Dieses Bild stellt dir Maria vor mit einer Lilie in ihrer Rechten, unter ihr die Schlange, die sie mit ihrem Fuß zertritt. Die Lilie ist ein Sinnbild der Reinheit, die zertretene Schlange aber deutet an, dass Maria niemals unter der Herrschaft des Teufels stand und daher frei ist von der Makel der Erbsünde. Vor Maria siehst du unseren Heiligen Vater (damals Pius IX.) mit einer Krone in den Händen. Dadurch, dass der Heilige Vater die unbefleckte Empfängnis Mariens als Glaubenssatz aussprach, erzeigte er der seligsten Jungfrau die höchste Ehre, und setzte ihr gleichsam die Krone auf. Um dies zu veranschaulichen, schmückte er ein Bild der unbefleckten Jungfrau, das sich über dem Hauptaltar der Domherrenkapelle in Rom befindet, mit einer goldenen, von den kostbarsten Edelsteinen besetzten Krone.

 

Gebet

 

Siehe, zu deinen Füßen, o unbefleckte Jungfrau, erfreue ich mich aufs Höchste mit dir, dass du von Ewigkeit her zur Mutter des ewigen Wortes auserwählt und von der Erbsünde bewahrt worden bist. Ich danke und lobsinge der allerheiligsten Dreifaltigkeit, die dich bei deiner Empfängnis mit solchen Vorzügen bereichert hat, und flehe dich demütigst an, mir die Gnade zu erwirken, dass ich alle sündhaften Begierden, die die Erbsünde als traurige Folgen in mir zurückgelassen hat, glücklich besiege. Hilf mir sie überwinden, und mache, dass ich nie unterlasse, meinen Gott zu lieben. Amen. 

(Aus der Novene zur Vorbereitung auf das

Fest der unbefleckten Empfängnis Mariä)