Dieses Bild zeigt dir, wie der Heilige Geist in Gestalt einer Taube auf Maria niederschwebt, und sie als seine reinste Braut mit Gnaden erfüllt. Es zeigt dir zugleich Maria, wie sie sich in dem Augenblick, da der Heilige Geist sie so hoch begnadet und die Menschwerdung des göttlichen Wortes in ihr bewirkt, ganz und gar verdemütigt, und, in tiefste Andacht versunken, den Herrn preist. Es zeigt dir zuletzt unten eine Frau, die von Bewunderung über die Gnadenfülle und Würde der seligsten Gottesmutter mit der Frau im Evangelium ausruft: "Selig der Leib, der dich getragen hat, und deren Brust dich genährt hat!" (Lk 11,28)

 

Gebet

 

O Maria, meine liebste Mutter, ich bin ein armer Sünder, und nicht würdig, vor dem Thron der göttlichen Majestät zu erscheinen und Gnade zu finden. Wenn ich meine Sünden betrachte, mit denen ich mein Gewissen beladen habe, und bedenke, dass ich den Einsprechungen des Heiligen Geistes so wenig Gehör gegeben und seinen Gnaden zu meinem Heil so wenig benützt habe, so entsinkt mir aller Mut, und ich wage es kaum, neuerdings meine Hände aufzuheben und um Gnade zu bitten. In meiner Armseligkeit nehme ich meine Zuflucht zu dir, und bitte dich inständig, habe Erbarmen mit mir. Du bist die Mutter der Barmherzigkeit, und verstößt keinen Sünder, der Vertrauen zu dir hat, so elend er auch ist. Du bist die reinste Braut des Heiligen Geistes, besitzt seine ganze Liebe, und alles, um was du ihn bittest, gewährt er dir. Ach, bitte ihn für mich, dass er mir meine vielfältige Untreue, meinen Leichtsinn und den Missbrauch seiner Gnaden verzeihe, mein Herz zerknirsche und in ihm das Feuer der göttlichen Liebe entzünde, mich stärke in allen Versuchungen, mich entflamme zu Tugendübungen und guten Werken, und mich bis ans Ende im Stand der Gnade erhalte. O Maria, liebevollste Mutter, dies hoffe ich von dir, dies erwarte ich von deiner Güte, und will dir dafür dankbar sein zeitlich und ewig. Amen.