseph

 

Im Anfang des Jahres 1845 starb ein guter Bruder der Gesellschaft Jesu in Paris. Der Pater, der bei ihm war, bereitete ihn auf den Tod vor und ermutigte ihn durch den Gedanken an das Glück, das er nun genießen werde, während auf der anderen Seite ein Bruder sein schwaches Haupt unterstützte und den kalten Schweiß, der sein Gesicht bedeckte, abwischte. Plötzlich heiterte sich seine Miene auf, seine Blicke richteten sich gen Himmel. Sie hafteten dort fest mit unsäglicher Befriedigung. "Mein Vater," rief der Sterbende vor Freude, "mein Vater . . ." "Gut, mein Bruder," fragten die Umstehenden, "was habt ihr denn?" "Seht ihr nicht den heiligen Joseph? Ja, ja, gerade kommt er, meine Seele zu suchen, sie ins Paradies zu führen. Ich sehe ihn, ich bin es." Und im selben Augenblick hauchte er seinen Geist aus. Wollt ihr in eurer letzten Stunde den nämlichen Trost genießen, dann hegt wie er eine große Verehrung für den seligen Gemahl Mariens. Jeden Mittwoch betet zu seiner Ehre seine Litanei.

 

Tagzeiten zu Ehren des heiligen Joseph

 

Die Oberin der Gesellschaft der Nonnen von der Menschwerdung litt seit einigen Jahren an einem Augenübel, das sie am Lesen verhinderte und ihr das Gesicht trübte, so dass sie es ganz zu verlieren fürchtete. Die besten Ärzte, die zu Rate gezogen wurden, erklärten, dass das Leiden von einem Fluss herrühre und unheilbar sei. Als die gute Oberin sah, dass die Menschen nicht im Stande waren, sie zu heilen, und dass die Heilkunst sich für ohnmächtig erklärte, sie von ihrem Übel zu befreien, wendete sie sich vertrauensvoll an den heiligen Joseph, ihren geliebten Beschützer, und verpflichtete sich durch ein Gelübde, ein Jahr lang die zu seiner Ehre verfassten Tagzeiten zu beten. Kaum hatte sie ihr Gebet beendet, als sie im selben Augenblick von ihrem Leiden geheilt war.

 

Almosen zu Ehren des heiligen Joseph

 

"Ich," sagte ein Kind, "ich weiß nicht mehr viel zum heiligen Joseph zu beten, ich will es auf andere Weise anstellen, unserem heiligen Beschützer ein Vergnügen zu machen. Ich habe Geld in meiner Börse, ich verspreche, den Armen alle Tage auf dem Spaziergang Almosen zu geben während des Monats des heiligen Joseph, und ich hoffe, der heilige Joseph wird wohl mit mir zufrieden sein, da er ja selber arm gewesen ist und somit die Armen lieben muss. Das wird ihm also Freude machen."

 

Das Fasten zu Ehren des heiligen Joseph

 

Noch ein Zug christlicher Abtötung. Ein Kind, das sich für sehr sündhaft hielt, unternahm während des Monats des heiligen Joseph das Werk seiner Bekehrung. Mit seinen andächtigen Gebeten verband es ein Fasten, ähnlich dem, wie es die Kirche ihren Kindern vorschreibt, die es tun können. Liebes Kind, ich glaube wohl,  dass bei dir die Blume der ersten Unschuld schöner war, als die Blume der Reue. Welch schönes Schauspiel für den Himmel. Ein heiliger und reiner Leib, der sich der Strenge der Buße überliefert.

 

Frucht einer neuntägigen Andacht und einer Messe zu Ehren des heiligen Joseph

 

Die ehrwürdige Schwester Franziska hatte so oft die Erfahrung gemacht, dass die Verehrung von Jesus, Maria und Joseph für die Schwäche ein wirksames Heilmittel ist, das sie allen den Personen anzuwenden riet, die ihr ihre Leiden anvertrauten und um ihr Gebet nachsuchten.

