Dieses Bild zeigt dir Maria mit dem Leichnam Jesu auf ihrem Schoß. Über ihr sind zwei Herzen, das Herz Jesu und das Herz Mariä, von einem Schwert durchbohrt. Unter ihr sind die heiligen Stephanus und Laurentius und andere heilige Martyrer zu sehen. Die beiden Herzen, von einem Schwert durchbohrt, sagen dir, dass Maria alle Leiden ihres liebsten Sohnes Jesus mitempfunden hat. Der Leichnam Jesu auf ihrem Schoß deutet den Höhepunkt ihres Mutterleidens an. Die heiligen Blutzeugen unter ihr lassen sie uns als die Königin der Martyrer erkennen. 

 

Gebet

 

O meine liebe Mutter Maria, Königin der Martyrer, um meines Heiles willen hast du so viele Tränen vergossen. Was würden mir aber deine Tränen nützen, wenn ich dennoch verloren ginge? Erlange mir also um der Verdienste deiner Schmerzen willen aufrichtige Reue über meine Sünden, wahre Besserung des Lebens und fortwährendes und zärtliches Mitleid mit dem Leiden Christi und mit deinen Schmerzen. Wenn du und dein Sohn, die ihr doch beide so unschuldig gewesen seid, so viel für mich gelitten habt: so macht, dass auch ich, der ich die Hölle verdient habe, aus Liebe zu euch etwas leiden kann. O meine Gebieterin, rufe ich dir zu mit dem heiligen Bonaventura, wenn ich dich beleidigt habe, so übe Gerechtigkeit und verwunde mein Herz. Wenn ich dir gedient habe, so bitte ich dich, du wollest mich zum Lohn dafür verwunden. Schimpflich erscheint es mir, meinem Herrn Jesus und dich mit ihm verwundet zu sehen, und mich zu gleicher Zeit ohne Wunden zu erblicken. Endlich bitte ich dich noch, o meine liebe Mutter, um des übergroßen Schmerzes willen, den du empfandest, als du vor deinen Augen deinen geliebten Sohn das Haupt neigen und sterben sahst: erlange mir eine glückselige Sterbestunde. O geliebte Fürsprecherin der Sünder, ich bitte dich, du wollest bei dem furchtbaren Übergang in die Ewigkeit nicht unterlassen, meiner betrübten und von Versuchungen bestürmten Seele beizustehen. Und weil mir alsdann vielleicht die Stimme fehlen wird, um deinen und deines Sohnes Namen auszusprechen, die ihr doch all meine Hoffnung seid, so rufe ich dich und deinen Sohn jetzt schon an, damit ihr mir in meinem letzten Augenblick beistehen möget, und spreche deshalb: Jesus und Maria, euch empfehle ich meine Seele. Amen. 

(Nach dem heiligen Alphons Maria von Liguori)