Maria erscheint in diesem Bild mit einem Herrscherstab in der Rechten, umgeben von einem Schild, von Schwertern und anderen Waffen. Sie hält den Herrscherstab in der Rechten, zum Zeichen, dass sie als mächtige Königin gebietet; sie ist mit dem Schild und Schwert und anderen Waffen umgeben, zum Zeichen, dass sie gleich einem wohlgeordneten Kriegsheer uns verteidigt, und uns den Sieg erringt über alle unsere Feinde. Das ganze Bild führt dir also Maria als die mächtige Jungfrau vor Augen.

 

Gebet

 

Ich grüße dich, o Gnadenvolle, du bist die Ursache unseres wahren Trostes. Durch dich ist das Urteil unserer Verdammung widerrufen, und in ein erbarmungsvolles Wort der Gnade umgewandelt worden. Ich grüße dich, o vortrefflichste und wahrhaft gebenedeite Jungfrau, die du zum Tempel der Herrlichkeit Gottes und zum geheiligten Palast des Königs der Himmel erwählt worden bist. Dein jungfräulicher Schoß ist das königliche Lager, in dem die Menschheit Jesu Christi mit der Gottheit so glücklich vereinigt worden. In dir wurde Gott mit dem Menschen wieder ausgesöhnt. Du bist das Kleinod des unsterblichen Lebens, der Himmel, in dem die Sonne der Herrlichkeit über dem Gesichtskreis dieses Lebens zu leuchten begann, die himmlische Bundeslade des eingefleischten Wortes. Ich grüße dich, Mutter und Gebärerin deiner eigenen Freude. Du bist in Wahrheit die einzig Gebenedeite, weil du vor allen deines Geschlechtes für würdig befunden worden bist, Mutter deines Schöpfers zu sein. Alle Geschlechter preisen dich selig, die Könige loben dich, die Fürsten huldigen dir, die Vornehmsten des Volkes tragen dir ihre Bitten vor, und die heiligen Jungfrauen rechnen es sich zur Ehre, dir zu folgen. O Maria, wenn ich auf dich vertraue, werde ich selig sein, wenn ich unter deinem Schutz lebe, habe ich nichts zu fürchten, denn der Herr hat in deine Hände gelegt die Waffen des Heils, die er denen übergibt, die er selig machen will. Amen.

(Nach dem heiligen Andreas von Kreta)