Archiv - Artikel Startseite - Januar - 2016

17.3.2017

Die erste Eifersuchtsszene

 

 

 

Adam verabschiedet sich von Eva und sagt, er gehe auf die Jagd. Tags darauf kehrt er ohne eine Spur von Beute zurück.

 

„du wirst mir doch nicht weismachen wollen, dass du auf der Jagd warst! Also, wo warst du?“

 

„Aber ich bitte dich, meine Liebe, wo soll ich sonst gewesen sein? Du weißt doch ganz genau, dass du die einzige Frau auf Erden bist!“

 

Eva verzichtet auf eine Antwort. Doch in der Nacht, sobald Adam eingeschlafen ist, zählt sie heimlich seine Rippen.

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16.3.2017

Die religiöse Ausbildung der Kinder

 

Es ist sicher allgemeine Überzeugung, dass es im Menschen eine religiöse Anlage gibt, dass diese Anlage sich auch schon im Kind von allein meldet und ihre Ausbildung und Erfüllung findet am Mitleben mit der dem Kind begegnenden Religion. Im frühen Kindesalter wird das Verhältnis des Menschen zur Religion grundgelegt, im Reifealter fällt die Entscheidung über Glauben oder Unglauben, im jungen Erwachsenenalter bildet sich eine umfassende Weltanschauung. Der junge Mensch muss somit gelebte Religion um sich sehen. Für die erwachsenen Christen ergibt sich daraus die Größe ihrer Verantwortung. Daher mag sich jeder immer wieder fragen: Habe ich durch meine persönliche Haltung Tag für Tag den jungen Leuten meiner Umgebung bewiesen, dass ich selbst an Gott glaube und dass ich mich in allem nach Gott richte?

(Aus: „Passauer Bistumsblatt“, 25. Januar 1948)

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7.3.2017

Bescheidenheit

 

Duval, der berühmte Bibliothekar Franz I. von Frankreich, beantwortete einst mehrere an ihn gestellte wissenschaftliche Fragen einfach mit: „Ich weiß es nicht!“ „Aber“, rief ihm einer der Fragenden zu, „der König bezahlt Sie ja dafür, dass Sie es wissen sollen!“ Bescheiden und ruhig antwortete der Gelehrte: „Der König bezahlt mich für das, was ich weiß. Wollte er mich bezahlen für das, was ich nicht weiß, so würden alle Schätze seines Landes dazu nicht hinreichen.“ Die größte Weisheit ist ja: „Ich weiß, dass ich nichts weiß!“

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6.3.2017

 

 

Ein Gottesgericht aus alter Zeit

 

Der heilige Narziss, Bischof von Jerusalem (+ 29.10.212), wurde von drei Bösewichtern, die er ob ihres gottlosen, lasterhaften Lebenswandels öfters zur Besserung ermahnt hatte, aus Rache eines schändlichen Verbrechens angeklagt. Der Richter wollte ihrer Aussage keinen Glauben beimessen. Sie aber bekräftigten ihre Aussage mit einem Eidschwur und mit schrecklichen Verwünschungen gegen sich selbst. Der Eine sagte: „Das Feuer soll mich verzehren, wenn ich falsch schwöre!“ Der Zweite sprach: „Ich will am ganzen Leib aussätzig werden, wenn meine Aussage erlogen ist!“ Der Dritte rief: „Ich will erblinden, wenn meine Behauptung unwahr ist!“ Und was sie zur Bekräftigung ihres falschen Eides gewünscht hatten, ging an ihnen in Erfüllung. – Der Erste verbrannte mit seiner ganzen Familie im eigenen Haus, in dem zur Nachtzeit Feuer ausgebrochen war, und der Zweite wurde am ganzen Leib mit Geschwüren bedeckt. Als der Dritte dieses Strafgericht Gottes sah, ging er in sich und beweinte seinen falschen Eid so lange und bitterlich, bis er erblindete.

2.3.2017

 

„Der Engel des Herrn.“

 

Zu den Blutzeugen, die unter der Regierung der grausamen Elisabeth von England ihres katholischen Glaubens wegen hingerichtet wurden, gehört auch John Post aus Pereth in der Grafschaft Cumberland.

 

Er war ein kindlicher Verehrer der Gottesmutter. Einen glänzenden Beweis davon gab er noch sterbend den Feinden der Kirche. Als er am Galgen angelangt war, kniete er auf der untersten Stufe der Treppe nieder und betete laut den englischen Gruß: „Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft und sie empfing vom Heiligen Geist. – Gegrüßet seist du, Maria . . .“

 

Dann stieg er auf die zweite Stufe, kniete abermals nieder und betete: „Siehe, ich bin eine Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Wort“ – mit dem zweiten Ave Maria.

