Du siehst hier einen Turm mit Schilden und verschiedenen Waffen. Dies ist der Hauptturm, den David an den Ringmauern Jerusalems zum Schutz der Stadt erbaut hat. Über diesem Turm erblickst du Maria, zum Zeichen, dass sie uns gleich einem festen Turm eine Schutzwehr ist wider alle Feinde unseres Heils, und dass wir voll Vertrauen zu ihr sagen können: "Du bist meine Hoffnung, ein fester Turm gegen die Feinde." (Psalm 61,4)

 

Gebet

 

O Maria, meine Hoffnung, du siehst zu deinen Füßen einen armen Sünder, der leider nur zu oft aus eigener Schuld ein Sklave des Satans geworden ist. Ach, wäre ich immer sogleich zu dir geeilt, hätte ich in jeder Versuchung sogleich dich um Hilfe angerufen, ich wäre gewiss niemals in eine Sünde gefallen. Doch ich hoffe, o meine liebenswürdige Königin, dass ich durch deine Vermittlung bereits aus der Gewalt des bösen Feindes befreit bin. Aber ich fürchte, ich möchte neuerdings in seine Fallstricke geraten. Ich weiß, dass meine Feinde die Hoffnung nicht aufgegeben haben, über mich wieder zu siegen. Ich weiß, dass sie neue Angriffe auf mich machen werden. O meine Mutter, meine Zuflucht, steh mir bei, ich fliehe unter deinen Schutzmantel. Gestatte nicht, dass ich abermals ein Sklave des Teufels werde. Ich weiß, dass du mir jedesmal, wenn ich dich anrufe, beistehst und mir zum Sieg verhilfst, nur das fürchte ich, dass ich in den Versuchungen dich vergesse und es unterlasse, dich anzurufen. Ich bitte dich also, o allerseligste Jungfrau, erlange mir die Gnade, dass ich immer an dich denke, und wenn ich Versuchung leide, nicht unterlasse, dir zuzurufen: Maria, steh mir bei! Maria, hilf mir! Wenn dann endlich der Tag kommen wird, da ich mit der Hölle den letzten Kampf zu bestehen habe, wenn die Stunde meines Todes schlägt. O dann, meine Königin, dann steh mir besonders bei, dann erinnere du mich selbst daran, dass ich dich oft mit Herz und Mund anrufe, damit ich meinen Lauf glücklich vollende und den Tod des Gerechten sterbe. Amen.