Du siehst hier den Herrn mit strengen Blicken, erhoben seinen Arm und im Begriff, seine strafenden Pfeile auf die Sünder herabzuschleudern. Unten erblickst du zwei Heilige, den heiligen Franziskus von Assisi und den heiligen Dominikus, die sich zu Maria wenden, bittend um Gnade für die Sünder. Du siehst schließlich, wie Maria zu Christus aufblickt, und ihn, hindeutend auf die beiden fürbittenden Heiligen, um Barmherzigkeit für die Sünder bittet. Auf dieses hin erheitert sich alsbald das Antlitz Christi, er lässt seinen Arm sinken und ist gnädig den Sündern.

 

Gebet

 

O heiligste Jungfrau und Königin des Himmels, Maria, ich, der ich einstmals ein Sklave des bösen Feindes gewesen bin, weihe mich jetzt für immer deinem Dienst, und bringe mich dir dar, um dich zu verehren und dir zu dienen die ganze Zeit meines Lebens. Nimm mich also an zu deinem Diener, und weise mich nicht zurück, wie ich es verdiente. O Meine Mutter, auf dich habe ich alle meine Hoffnung gesetzt. Ich preise Gott und sage ihm Dank, dass er mir in seiner Barmherzigkeit dieses Vertrauen auf dich verliehen hat. Es ist wahr, ich bin ehedem auf elende Weise in die Sünde gefallen. Aber ich hoffe durch die Verdienste Jesu Christi und deine Fürbitte, schon Vergebung erlangt zu haben. Doch dies genügt mir noch nicht. Ein Gedanke betrübt mich noch, o meine Mutter, und dieser ist: dass ich die Gnade von Neuem verlieren kann. Die Gefahren dauern fort, die Feinde schlafen nicht, und neue Versuchungen werden mich überfallen. Beschütze mich also, meine Gebieterin, stehe mir bei in den Angriffen der Hölle, und lass nicht zu, dass ich von Neuem Sünden begehe und deinen göttlichen Sohn Jesus beleidige. Nein, nie geschehe es, dass ich meine Seele, den Himmel und Gott neuerdings verliere. Dies ist die Gnade, o Maria, die ich wünsche, die ich verlange, die du mir erbitten musst. So hoffe ich es. Amen.