 

Endlich betrat er die dritte und letzte Stufe des Galgens und betete kniend: „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt“ – und das dritte Ave.

 

Dann überließ er sich dem Scharfrichter, um als Blutzeuge für den katholischen Glauben und die katholische Marienverehrung zu sterben. –

 

Wir alle sind schließlich zum Tode Verurteilte. Jeden Tag kommen wir um drei Stufen dem Tod näher, um einen Morgen, um einen Mittag und einen Abend. Machen wir es doch wie jener Märtyrer Englands. Beten wir auf jeder dieser Stufen zum Tod den englischen Gruß; beten wir ihn gewissenhaft am Morgen, am Mittag und Abend! Halten wir Treue der Mutter Gottes – auch im Angelus Gebet!

 

Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,

und sie empfing vom Heiligen Geist.

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Maria sprach: siehe, ich bin die Magd des Herrn;

Mir geschehe nach deinem Wort.

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Und das Wort ist Fleisch geworden

und hat unter uns gewohnt.

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Bitte für uns, heilige Gottesmutter,

dass wir würdig werden der Verheißungen Christi.

Lasset uns beten. – Allmächtiger Gott, gieße deine Gnade in unsere Herzen ein. Durch die Botschaft des Engels haben wir die Menschwerdung Christi, deines Sohnes, erkannt. Lass uns durch sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung gelangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Amen.

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21. Februar 2017

 

Kreuzfrevel

 

In Nordamerika hatten sich im Jahr 1853 einige deutsche Freidenker zusammengestellt und beschlossen, im fernen Westen eine Stadt zu gründen, in der jeder Deutsche, mit Ausnahme von Priestern und Advokaten, sich niederlassen dürfe. Man gab dem neuen Städtchen den Namen Neu-Ulm. Zehn Jahre lang hatten die Bewohner jeden Priester ferngehalten und so war der Ort ein Sammelplatz der Freidenker geworden. Die Gottlosigkeit war entsetzlich und jedes Jahr wurden dort spöttische Umzüge gehalten, in denen man die katholische Kirche, Priester, Mönche, Nonnen und den Papst verhöhnte. 1862 hatte man sich so weit vergessen, dass man bei einem solchen Umzug ein Kruzifix öffentlich herumtrug und dann unter teuflischen Zeremonien verbrannte. Der Bürgermeister sagte dabei: „Der verbrannte Gott der Pfaffen möge Neu-Ulm nur auch verbrennen, wenn er könne.“ Und er konnte und tat es auch. Noch im selben Jahr brach ein Indianeraufstand aus. Neu-Ulm wurde von den Indianern eingenommen, die Leute in die Häuser getrieben und verbrannt und der Bürgermeister, der das Kreuz getragen hatte, ins Feuer geworfen und an einem Pfahl lebendig verbrannt. Der „Gott der Pfaffen“ hat es gekonnt und auch schrecklich getan.

21. Februar 2017

 

Zum Thema Mainstream, Zeitgeist, Trump etc.

und zu den Kommentaren unserer peinlichen öffentlich-rechtlichen Medien:

 

"Mit der Menge muss man eilen,

Mit den Wölfen muss man heulen,

Wer auf eig`nen Fuß sich stellt,

Steht vereinzelt in der Welt;

Eig`ne Überzeugung haben,

Heißt sein Anseh`n untergraben.

Anerkennung, Lob und Ehre

Fanden sonst nur Charaktere,

Heut` wird alles dies geweiht

Schaler Grundsatzlosigkeit.

Wer wie`s Schilfrohr sich kann drehen,

Wird vorm Zeitgeist wohl bestehen."

 

(Fr. Tschulik, Trautenauer Bote vom 25. August 1906)

12. Februar 2017

 

Der Vogel Kalander

 

Die Dichter des Mittelalters berichten oft von einem Vogel, der Ähnlichkeit mit den Lerchen, Drosseln, Nachtigallen usw. haben soll und von ihnen Kalander genannt wird. Von diesem Vogel sagt die mittelalterliche Legende, er sei ganz weiß und habe nichts, gar nichts Schwarzes an sich. Wenn der Vogel aber vor einem Kranken stehe und den Kopf dem Kranken zugewendet halte, so genese er, habe er aber den Kopf vom Kranken abgewandt, so sterbe er.

