Stiegst, Sommer, du dich müd? So ruhe denn gelinde!

Den Staub vom Fuß dir küsst dein Mägdlein Ackerwinde.

 

Da Gott Sein` Stirne neigt dem Kranz der Ackerwinden -

o Sommer, gib es auf, noch Süßres zu erfinden.

 

Dein Kelchlein, Ackerwind`, was träuft es ros`ge Neige?

Gott überquillt aus dir, da dürstend ich mich beuge.

 

O Sünd, zum Staub verdammt! Gott segnet noch im Fluche:

Dich tränkt der Winde Kelch am Weg der Gnadensuche.

 

Tod wetzt sein Sichlein schon; wie balde hör` ich`s rauschen?

Lehr` du mich, Ackerwind`, mein` Angst in Blühn zu tauschen.

 

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