Aufsprang die Erdengruft dem Strahl der Anemonen -

gewälzet ist der Stein, dass wir im Himmel wohnen.

 

Windröschen klagen süß an offner Grabespforte:

Was sucht ihr Ihn im Fleisch, Der aufstand im Worte?

 

Du irrst nach Seiner spur, Des Gnade heuer lenzet -

anweht dich nicht Sein Saum, windröschenweiß bekränzet?

 

Windröschen blühn. Du fragst, was holder blüh` hienieden?

Dein Herze, so es spricht: Gott`s Will`, der ist mein Frieden.

 

Windröschen, mach mich fromm! Wie zag im Lenzeswehen

du blühst, so will einst ich im Wind der Gnade stehen.

 

Als wäre Blühn ein Flehn, das auch Verschmähung lohne,

da sich`s denn selbst erhört - so blühet Anemone. 

 

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