 

Dieser sagenhafte Vogel Kalander war nun ein Sinnbild des göttlichen Antlitzes. Wir beten so oft in den Psalmen, Gott möge uns sein Antlitz zuwenden, auf dass wir gerettet würden, er möge uns nicht verwerfen vor seinem Angesicht, möge sein Antlitz leuchten lassen über uns und uns segnen, möge sein Angesicht wegwenden von unsern Sünden. Und deshalb mahnen wir auch Gott: „Es ist auf uns gezeichnet das Licht deines Antlitzes, o Herr.“ Dazu machen die heiligen Väter, so Ambrosius Hilarius und andere ihre treffenden Bemerkungen: „Darin liegt“, sagt St. Ambrosius, „unser Heil, dass uns Gott anblickt, und in seinem Antlitz ist unsere Hilfe. Denn die, die Gott anblickt, erleuchtet er. Im Antlitz Gottes ist Liebe und Verzeihung.“ „Gottes Augen blicken verachtend herab auf den Stolzen. Und von allen, die in der Sünde verharren, ist Gottes Antlitz abgewendet.“ „Und darin besteht die letzte Strafe, dass Gott dem Menschen das Schauen seines Antlitzes entzieht.“

 

Was der Tod des Leibes für den Körper ist, das ist der geistige Tod für die Seele. Da müssen wir uns nun erforschen, wie es mit uns steht. Einen solchen wunderbaren Kalandervogel haben wir nun freilich nicht: aber unser Gewissen sagt uns, erleuchtet durch das Licht der göttlichen Gegenwart, ob Gott uns sein Antlitz zuwendet oder es von uns abwendet. Wer bewusst im Stand der Todsünde ist, von dem ist Gottes Antlitz abgewendet. Darüber kann kein Zweifel sein. Gottes Augen ruhen nur auf dem Gerechten voll Liebe und Barmherzigkeit, Güte und Freundlichkeit.

 

Einst wird kommen der Tag, wo alle Christi, des menschgewordenen Sohnes Antlitz sehen werden, wenn er auf den Wolken des Himmels erscheinen wird im Lichtglanz der Heiligen, zu richten die Lebenden und die Toten und die Welt durch das Feuer.

 

Meine persönlichen Gebetsanregungen:

 

Lasset uns beten drei Ave-Maria, um durch die Fürbitte Mariä Hilfe für die nordkoreanischen Menschen zu erlangen.

Zusatz: . . . Jesus, der die Menschen Nordkoreas von allem Bösen und aller Not erlösen möge.

 

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Lasset uns beten drei Ave-Maria, um durch die Fürbitte Mariä Hilfe für die Rückkehr der Protestanten zur katholischen Kirche zu erlangen.

Zusatz: . . . Jesus, der die Menschen aus den protestantischen kirchlichen Gemeinschaften zur katholischen Kirche

heimführen möge.

 

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Lasset uns beten drei Ave-Maria, um durch die Fürbitte Mariä mehr Liebe und Ehrfurcht dem Kreuz Christi gegenüber zu erlangen.

Zusatz: . . . Jesus, der unsere deutschen Bischöfe im Glauben stärken wolle, damit wir, Hirten und Herde, dereinst den Lohn des Himmels erlangen.

 

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4. Dezember 2016

 

Noch zu Lebzeiten heiliggesprochen

 

Eine Frage, die die meisten Leute in Erstaunen setzt und verwirrt, wurde einmal im irischen Radio gestellt: „Wer war der einzige Heilige, der bereits zu Lebzeiten heilig gesprochen wurde?“ Niemand konnte hierauf eine richtige Antwort geben. Wir Zuhörer fragten uns, ob die Antwort nicht die sein würde, dass irgendeine große Seele schon in diesem Leben einen solchen Ruf von Heiligkeit besaß, dass sie vom Volk ein Heiliger genannt wurde. Aber dies konnte schließlich auf eine ganze Reihe von Heiligen zutreffen.

Als aber die Antwort erteilt wurde, stellte es sich heraus, dass hinter dieser Frage keine Geschichtsverdrehung und auch kein Trick steckte. Die Antwort ist einfach die: der gute Schächer.

 

Aus: „Glasgow Observer and Scottish Catholic Herald“

28.11.2016

 

Sie werden nicht klüger . . .

 

Wollte ein großer Staat nur die Hälfte seines Kriegsbrennholzes zum Bauholz des Friedens verbrauchen, wollte er nur halb so viel Kosten aufwenden, um Menschen als um Unmenschen zu bilden, und halb soviel, sich zu entwickeln, als zu verwickeln, wie ständen die Völker ganz anders und stärker da.

