Du siehst hier deinen im allerheiligsten Sakrament gegenwärtigen Erlöser und Gott, als hellglänzende Sonne überallhin Gnaden ausstrahlend, besonders aber auf Maria hin, zu der seine Gnade gleich einem Strom sich ergießt. Du siehst aber auch, wie Maria von dem Überfluss ihrer Gnaden uns reichlich mitteilt, indem sie die an sie gerichteten Bittschriften den Menschen voll Milde zurückgibt mit den Worten: "Eure Bitten sind genehmigt!"

 

Gebet

 

O Königin des Himmels, die du über alle Chöre der Engel erhoben bist, und Gott am nächsten thronst, ich armer Sünder grüße dich aus diesem Jammertal, und bitte dich, deine mitleidigen Augen auf mich zu richten. Bedenke, o Maria, in welchen Gefahren, den Himmel und Gott zu verlieren, meine Seele schwebt und schweben wird, so lange ich auf dieser Welt zu leben habe. Auf dich, o meine Gebieterin, habe ich alle meine Hoffnung gesetzt. Ich liebe dich, und seufze danach, dich bald im Himmel zu sehen und zu preisen. Ach, Maria, wann wird der Tag kommen, an dem ich mich gerettet zu deinen Füßen sehen werde. Wann werde ich diese Hand küssen dürfen, die mir so viele Gnaden gespendet hat. Es ist wahr, meine Mutter, ich bin die Zeit meines Lebens sehr undankbar gegen dich gewesen. Aber wenn ich in den Himmel komme, werde ich dich dort jeden Augenblick durch die ganze Ewigkeit lieben, und meinen Undank durch Lob und Dank ohne Ende ersetzen. Ich danke Gott, dass er mir ein solches Vertrauen in das Blut Jesu Christi und in deine mächtige Fürbitte verliehen hat. So viele deiner wahren Verehrer haben auf dich gehofft, und keiner von ihnen ist in seiner Hoffnung getäuscht worden. O Maria, bitte deinen Sohn Jesus, wie auch ich ihn durch die Verdienste seines Leidens bitte, dass er diese meine Hoffnung befestigen und immerfort vermehren wolle. Amen.