Dieses Bild bedarf keiner Erklärung. Unten siehst du eine Person, die auf dem Krankenbett liegt. Ihr wehmütiges Flehen und das Arzneiglas auf dem Tisch zeigen dies zur Genüge an. Über ihr erblickst du Maria, die voller Mitleid nach ihr die Hand ausstreckt, gleich als ob sie ihr zuriefe: "Sei getrost, mein Kind, ich will dich gesund machen." Das Bild stellt also Maria vor als das Heil der Kranken.

 

Gebet

 

O Maria, du wundervolle Mutter der Gnade, du Quelle des Trostes, du Hilfe der Kranken, ich komme zu dir mit herzlichem Vertrauen, und in tiefster Demut falle ich nieder vor deinem heiligen Bildnis und verehre dich als das wahre Heil der Kranken, als die barmherzige Zuflucht der Sünder, als die Trösterin der Betrübten und Helferin der Christen. Ich weiß, dass schon sehr viele Christen die begehrte Hilfe, sehr viele Betrübte den verlangten Trost, sehr viele Sünder die erbetene Verzeihung, und besonders sehr viele Kranke und Preßhafte die erwünschte Gesundheit durch deine Fürbitte erlangt haben. Deswegen habe auch ich mein ganzes Vertrauen zu dir, o Heil der Kranken, und bitte dich durch den Überfluss der Gnaden, die du von der allerheiligsten Dreifaltigkeit empfangen hast, du wollest dich meiner erbarmen und gnädig aufnehmen meine Bitte, die ich dir mit innigster Andacht vortrage. (Nenne hier deine Bitte.)

 

Ist es nun Gott wohlgefällig, gereicht es zur Ehre seines heiligen Namens und zur Vermehrung deines Lobes, o Maria, Heil der Kranken, und zum Heil meiner Seele, dass ich das erlange, um was ich dich jetzt anrufe: so bringe es vor deinen liebsten Sohn Jesus, der der wahre Heiland der Welt, der Weg, die Wahrheit und das Leben ist, auf dass ich durch dich bei ihm Gnade finde und in meiner demütigsten Bitte erhört werde. Gleichwie ich nun auf dich, Heil der Kranken, mein vollstes Vertrauen setze und zuversichtlich hoffe, dass mir diese Bitte von deinem Sohn gewährt werde, also verspreche ich auch, für diese Gnade mein ganzes Leben lang dankbar zu sein und ein Leben zu führen, das allzeit zur Ehre und zum Lob deines Sohnes gereicht, der mit dem Vater und dem Heiligen Geist als gleicher Gott lebt und regiert in alle Ewigkeit. Amen.

(Nach einem alten Wallfahrtsgebet)