Der Lügner von Anbeginn

 

Ein Kampf regt sich im Land. Nicht etwa ein Kampf mit der Faust oder der Waffe, nicht Mensch gegen Mensch wie im Krieg, sondern als ein drohendes Ungeheuer wütet der Gegner in allen Kreisen der Gesellschaft und sein vergifteter Atem betäubt, lähmt und zerstört. Gegen den katholischen Glauben geht es. Diesen Glauben herabzusetzen und zu verhöhnen, das ist die Absicht jener unbesonnenen Menschen, die sich abgewendet haben von der katholischen Weltanschauung, die die Frömmigkeit bekämpfen, die Heiligtümer des christlichen Glaubens belächeln und verleugnen. Die Gottesleugner, die von einer Evolution reden, aus der alles zufällig und aus sich selbst entstanden ist, die selbst noch kein Gräslein erschaffen haben, die im großen Weltall den Schöpfer nicht erkennen und seine ewigen Gesetze, die keinem Gebilde ein Fünkchen Leben einhauchen können, die haben den traurigen Mut, die Gegenwart Gottes in Abrede zu stellen, weil das Gewissen in ihnen erstorben ist und es so bequem ist, eine Strafe Gottes für bloße Einbildung zu halten.

 

Und wenn wir überlegen, welche Mittel der Unglaube anwendet, um sein Ziel zu erreichen, erkennen wir: er vergiftet die Herzen langsam und allmählich durch seine erbärmlichen, verlogenen, Herz und Seele vergiftenden Medien. Christen sollten diesen Feind des Glaubens aus ihren Wohnungen werfen, diesen „Lügner von Anbeginn“ (Johannes 8,44), der in papiernes oder digitales Gewand gehüllt in Zeichen zu euch spricht. Wie der Rost zehrt diese Presse am eigentlich eisernen Herzen, langsam, verderbenbringend, aber sicher.

 

Dem Dieb, der eurem Haus ein Stückchen leicht entbehrlichen Gutes wegstehlen könnte, dem verschließt ihr die Tür, verriegelt und verrammelt die Wohnung, aber diesem erbärmlichen Einschleichern, die eure Seele rauben wollen, haltet ihr den Eingang offen. Ja, ihr opfert Geld, ihr unterstützt die verräterischen Medien, die euch gefangen nehmen mit hellleuchtenden Erzählungen, mit Sinneskitzel und euch dorthin führen, wo die Verlogenheit und Niedertracht sich an Christi heilige Kirche wagt.

 

Haltet um Gotteswillen die Tür zu vor solchen Gästen, die da rühren an eurem größten Heiligtum, an eurem herrlichsten Besitz, an dem Glauben an Gott und seine heilige Kirche.

 

Die Medien, die alles wirklich Christliche hassen, sind die Hauptwaffe dieses meist stillen Kampfes.

 

Und die Abwehr ist nicht dadurch erreicht, dass die gläubigen Katholiken die Hände in den Schoß legen und dulden und aushalten und tragen.

 

Mit gleichen Waffen müssen die Christen ihren Gegnern entgegentreten. Wenn aber diese Waffen möglichst kräftig benützt werden sollen, dann sollten die glaubenstreuen Christen die eigene Presse und die eigenen Medien kräftig unterstützen. Die antichristlichen Parteien und Vereine und Verbände geben mit vollen Händen, um ihre Medien unüberwindlich zu gestalten (vom unverschämten Zwangsbeitrag für die öffentlich/rechtlichen Medien einmal ganz abgesehen), und versuchen alles zu verdächtigen und zu verkleinern, was ihnen entgegen ist.

 

Während den Gegnern kein Geldopfer zu groß ist, ihre Medien, die wertvollste Waffe im Kampf, auszustatten, leben die guten katholischen Medien nur von Brosamen. Diese sollten wir also unterstützen, denn die katholische Religion, der Glaube und das Gewissen sind die fast einzige Gewährleister für Ruhe und Ordnung und gutes Verhalten in der Gesellschaft, also die wahren Stützen für die Regierenden.

 

Wer an keinen Gott glaubt, glaubt auch sonst an keine Autorität. Er stellt sich egoistisch über das Gesetz und das Ziel, zu dem er gelangen will, ist die Anarchie, die Revolution und die Erschütterung der allgemeinen Ordnung.

 

Dieser Kampf, liebe Christen, ist deshalb zugleich auch ein Kampf um die eigene Existenz. Katholiken sollten sich zusammenschließen und zusammenhalten, sie sollten mutige Bekenner sein, treue Kämpfer dem Heiligen Vater, dem Nachfolger Petri, damit wir Sieger werden im Kampf zum Heil und zur Rettung unserer Seele und zur Ehre Gottes.