Dieses Bild zeigt dir den König David und die vier großen Propheten Jesaja, Jeremia, Ezechiel und Daniel. Alle diese heiligen Männer sind Propheten, weil sie Gottes Gesetz verkündet und zukünftige Dinge, besonders solche, die sich auf den künftigen Messias bezogen, geweissagt haben. Über ihnen thront Maria als Königin, zum Zeichen, dass sie die Königin der Propheten sei.

 

Gebet

 

Glorwürdiges wird von dir erzählt, o Stadt Gottes, Königin der Propheten, Mutter unseres Herrn und Erlösers. Doch ist dein Lob noch nicht erschöpft, noch stammelt jede Zunge, um deine Macht und Güte zu preisen. Keine Sprache hienieden und keine Zunge unter dem Himmel ist vermögend, deine Herrlichkeit genügend zu schildern, o große, o milde, o höchst liebreiche Jungfrau Maria. Selbst genannt kannst du nicht werden, ohne dass du das Herz entzündest, und nicht gedacht kannst du werden, ohne dass du das Gemüt der dich Liebenden erfreust, nimmer ziehst du zu den Toren der Erinnerung ein, es sei denn in himmlischer Herrlichkeit. Zu dir, o Herrscherin, richte ich meine Augen und rufe zu dir mit Demut und Vertrauen: Hilf meinem Unvermögen, entferne meine Schmach. Es sinke der dichte Nebel von meinen Augen, dass ich meine Sündhaftigkeit und Schwäche erkenne. Es wandle sich um mein Herz, dass ich meine Missetaten bereue und meine ganze Liebe Gott, dem höchsten, liebenswürdigsten Gut, zuwende. Dies verleihe mir durch deine Fürbitte, o seligste Gottesmutter, dein Sohn Jesus Christus, mein Herr und Erlöser, dem Lob, Preis und Dank sei von nun an bis in Ewigkeit. Amen. 

(Nach dem heiligen Bernhard)