Jean Paul

13. November 2016

 

Allerseelen-Ablass

 

Vom 1. bis 8. November kann täglich einmal ein vollkommener Ablass für die Verstorbenen gewonnen werden. Neben den üblichen Voraussetzungen (Beichte, Abkehr von jeder Sünde, Kommunionempfang und das Gebet nach Meinung des Heiligen Vaters, Friedhofsbesuch) sind erforderlich: Am Allerseelentag: Besuch einer katholischen Kirche oder Kapelle, Vaterunser und Glaubensbekenntnis oder vom 1. bis 8. November: Friedhofsbesuch und Gebet für die Verstorbenen. Fehlt die volle Disposition oder bleibt eine der Bedingungen unerfüllt, erlangt man einen Teilablass für die Verstorbenen. Ein Teilablass kann an diesen und auch an den übrigen Tagen des Jahres durch Friedhofsbesuch oder die Laudes oder Vesper aus dem Stundenbuch für die Verstorbenen bzw. durch das „Requiem aetérnam“ wiederholt gewonnen werden.

1. September 2016

 

Die Gottesmutter zählt sie

 

Zu Fuß kamen Pilger aus dem fernen Marseille nach La Salette. Unter ihnen befand sich ein 74jähriger Greis.

 

„Wieviele Kilometer haben Sie von Marseille an zurückgelegt?“, fragte man ihn. In seinem klingenden Marseiller Dialekt, in dem auch die Liebe seines Herzens zur Gottesmutter mitschwang, antwortete er:

 

„O, ich habe sie nicht gezählt. Aber die Gottesmutter zählt sie.“

1. September 2016

 

Die verzeihende Güte hat ihren Grund

 

In einem norwegischen Buch las ich eine ergreifende Geschichte: Ein alter Edelmann von hohen menschlichen Eigenschaften liegt auf seinem letzten Lager. Seine Familie hatte ihm übel mitgespielt. An schweren Enttäuschungen hatte es nicht gefehlt. Dennoch ist der Sterbende ganz ohne Groll und von großer, verzeihender Güte. Seine Frau bricht in die reuigen Worte aus: „Was dachtest du, als wir dich so elend hintergangen und verraten hatten?“ Sanft erwiderte der Sterbende, ihr Haar streichelnd: „Ich dachte daran, wie oft ich Christus verraten habe.“

28. August 2016

 

Wo Jesus ist

 

Ein protestantischer englischer Prediger, den es mächtig zur katholischen Kirche hindrängte, kam einmal nach London, begleitet von seinem fünfjährigen Töchterlein. Sie begaben sich in eine katholische Kirche und der Blick des Kindes wurde vom Ewigen Licht angezogen, das vor dem Altar brannte. „Vater, was soll diese Lampe da“, fragte das Kind. „Das soll bedeuten, mein Kind, dass Jesus in dieser Kirche ist, und zwar hinter der kleinen, goldenen Tür, die du auf dem Altar siehst.“ „Vater, ich möchte so gerne Jesus sehen“, bat das Kind. „Aber die Tür ist ja geschlossen, mein Kind“, sagte der Vater, „zudem ist er auch verborgen unter einem Kleid und du würdest ihn doch nicht sehen.“ Doch das Kind wiederholte: „Ich möchte so gern Jesus sehen!“ Darauf gingen sie in eine protestantische Kirche. Dort gab es weder Lampe noch Tabernakel. „Aber Vater, warum ist denn hier keine Lampe?“ „Weil Jesus nicht da ist, mein Kind!“ Das Kind öffnete erst ganz verwundert seine großen, unschuldigen Augen, dann war es still und in sich gekehrt. Von da an wollte es nur mehr in die katholische Kirche gehen, „wo Jesus ist“, und selbst der protestantische Vater konnte es nicht mehr in seine Kirche zum Gottesdienst bringen. „Ich will dahin gehen, wo Jesus ist“, sagte es immer, „hier ist er nicht“. Auf den Vater machte das einen fürchterlichen Eindruck, er wurde erschüttert. Er begann mit seinem Kind zu fühlen, dass es nur dort gut sein könne, wo Jesus ist. Doch er musste abschwören und verlor dadurch seine Stelle, das war sehr hart, denn er verlor einen Gehalt von 2000 Mark, von dem er und seine Familie lebte. Und er brachte dieses Opfer und seine Frau mit ihm. Sie sagten mit ihrem Kind: „Ich will dahin gehen, wo Jesus ist“, suchten sich eine Anstellung und fanden sie auch, die sie reichlich ernährte.