Ein gewisser Favre in Avignon hatte einen Sohn, dessen Kopf ganz gebeugt war in Folge eines Rheumatismus im Kreuz. Ein ganzes Jahr hindurch blieben alle Mittel fruchtlos, das arme Kind litt und konnte sich nicht umdrehen. Als seine Mutter die Ohnmacht der medizinischen Kunst sah, vertraute sie ihren Schmerz der Schwester Franziska an, die ihr riet, eine Messe zu Ehren Jesu, Mariens und Josephs lesen zu lassen und neun Tage lang zur Heiligen Familie zu beten. Der kranke Junge, von Vertrauen und Ehrerbietigkeit gegenüber der guten Schwester erfüllt, stimmte ihr und seiner Mutter bei. Am letzten Tag der neuntägigen Andacht fühlte er, während er vor einem Bild der seligsten Jungfrau betete, die Steifigkeit seines Halses nachlassen und bald konnte er den Kopf ganz umwenden. Er warf sich dankbar seinen lieben Beschützern zu Füßen angesichts seiner ganzen Familie, den Zeugen dieses Wunders. Die Heilung war vollständig: er beendete seine Studien und trat in den Orden der ehrwürdigen Patres Cölestiner, wo er sich durch seine Kenntnisse und seine Tugend vor allem durch seine Ergebenheit gegenüber Jesus, Maria und Joseph auszeichnete.

 

Der Rosenkranz zu Ehren des heiligen Joseph.

 

Der Pater Anton Natali von der Gesellschaft Jesu, ein berühmter Missionar, hatte große Neigung zum beschaulichen Leben und folglich eine große Verehrung für den heiligen Joseph. Darum ließ er keine Gelegenheit vorübergehen, ihn zu ehren. Er veröffentlichte unter anderen ein Werkchen, worin er alle Christen einlud, den heiligen Joseph besonders zu verehren. Er nahm sich vor, ein zweites Werk über dessen Tugenden, über seine Vorrechte zu schreiben, aber der Tod kam ihm in der Ausführung dieses frommen Planes zuvor. Er benetzte mit seinem apostolischen Schweiß den dritten Teil Siziliens, und um der Früchte gewiss zu sein, stellte er alle seine Missionen unter den Schutz des heiligen Joseph. Unter anderen Huldigungen, die er ihm darbrachte, betete er jeden Tag einen Rosenkranz von Gebeten, die er selbst zu Josephs Ehre verfasst hatte. Obwohl die Kugeln seines Rosenkranzes von ganz gewöhnlichem Stoff waren, betrachtete er ihn doch als eine wertvolle Sache, weil, sagte er, dies der Rosenkranz des heiligen Joseph war. Einstmals verlor er ihn. Dieser Zufall war für ihn so fühlbar als es einem Habsüchtigen wäre, wenn er seine Schätze verlieren würde. Er bat den Heiligen, er möchte ihn den Rosenkranz wieder finden lassen, und das war nicht vergebens, denn eines Morgens, als er sein Dankgebet nach der Messe verrichtete, näherte sich ein Kind voll Anmut und Schönheit mit einer Miene der Dankbarkeit und gab ihm den Rosenkranz.

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Litanei vom hl. Josef

 

V./ A. Herr, erbarme Dich

V./ A. Christus, erbarme Dich

V./ A. Herr, erbarme Dich

V./ A. Christus höre uns

V./ A. Christus erhöre uns

 

V. Gott Vater im Himmel, A. erbarme Dich unser.

Gott Sohn, Erlöser der Welt, …

Gott Heiliger Geist, …

Heiligste Dreifaltigkeit, ein Einiger Gott, …

 

V. Heilige Maria, A. bitte für uns.

Heiliger Josef, …

Du erhabener Spross Davids, …

Du Leuchte unter den Patriarchen, …

Du Bräutigam der Muttergottes, …

Du keuscher Beschützer der Jungfrau, …

Du Nährvater des Sohnes Gottes, …

Du sorgsamer Verteidiger Christi, …

Du Haupt der Heiligen Familie, …

Josef, ausgezeichnet durch Gerechtigkeit, …

Josef, leuchtend in heiliger Reinheit, …

Josef, Vorbild der Klugheit, …

Josef, Mann voll Starkmut, …

Josef, Beispiel des Gehorsams, …

Josef, Vorbild der Treue, …

Du Spiegel der Geduld, …

Du Freund der Armut, …

Du Vorbild der Arbeiter, …

Du Zierde des häuslichen Lebens, …

Du Beschützer der Jungfrauen, …

Du Stütze der Familien, …

Du Trost der Bedrängten, …

Du Hoffnung der Kranken, …

Du Patron der Sterbenden, …

Du Schrecken der bösen Geister, …

Du Schutzherr der heiligen Kirche, …

 

V. Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt,

A. verschone uns, o Herr.

V. Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt,

A. erhöre uns, o Herr.

V. Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt,

A. erbarme Dich unser.

 

V. Lasset uns beten. – Allmächtiger Gott, in weiser Vorsehung gabst Du den heiligen Josef der Mutter Deines Sohnes zum Bräutigam. Wir bitten Dich, lasse ihn, den wir auf Erden als Schirmherrn verehren, unsern Anwalt sein im Himmel; der Du lebst und herrschest in Ewigkeit. Amen.

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