Das Friedenswerk des Papstes

 

 

(Aus der Weihnachtsbotschaft Papst Pius´ XII. vom 23.12.1950)

 

Durchforscht die stürmischen zwölf Jahre Unseres Pontifikats, prüft jedes über Unsere Lippen gekommene Wort, jeden von Unserer Feder geschriebenen Satz – ihr werdet dort nichts finden als Aufforderungen zum Frieden.

 

Erinnert euch im Besonderen des unheilvollen August 1939, als Wir, während die Angst vor einem blutigen Weltkonflikt immer beklemmender wurde, von den Ufern des Albanersees Unsere Stimme erhoben und im Namen Gottes Regierende und Völker beschworen, ihre Zwistigkeiten in gemeinsamer und ehrlicher Verständigung beizulegen. Nichts ist verloren mit dem Frieden – riefen Wir aus –, alles kann mit dem Krieg verloren sein.

 

Versucht das alles unbefangen und geraden Sinnes zu erwägen, und ihr werdet anerkennen müssen: Wenn es in dieser von widerstreitenden Interessen zerrissenen Welt noch einen sicheren Hafen gibt, wo die Friedenstaube ruhig ihren Fuß aufsetzen kann, so ist es hier, auf diesem vom Blut des Apostels und der Märtyrer geweihten Boden, wo der Statthalter Christi keine heiligere Pflicht und willkommenere Sendung kennt als die, unermüdlicher Vorkämpfer für den Frieden zu sein.

 

Das sind Wir in der Vergangenheit gewesen. Das werden Wir in Zukunft sein, solange es dem göttlichen Stifter der Kirche gefällt, auf Unseren schwachen Schultern die Würde und Last des Obersten Hirten zu belassen.