„Ave Maria“, Februar 1911

27. August 2016

 

Das Gebet hat einen langen Arm

 

Als im Jahr 1837 der edle Bekenner-Bischof Klemens August von Köln auf der Festung Minden gefangen saß, besuchte ihn eines Tages ein Freund, der furchtsam, wie er war, dem Erzbischof die Bemerkung machte, er fürchte für die Sache der Kirche in Deutschland einen schlimmen Ausgang. Der Erzbischof kannte sich aber besser aus in der göttlichen Weltregierung als der zaghafte Mann und erwiderte ihm: „Sei ohne Sorge, das Gebet hat einen langen Arm!“ Er wollte sagen: wegen dieser über Deutschland hereinbrechender Stürme brauche der Kirche nicht bange zu werden; denn dadurch würden die Katholiken aufgerüttelt, lernten wieder beten, und das Gebet reiche hinauf bis zur Allmacht und Güte Gottes, die alles vermag.

27. August 2016

 

Es gibt einen Gott

 

Der Gottesleugner Whytney in Amerika hat ein sehr auffälliges Ende genommen und sein Tod bestätigte die Wahrheit: „Gott lässt seiner nicht spotten.“ Das liberale Weltblatt „New York Herald“ brachte im Dezember 1904 nachstehenden Bericht:

 

Whytney befand sich in der Stadt Baltimore im Wirtshaus in Gesellschaft von mehreren Freunden und Kameraden. Das Gespräch kam auch auf religiöse Dinge und im Besonderen auf die Frage, ob es einen Gott gebe. Während die ganze Gesellschaft ihren Glauben an das Dasein Gottes einmütig bekannte, leugnete Whytney diese Fundamentallehre des Christentums und fügte seinen Worten noch folgende Gotteslästerung bei: „Der Beweis, dass es keinen Gott gibt, besteht darin, dass ich diesen sogenannten Allmächtigen jetzt auffordere, mich auf der Stelle zu töten. Das wird er aber hübsch bleiben lassen, weil er eben nicht besteht.“ Und was geschah? Kaum hatte der Gottesleugner diese gotteslästerliche Rede gesprochen, als er sofort tot niederfällt. Die Versuche seiner Freunde, ihn wieder zum Leben zurückzurufen, waren umsonst, er war und blieb tot! Das Ereignis machte in der ganzen Stadt einen ungeheuren Eindruck.

6. August 2016

 

Ein britischer Minister zum „Vater unser“

 

Aus „The Tablet“, London, 17. Januar 1948

 

Sir Stafford Cripps erklärte auf der Tagung des Evangelischen Weltbundes:

 

„Jeder in diesem Saal hat gelehrt erhalten zu beten: „Zu uns komme dein Reich“. Wenn wir einen Mann auf der Straße fluchen hören, verurteilen wir dies und erklären, er führe den Namen Gottes vergebens. Aber es gibt eine zehnmal schlimmere Art, den Namen Gottes vergebens zu führen. Dies ist der Fall, wenn wir Gott um etwas bitten, was wir gar nicht wollen! Ein solches Gebet liebt der Herr nicht. Wenn ihr etwas nicht wollt, dann bittet auch nicht darum! Wenn ihr Sein Reich nicht wollt, dann betet auch nicht darum! Aber wenn ihr es wollt, dann müsst ihr mehr tun als nur darum beten; ihr müsst dafür arbeiten. Unser Leben wäre in der Tat düster und ziellos, wenn wir denken müssten, dass das Ende von allem in unserem Leben das wäre, Besitz anzuhäufen und dann zu sterben, um diesen Besitz anderen zu ihrer Freude zu hinterlassen. Unser christlicher Glaube ist es, der unser Leben erst lebenswert macht, aber nur, wenn wir einen absoluten Glauben haben. Dieser Glaube ist entweder alles oder nichts. Wenn wir uns an die göttliche Wahrheit halten, dann muss sie unser ganzes Leben regieren und lenken. Glauben wir aber nicht daran, dann ist alles nur eine Täuschung. Glaube ohne Werke ist das gleiche wie eine Glaubensverleugnung. Gebet ohne entsprechendes Handeln ist eine Beleidigung Gottes.“

3. August 2016

 

"Jede Reformation, die nicht aufmerksam darauf achtet, dass das zu Reformierende im Grunde jeder Einzelne ist, ist Sinnenbetrug."

 

Kierkegaard

3. August 2016

 

Das gilt auch heute noch!

 

„Wer Korn, Fleisch und Wein aufkauft, um deren Preis in die Höhe zu treiben und auf Kosten anderer Geld zu erbeuten, ist nach den Satzungen des kirchlichen Rechtes ein gemeiner Verbrecher. In einem guten Gemeinwesen muss der willkürlichen Verteuerung der für Nahrung und Kleidung unentbehrlichen Dinge entschieden vorgebeugt werden; in Zeiten der Not kann man Kaufleute, die solche Waren besitzen, zwingen, dieselben zu einem gerechten Preis zu verkaufen. Denn in jedem Gemeinwesen kommt es vor allem darauf an, wie die Kirchenväter lehren, und schon die Natur der Sache verlangt, dass für die Gesamtheit der Angehörigen gesorgt werde, nicht dass eine kleine Anzahl sich zum Nachteil und Verderben der großen Menge ungebührlich bereichere und mit ihrem Reichtum schmarotze und buhle.“

 

So schrieb der berühmte Benediktinerabt Johann Trithemius von Sponheim schon vor über 500 Jahren. Der Abt lebte von 1462 bis 1516.

