Dein Grab, gestorbnes Kind, wes Leuchtens bleibt`s so helle?

Im welken Totenkranz, ach, blühet Immortelle.

 

Goldimmortelle, blüh! Tod ward des Throns entsetzet;

fern rauscht sein Schwingenschlag - Gott will dich unverletzet.

 

Kind, lern`s in süßer Gier, was Immortelle meinet:

Sein blühendes Genug Gott selig selbst verneinet.

 

Weil Immortelle blüht - Gott, wollest du vergeben

all Stund`, da ich`s vergaß: Ich stürbe, um zu leben?

 

Zum Kranz ich sinnend wand die goldne Immortelle -

trag`, Vöglein Ewigkeit, ihn du zur Kreuzesschwelle.

 

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