Wohl dir, mein Wandersmann, so dir`s den Schritt lässt stocken:

Weltinnig ruft dich Gott aus blühend blauen Glocken.

 

Das frömmste Glockenspiel, nicht ehern ist`s, nicht erzen -

mit Sommerblau umblüht`s den Schlag vom Gottesherzen.

 

Dein` Zartheit, Glockenblum`, mein Nahen zitternd scheute;

und doch, lieb Schwesterlein, danktest du`s mit Geläute.

 

Schwingt, Glockenblümchen, ihr zum strengen Schritt der Horen -

und in Gottseligkeit reiget er weltverloren.

 

Saht ihr am schwanken Halm die schönen Glöckchen schweben?

All Stund tönt Ewigkeit! Des solln wir furchtlos beben.

 

Was flüstert, Glockenblum`, dein Stimmlein hold erbötig?

Schönsein ist Klag` vor Gott, dass Frommersein sei nötig.

 

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