3. August 2016

 

Ein nützlicher Zeitvertreib

 

Sprichwörter sind nicht immer "Wahrwörter". Es gibt Sprichwörter, die oft missdeutet und missbraucht werden und so zu falschen Sprichwörtern werden. Denken wir einmal darüber nach, welche falschen Deutungen bei den folgenden Sprichwörtern gebraucht werden. Das ist so interessant wie das Lösen eines Rätsels, nur das es nützlicher ist:

 

  1. Einmal ist keinmal.

  2. Man ist nur einmal jung.

  3. Man lebt nur einmal auf der Welt.

  4. Selber essen macht fett.

  5. Jeder ist sich selbst der Nächste.

  6. Gedanken sind zollfrei.

  7. Was mich nicht brennt, das blas` ich nicht.

  8. Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.

  9. Es hat jeder Mensch seine Fehler.

10. Andere machen es auch so.

11. Wer unter den Wölfen ist, muss mit ihnen heulen.

12. Jugend muss sich austoben.

13. Jugend hat keine Tugend.

14. Rom ist auch nicht an einem Tage erbaut worden.

15. Morgen ist auch noch ein Tag.

16. Kommt Zeit, kommt Rat.

17. Ende gut, alles gut.

 

Vielleicht weißt Du noch andere Sprichwörter, und Redensarten, die oft missbraucht werden?

3. August 2016

 

Der Schriftsteller Friedrich Leopold Graf zu Stolberg berichtet Folgendes:

Ich las in diesen Tagen, was ein 19jähriger Schäferknabe, der in menschlichen Dingen ungelehrt, in göttlichen aber erleuchtet war, einem frommen Priester sagte:

 

Gott fordert nur drei Dinge von uns, nämlich dass wir die Ewigkeit der Zeit, die Vernunft den Sinnen und den Schöpfer den Geschöpfen vorziehen.

27. Mai 2016

 

100. Katholikentag in Leipzig

 

Die Marienweihe des Deutschen Volkes auf dem Fuldaer Katholikentag 1954 ist bis heute noch nicht viel mehr als ein Versprechen, und es wäre folgerichtig und wünschenswert, wenn auf dem Leipziger Katholikentag, dem Hundertsten, in dieser Richtung eine Verlebendigung und Vertiefung einsetzte. Der Katholikentag soll und will sich gewiss nicht erschöpfen in einer äußeren Schau der Kirche mit ihren verschiedenen Einrichtungen und Leistungen, sondern will vorstoßen in ihr Geheimnis und daraus fruchtbar werden; und hier treffen wir mit der neuesten und ältesten Theologie auf - MARIA.

Möge der Katholikentag ein "Zeichen unter den Völkern" werden durch seine imposante Schau, möge er aber auch, und das ist das Dringlichere, den deutschen Katholizismus tiefer in das Wesensgeheimnis der Kirche führen und jene mütterliche Kraft in ihnen wecken, woran man die Jüngerinnen und Jünger Christi erkennt:

Die Liebe, die NIEMAND ausschließt !

24. Mai 2016

 

Dankbar an die Quelle denken !

 

Mir als Chinesen ist es unmöglich, Christus anzubeten, ohne seine Mutter zu ehren. Ein chinesisches Sprichwort sagt: "Eine Mutter wird geehrt wegen ihres Sohnes; ein Sohn wird geehrt wegen seiner Mutter". So sind Mutter und Sohn unzertrennlich. Den Sohn zu ehren und gleichzeitig die Mutter zu verunglimpfen, ist der Höhepunkt der Torheit und Barbarei.

 

So sagt uns Jesus: "Den Baum erkennt man an seinen Früchten". Da nun Jesus die Frucht ihres Schoßes ist, ist es leicht, auf die Tugend unserer Mutter zu schließen, würde der Chinese sagen. Denn wir haben ein Sprichwort, das charakteristisch ist für unsere Lebensphilosophie. Es lautet: "Wenn du Wasser trinkst, musst du dankbar an die Quelle denken!"

