O dunkle Krume, brich! Lieb Veilchen, spring herfür;

was ruft aus Amselmund nicht Gottes Stimm` nach dir?

 

Vom sonn`gen Duft geführt, wir dunkle Veilchen fanden -

so hat denn Finsternis das helle Licht verstanden.

 

Wie klagst, lieb Veilchen, du, ob Armut Gott erfreue?

O dein Geschrei ist Duft, und deine Not ist Bläue.

 

Du liebst des Veilchens Duft? Und blüht`s doch gar verborgen!

So heimlich weset Gott, und findst Ihn ohne Sorgen.

 

Wie du nach Veilchen gehst, mein Kind, geht Gott nach dir -

o blüh` Ihm in die Hand! Er wirbt um deine Zier.

 

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