Die Mohammedaner

 

Aus: Triumph der heiligen Kirche über alle Irrlehren - Eine Geschichte der Häresien und deren Widerlegung vom heiligen Alphons Maria von Liguori

 

Von der Sekte des Muhamed

 

1. Geburt des Muhamed; Anhänger seiner falschen Religion.

2. Von seinem Alkoran, der voll Lästerungen und Abgeschmacktheit ist.

 

1. In diesem siebenten Jahrhundert entstand die gottlose Sekte des Muhamed. Da ich bereits das Geschichtliche darüber in dem Werke: Die Wahrheit des Christentums mitgeteilt, so will ich hier nur einen kurzen Abriss davon geben. Muhamed, der Stifter dieser grausamen Sekte, welche einen großen, wenn nicht den größten Teil der christlichen Welt verheert hat, wurde nach Fleury im Jahr 568 in einer angesehenen arabischen Familie geboren. Nach dem Tode seines Vaters nahm ihn einer seiner Oheime in sein Handelsgeschäft auf. In seinem achtundzwanzigsten Jahr trat er als Geschäftsführer in den Dienst einer reichen und angesehenen Witwe, namens Khadidscha, welche ihn später heiratete. Muhamed war im Heidentum erzogen, bei vorgerücktem Alter kam ihm aber der Gedanke, nicht nur selbst die Religion zu ändern, sondern die Araber, seine Landsleute, welche noch Götzendiener waren, zu dieser Änderung zu bewegen, und zwar, wie er sagt, durch die Wiederherstellung der alten Religion, welcher Adam, Abraham, Noa und die Propheten angehangen, unter denen sich auch Jesus Christus befunden. Er gab längere Zeit vor, dass er in einer Grotte des Berges Hera bei Mecca, wohin er sich oft zurückzog, vertrauliche Unterredungen mit dem Erzengel Gabriel habe. In seinem vierzigsten Jahre (608) erklärte Muhamed zum erstenmal, er sei ein von Gott begeisterter Prophet, als welchen ihn anfangs nur seine Verwandten und Untergebenen betrachteten. Hierauf begann er aber damit, öffentlich in Mecca wider den Götzendienst zu predigen. Anfangs gab ihm das Volk nur wenig Gehör; um so weniger, da er, als man von ihm verlangte, er sollte zum Zeichen seiner göttlichen Sendung ein Wunder wirken, antwortete, dass Gott ihn nur gesandt habe, die Wahrheit zu predigen, nicht aber Wunder zu wirken. Desungeachtet rühmt sich der Betrüger in seinem Koran mehrerer sehr lächerlicher Wunder; unter anderem erzählt er, dass, als ein Teil des Mondes ihm in den Ärmel gefallen, es ihm gelungen sei, ihn wieder an seine Stelle einzufügen, weshalb später das Reich des Muhamed den Halbmond als Insignie annahm. Anfangs verkündigte Muhamed, Gott habe ihm das Gebot auferlegt, niemanden zur Annahme seiner Religion zu zwingen; desungeachtet erklärte er späterhin, da er zu Mecca verfolgt ward, es sei der Wille Gottes, dass er die Ungläubigen mit Waffengewalt zur Annahme des Glaubens zwinge; worauf er immerfort Krieg führte. Es gelang dem Muhamed die Herrschaft über Mecca zu erkämpfen, wo er den Hauptsitz für seine Sekte aufschlug, da er nichts sehnlicher verlangte, als alle Araber ihm anhängen zu sehen.

 

2. Muhamed verfasste, wie man behauptet, den Koran (Alkoran heißt soviel als: Die Schrift) unter dem Beistand eines Mönches, namens Sergius. Dieser Koran ist ein Gemisch von jüdischen Gesetzesvorschriften, christlichen Lehren und andern, von Muhamed selbst erfundenen und mit vielen Fabeln und angeblichen Offenbarungen vermischten Vorschriften. Muhamed nahm die Sendung des Moses und unsers Herrn Jesu Christi an, auch ließ er einen großen Teil unsrer heiligen Schriften gelten und behauptete nur, dass sein Gesetz sowohl das jüdische als auch das christliche vervollkommne; da er doch in Wirklichkeit mehrfach von demselben abwich. Obgleich Muhamed den Glauben an einen Gott feststellte, behauptete er dennoch im Koran mehreres, was Gottes durchaus unwürdig war, vermischt mit tausend Widersprüchen, worüber man das Nähere in meinem Buch: Von der Wahrheit des Glaubens nachlesen kann. Er sagte z. B., dass ein Jude oder ein Christ selig werde, wenn er nur sein Gesetz beobachte, sollte er selbst das eine Gesetz verlassen, um das andere anzunehmen; er lehrte auch noch, dass die Ungläubigen für immer zur Hölle verdammt werden, dass aber jene, die an einen Gott glauben, nur eine Zeit lang und nicht länger als tausend Jahre in der Hölle bleiben werden, worauf alle in das Haus des Friedens, das heißt ins Paradies, eingehen. Das Paradies aber, welches Muhamed sich einbildete, war der Art, dass sogar die Tiere sich schämen würden, daselbst zu verweilen, weil dasselbe keine andern als schmutzige und sinnliche Freuden verhieß. Ich übergehe es von andern Abgeschmacktheiten des Koran zu berichten, welche man in meinem bezeichneten Büchlein erzählt findet.

3. Die Muhamedaner scheren sich bekanntermaßen das Haupt, worauf sie nur einen Büschel Haare lassen, weil sie hoffen, dass Muhamed seine Anhänger, falls dieselben in die Hölle gestürzt, daran herausziehen werde. Das Gesetz Muhameds gestattet die Vielweiberei bis auf vier Frauen; es befiehlt aber, dass man wenigstens ein Weib nehme und gestattet, sich zweimal scheiden zu lassen. Es verbietet alles Streiten über den Koran und die heiligen Schriften und dies war ein wirksames, vom Teufel erfundenes Mittel, um durch Unwissenheit so viele arme Seelen zu verderben, indem sie in ihrer Verblendung fortleben müssen. Endlich starb Muhamed im dreiundsechzigsten Lebensjahr (631), nachdem er neun Jahre regiert und beinahe ganz Arabien erobert hatte. Abu Bekr, einer der ersten Schüler des Muhamed, folgte demselben in der Herrschaft und vermehrte die bereits gemachten Eroberungen. Ihm folgten, unter dem Namen Kalifen, andere Sektenhäupter, welche das persische Reich zerstörten, und sowohl Syrien als Ägypten eroberten.

Aus:

Triumph der heiligen Kirche über alle Irrlehren

hl. Alphons Maria von Liguori

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