 

Die heilige Dreifaltigkeit ist die Quelle von allem. In der Menschwerdung stieg das Wort herab, um aus einer menschlichen Quelle, der allerseligsten Jungfrau, zu fließen. Wenn Jesus unser Erlöser ist, wie dankbar sollten wir da derjenigen sein, die ihn geboren hat.

 

Dr. John Wu, ehem. Gesandter Chinas beim Heiligen Stuhl

24. Mai 2016

 

Wenn man nach außen

den Menschen misst,

ich weiß es von mir,

wie falsch es ist.

 

Da scheint oft arm,

was innen reich.

Da scheint oft hart,

was innen weich.

Da scheint oft eng,

was innen weit.

Da scheint oft Lust,

was innen Leid.

Da scheint oft schwarz,

was innen Licht.

 

Drum: Richte nicht !

10. Mai 2016

 

Sechs Stücke vom guten Sterben

 

Die soll der Mensch sich alle Tage vornehmen, bis dass er wohl zu sterben gelernt hat:

 

1. Das erste ist, dass der Mensch sich soll kehren zu Gott mit einer wahren ganzen Reue und dem Vorsatz, dass er eine Todsünde nimmermehr tun will.

 

2. Das andere: es soll sich der Mensch von allen zeitlichen Dingen abwenden und soll sich kehren zum ganzen himmlischen Hof der Engel und Heiligen, sie zu bitten, dass sie ihm ein Geleit seien von diesem vergänglichen in das ewige Leben.

 

3. Das dritte ist: er soll sich kehren zu den heiligen Wunden unseres lieben Herrn und dahinein seine Zuflucht nehmen.

 

4. Das vierte ist, dass sich der Mensch opfern soll als ein lebendiges Opfer unserem lieben Herrn, sich ergeben in das Leiden und den Tod, aus Dank, für Jesu Tod aus der Begier, bei Christus zu sein.

 

5. Das fünfte ist: der Mensch soll lang im voraus wünschen und Begehren, dass all sein Todesweh fruchtbar und geheiligt werde im Leiden und Sterben unseres lieben Herrn.

 

6. Das sechste ist: so der Mensch sterben soll, soll er sich gründlich und fest senken in den christlichen Glauben und darin bleiben und soll sich dann Gott gänzlich lassen, in Seinen Willen, mit ganzem festem Vertrauen, dass Er ihn nicht lassen wolle, und sich Ihm ganz befehlen in allen Dingen.

10. Mai 2016

 

Eine Umwandlung der Herzen haben wir uns zum Ziel gesetzt,

 

ohne Feldgeschrei, ohne Waffengetöse,

ohne Worte des Zorns und der Drohung,

ohne Prahlen mit Macht und Sicherheit.

 

Ich fühle mich im Gewissen verpflichtet, unseren Gegnern öffentlich diese Antwort zu geben, da sie in der Tätigkeit der Katholiken immer einen Anschlag auf die öffentlichen Einrichtungen sehen und sie vor dem Volk als Störer der öffentlichen Ordnung brandmarken.

Papst Pius X.

23. März 2016

 

Das ist so des Menschen Art: wenn ihm aller Ausweg abgeschnitten ist, wenn nichts mehr verfangen will aus eigenen Kräften, dann erst, aber leider auch dann erst, beginnt er den rechten Helfer, Gott, zu suchen.

Adolf Kolping

25. Januar 2016

 

Die Sprache der Dome

 

Als Heine vor dem alten, wunderbaren gotischen Dom von Antwerpen stand, rief er voll Erstaunen: "In jenen Zeiten hatten die Menschen eben Dogmen! Wir haben nur Meinungen. Mit Meinungen lassen sich keine Dome bauen."

17. Januar 2016

 

Weisheit

 

Die Menschen von heute verschwenden zu viel Zeit, auf Reden und Gedanken anderer Menschen zu horchen. Es wäre viel besser, wenn sie sich mehr Ruhe gönnten, um ihren eigenen Gedanken zu lauschen. Wissen können wir von anderen lernen, Weisheit müssen wir uns selbst lehren. Der Quell zum Born der Weisheit entspringt auf unserem eigenen Boden, in der schweigenden Tiefe unserer einsamen Gedanken und Träume. Das Wasser der Quelle ist klar und kalt wie die Wahrheit, aber der Geschmack ist bitter wie Tränen.

