Maria schützt zwei Rosenkranzbeter bei einem Eisenbahnunglück

 

Bei Mönchenstein in der Schweiz geschah vor vielen Jahren ein schreckliches Eisenbahnunglück. In dem Zug befanden sich auch zwei Frauen aus dem Jura, die von einer Wallfahrt nach Einsiedeln zurückkamen. In Basel begannen sie gemeinsam ihren Rosenkranz zu beten. Sogleich wurden sie Gegenstand des Spottes der Reisegesellschaft, die zu einem Sängerfest fuhr. Als der Zug auf der Brücke von Mönchenstein anlangte, kam der Schaffner und forderte die Fahrkarten. Als er die zwei Frauen den Rosenkranz beten sah, stimmte er auch in das Hohnlachen der Fahrgäste ein. In demselben Augenblick brach die Brücke und alles stürzte unter furchtbaren Krachen in die Tiefe. Unter den Toten und Verwundeten, die man aus den Trümmern zog, befanden sich auch jene beiden Frauen; ihre Kleider waren zerfetzt und sie waren mit Blut überronnen; aber sie waren am Leben und ganz unverletzt. Das Blut an ihren Kleidern war von den übrigen Fahrgästen, die entweder tot oder aber schrecklich verstümmelt dalagen. Einem Mann und einer Frau, die neben den beiden betenden Frauen gesessen hatten, waren die Beine nicht bloß gebrochen, sondern ganz zerquetscht und zermalmt.

 

Die frommen Rosenkranzbeter hatten sichtlich Mariens Schutz gefunden.