Dieses Bild zeigt dir Maria mit dem göttlichen Kind, das Szepter in der Rechten, die Weltkugel in der Linken, wodurch sie als die Mutter Gottes und als die Königin des Himmels und der Erde vorgestellt wird. Um sie herum und unter ihr befinden sich Engel, die voll Ehrfurcht auf sie blicken und ihr als Mutter Gottes und Königin huldigen, gleich als ob sie zu ihr sprächen: "Werde unser Herrscher, du und auch dein Sohn." (Ri 8,22) Somit führt dir das Bild Maria als die Königin der Engel vor Augen.

 

Gebet

 

Schön wie der Mond wirst du genannt, o Maria, und nicht unfüglich wirst du mit ihm verglichen. Denn unter allen Gestirnen ist er der Sonne am ähnlichsten, und im lieblichsten Silberglanz schimmert er heller als alle Gestirne. So glänzt im Himmel auch du, der Sonne deutlichstes Bild, in jungfräulicher Reinheit lichtvoller als alle tausend Gestirne, die den Thron Gottes umgeben. Dein Glanz, o hehre Gottesmutter, verdunkelt alle himmlischen Geister, denn du bist die Königin der Engel. Das aufgenommene Licht der Sonne ausströmend, erhellt der Mond unsere Nächte. Durch glänzende Beispiele von Gott dir eingeprägter Tugenden feuerst du zur Nachahmung an und erleuchtest die Nacht unserer Finsternisse. Du schlägst den Geist des Hochmuts unserer ersten Mutter Eva mit dem Gipfel der Demut, die den Blick des Herrn so sehr auf dich zog, dass er durch deren Verdienst dich über alle Chöre der Engel erhob. Gib kund der Welt deine Milde, gib kund die Gnade, die du bei Gott gefunden hast. Auch mir, deinem Diener, der sich rühmt, dein Pflegekind zu sein und deinen wunderbaren Namen Tag und Nacht anruft, spende durch dich, o mildeste Königin, seine Gnade Jesus Christus, dem Fleisch nach dein Sohn, hochgelobt in Ewigkeit. Amen. 

(Nach dem heiligen Bernhard)