Axel Munthe

12. Januar 2016

 

Churchill und seine Zigarre

 

Von Churchill, dem ehemaligen britischen Premier, und seiner Zigarre erzählt man sich manch nette Anekdote. Die beste erzählte P. Mario von Galli bei der Karlsruher Papstfeier: 1945 wurde Churchill von Papst Pius XII. in Audienz empfangen. Nach einstündiger Unterredung mit dem Papst kam der Expremier schwitzend aus dem Audienzraum, setzte sich auf einen Stuhl, zog das Taschentuch, trocknete den Schweiß von der Stirn und bat seine Begleitung um die beste Zigarre. „Eine solche Feierstunde“, meinte Churchill, „ist es wert, dass ich die beste Zigarre rauche; denn ich habe den größten und bedeutendsten Menschen gesehen, den die Erde heute trägt.“

Aus „Der Sonntag“, Kirchenzeitung für das Bistum Limburg, 25. April 1948

12. Januar 2016

 

Der Sozialismus will die Menschen glücklich machen. Zeigen wir, dass wir das gleiche Anliegen haben. In diesem Kern wollen wir uns treffen. Kein sauertöpfisches Christentum mit ständiger Leichenbittermiene, sondern das Christentum der acht Seligkeiten!

P. Alexander Bredendick

 

Jesus sagt:

 

Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.

Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.

Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben.

Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.

Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.

Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.

Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.

Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.

Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn so wurden schon vor euch die Propheten verfolgt.

12. Januar 2016

 

Wer eine hochstehende Moral will, der muss auch sorgen, dass Familienleben auf Erden möglich sei. Er muss Wohnungen bauen, er muss für ausreichenden Lohn eintreten.

Friedrich Muckermann S.J.

12. Januar 2016

 

Löst die soziale Frage!

 

Noch kein Arbeiter ist an Christus irre geworden, wohl aber an den satten, ihre christliche Sendung nicht mehr lebenden Christen. Das Christentum hat die Sklaverei abgeschafft, es muss auch die der Arbeiterschaft und das moderne Unterproletariat der Heimatlosen abschaffen. Die Entscheidung, ob Christus oder das Chaos herrschen wird, hängt davon ab, ob die Christen selbst das Christentum konsequent leben. Die Revolution zur Lösung der verzweifelten Zustände muss von der verwandelnden Kraft christlichen, gelebten Glaubens ausgehen.

Pater P. Leppich auf einer Versammlung der CAJ in Münster

12. Januar 2016

 

Man kann . . .

 

Man kann

ein Opfer bringen und einen Verzicht leisten mit einem heiteren Gesicht und ohne zu murren!

 

Man kann

wenn man über den lieben Nächsten spricht, zur Abwechslung auch einam etwas Gutes sagen!

 

Man kann

ein gutes Wort und ein freundliches Lächeln auch dann noch den anderen schenken, wenn man sonst nichts mehr zu schenken hat!

 

Mann kann

für Tun und Lassen seiner Mitmenschen eine Entschuldigung finden, von der man wünscht, dass sie in ähnlichem Fall auch für uns gefunden würde!

8. Januar 2016

 

Ährenträger

 

Bist du schon einmal durch die sommerlichen Felder gegangen zur Zeit der Kornblüte? Hast du da nicht die wogenden Kornfelder betrachtet? Welche Kraft in diesem Körnermeer! Welche Souveränität in einem einzigen Kornhalm! Steil emporstrebend, in seinen Stockwerken festgeknotet bis zum ährengekrönten Haupt.

Es gibt keinen Wolkenkratzer in der verhältnismäßig gleichen Größe. Er würde einstürzen wie der babylonische Turm. Der Mensch beherrscht die Baugesetze solchen Wachstums nicht. Gott lässt wachsen. Der Mensch verfügt über die Frucht. Zu seinem Nutzen - zu seinem Schaden. In seiner Hand liegt es, ob aus dem Korn Brot werde oder Alkohol, ob es Kraft bringe oder Fluch.

So ist es mit dem Christentum. Nicht das Christentum versagt, sondern der Mensch. Bei dir allein liegt es, ob es Segen werde oder Ärgernis. Fange an, heute noch. Neige dich wie der wogende Kornstängel vor Gott, deinem Herrn. Du, der Knecht, die Magd. Neige dich vor deinem Bruder, vor deiner Schwester. Du, sein Diener, ihre Dienerin. Neige dich vor dir selbst. Du, ein Kind Gottes - ein dreufach geknoteter Ährenträger!

1. Januar 2016

 

„Ein Christ, noch mehr ein Ordensmann soll immer auf einen guten Tod vorbereitet sein, und in diesem Fall hat ein schneller Tod seine Vorteile. Wir ersparen uns und unseren Mitbrüdern, die uns in der Krankheit bedienen, so manche Gelegenheit zur Ungeduld. Und der Teufel hat nicht Zeit, uns zu versuchen. Jedenfalls ist die Art des Todes für uns die beste, die Gott uns zuschickt.“

hl. Johannes Nepomuk Neumann, Bischof von Philadelphia, + 5. Januar 1860