Das Rosenkranzgebet hilft einer Sterbenden

 

Das Rosenkranzgebet vermittelt einem Sterbenden die hl. Sakramente

 

Ein Priester aus Franklin in Amerika erzählt in einem Missionsbericht folgendes: „Es war im Herbst 1865, als ich morgens in aller Frühe, nachdem ich wie gewöhnlich meinen Rosenkranz in der Absicht gebetet hatte, recht viele Seelen zu retten, mich zur Abhaltung des Gottesdienstes zu einer entfernten Missionsstation begab. Als ich während des erhabenen Opfers die heilige Kommunion ausgeteilt und dann Wasser und Wein genommen hatte, entdeckte ich auf dem Korporale noch eine kleine hl. Hostie, die ich mitkonsekriert, aber vorher ganz übersehen hatte. Es blieb mir nichts anderes übrig, als diese mit nach Hause zu nehmen. Zur Rückkehr wurde mir ein Wagen angeboten; ich zog es jedoch vor, den Heimweg zu Fuß, allein mit meinem Jesus, zurückzulegen und die Richtung durch einen ausgedehnten Wald zu nehmen, da man mir den Weg genau beschrieben hatte. So kam ich im Wald an einer Hütte vorbei. Vor derselben saß ein Irländer, der mich all sogleich als einen katholischen Priester erkannte. Er sprang herzu und bat mich bei ihm einzukehren und seiner schwer erkrankten Frau die heiligen Sakramente zu spenden. Ich trat ein und als mich die Frau sah, hob sie mit zitternden Händen ihren Rosenkranz in die Höhe und sagte mit matter Stimme: „Also doch nicht umsonst, mein Vertrauen ist nicht enttäuscht worden!“ Sie empfing mit rührender Andacht die heiligen Sterbesakramente und erzählte mir dann, dass sie schon seit vielen Jahren täglich den Rosenkranz gebetet habe, damit die liebe Gottesmutter ihr die Gnade erwirke, in dieser Wildnis wenigstens auf dem Totenbett doch die heiligen Sakramente zu empfangen. Sie starb dann noch an demselben Tag.“