Die große Verheißung

 

Die größte Gnade, die dem Menschen zuteilwerden kann, ist die Gnade eines guten Todes. – Dass wir alle sterben müssen, ist gewiss. Wie wir aber sterben werden, dass weiß niemand von uns.

 

Wie viele Menschen, die im Leben große Sünder waren, haben sich noch kurz vor ihrem Tod aufrichtig und gründlich bekehrt, und sind nun gerettet für immer; während es auch Beispiele gibt, dass Christen, die lange Jahre hindurch ein frommes und erbauliches Leben geführt haben, zuletzt auf Abwege gerieten und unbußfertig starben.

 

Wie der Baum fällt, so bleibt er liegen. Von dem letzten Augenblick hängt die ganze Ewigkeit ab. Ende gut, alles gut.

 

Nun hat der göttliche Heiland den Verehrern seines heiligsten Herzens eine wirklich tröstliche Verheißung gemacht. Man nennt sie mit Recht „die große Verheißung“. Er sprach zur seligen Margareta Maria: „Im Übermaß der Barmherzigkeit Meines Herzens verspreche Ich dir, dass Seine allvermögende Liebe die Gnade eines bußfertigen Endes allen jenen verleihen werde, welche neun Monate nacheinander am ersten Freitag kommunizieren; sie werden nicht in Seiner Ungnade und nicht ohne Empfang ihrer Sakramente sterben, indem Mein göttliches Herz in diesem letzten Augenblick ihre sichere Zufluchts-Stätte sein wird.“

 

Es wird also nichts Geringeres, als die Gnade eines guten Todes, die endliche Beharrlichkeit jenen versprochen, welche neun Monate nacheinander (ohne Unterbrechung) am ersten Freitag eine würdige und andächtige Sühnungs-Kommunion empfangen. Diese neun Kommunionen sollen Sühnungskommunionen sein, wie der erste Monatsfreitag überhaupt nach der Absicht des Heilandes ein Sühnetag sein soll.