Seelenfeinde

 

Welt und Satan sind wie zwei Verbündete, die sich verschworen haben, uns zu verderben. Die Welt lockt uns mit Glanz und flimmerndem Gold und man hat Mühe, seine Augen zu hüten, damit sie nicht, von diesem Glanz geblendet, ihre Sehkraft verlieren, denn die Welt weiß, was das Gold vermag. Es ist wie eine schillernde Schlange, die uns in allen Farben lockt, so dass gar viele den Edelstein der Tugend wegwerfen, um elenden Reichtums willen. Satan aber, der weit gefährlichere Feind, sucht uns irre zu führen mit allen möglichen sinnlichen Freuden. Lässt man sich aber von ihnen betören und steigt den Gipfel verderblicher Lüste hinan, so stößt uns der schadenfrohe Feind mit grausigem Hohnlachen in die schauerlichste Tiefe hinab.

 

Die Welt hat freiwillige und unfreiwillige Sklaven, die ihr dienen. Unfreiwillige, das heißt solche, die zwar, weil sie in der Welt leben, teilweise auch mit ihren Fluten fortgerissen werden, ohne aber mit ihr eines Sinnes zu sein, diese behandeln sie mit Fußtritten und Peitschenhieben. Die freiwilligen, ihre Günstlinge dagegen, überschüttet sie mit allen Gütern, von denen viele zwar giftig sind, aber doch erwünscht werden.

 

Wir sollen die Welt zwar lieben um der Werke willen, die Gott geschaffen hat, sollen sie aber auch verachten wegen der Sünde, die sie beherrscht!