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26. Juni 2017

 

"Neues"

für Politiker, die viele Milliarden zur Verfügung stellen können

für Einwanderer aus aller Welt,

zum Thema Rente vor der Bundestagswahl

(mit Einwanderern meine ich nicht die wirklichen Flüchtlinge):

 

Heute leben wieder viele arme Leute in Deutschland notdürftig von ihrer Rente,

weil sie zeitlebens nichts ersparen konnten.

Sie hatten nämlich genug damit zu tun, zu zahlen,

damit sie später eine Rente bekämen.

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26. Juni 2017

 

Calvin Coolidge, der dreißigste Präsident der Vereinigten Staaten, war ein Mann, der sehr sparsam war mit seinem Wort. Einmal, als er aus der Kirche kam, fragte ihn seine Frau, worüber der Herr Pfarrer gepredigt habe. Coolidge antwortete: "Sünde." Weiter befragt, was er denn darüber gepredigt habe, gab er zur Antwort: "Er war dagegen."

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26. Juni 2017

 

E. M. Remarque:

 

"Totalitär ist ein Staat, in dem man die öffentliche Meinung

 

nur unter vier Augen sagen kann."

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26. Juni 2017

 

Zur Nachahmung empfohlen?!

 

Vor 61 Jahren wurde William Prince aus Springfield als geheilt aus der Nervenheilanstalt entlassen. Kurz danach warb er als Abgeordneter bei der Nachwahl mit folgendem Slogan: „In Illinois bin ich der einzige Politiker, der den Nachweis erbracht hat, nicht verrückt zu sein!“

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26. Juni 2017

 

 

Friede, Freude, Eierkuchen . . .

 

 

 

„Was nicht passt, wird passend gemacht“ oder „Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert.“ (Mt 10,34)

 

 

 

In einer Leserzuschrift, wie sie die großen Zeitschriften regelmäßig veröffentlichen, heißt es im Anschluss an Bemerkungen gegen die Bedenken bezüglich konfessionsverschiedener Ehen: „Es sollte Aufgabe der Kirche sein, jede Spannung in der schon spannungsgeladenen Zeit zu vermeiden.“ Also Einheit total und jetzt sofort und ohne Bedenken. Einfach machen und nicht abwarten, was das Lehramt der Kirche über die Unterschiede der christlichen Konfessionen sagt. Welche Vorstellungen von der Kirche liegen einer solchen Bemerkung zugrunde! Jede Spannung vermeiden? Ein Blick in das Neue Testament genügt, um zu sehen, dass die Kirche das gar nicht kann, wenn sie ihre Sendung nicht verraten und zu einer Art „religiöser“ Sommerfrische werden will. Unschwer ließen sich alsbald viele Worte Jesu anführen, die die Forderung, jede Spannung zu vermeiden, als christlich ganz unmöglich erweisen. Im Übrigen leben wir nicht mehr im Paradies. Es ist einfach ein Aberglaube zu meinen, man könne in dieser Welt nach dem Ursündenfall bei genügender Großzügigkeit alle Tragik und Spannung verhüten. Nur lebensfremde Idylliker oder geborene Flachköpfe können sich solchen Vorstellungen hingeben. Militia est vita hominis super terram – ein Kriegsdienst ist des Menschen Leben auf dieser Erde.

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13. Juni 2017

 

Wahre deinen alten Glauben!

 

Als ich einmal im schönen südtiroler Sarntal war, machte ich eines Tages auf einem einsamen Weg einen Spaziergang. Der Weg führte über eine üppige Weide, deren saftiges Grün mir ebenso wohltat wie die frische Luft. Da bemerkte ich in der Ferne auf einer Brettertür einer Hütte, die den Weg abschloss, eine Inschrift mit großen roten Buchstaben. Es wird wohl, dachte ich mir, ein Hinweisschild sein, das Gatter immer wieder zu schließen. Oder war es vielleicht irgendein Werbeschild? Oder hatte ein zweifelnder Mensch seine innere Zerrissenheit vor aller Welt kundtun wollen? Doch ich war angenehm überrascht. Ich las folgenden schönen Spruch – ein Tiroler vom alten Schlag mochte ihn hingemalt haben, dem es zu Herzen ging, dass allerlei von außen und leider auch von innen kommende Einflüsse den katholischen Glauben zu erschüttern versuchen:

 

„Wahre deinen alten Glauben,

Deines Lebens höchstes Gut,

Will man frevelnd ihn dir rauben,

Schütze ihn mit deinem Blut!“

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13. Juni 2017

 

Zum Fronleichnamstag am 15. Juni 2017:

 

 Drei eifrige Besucher der Heiligen Messe

 

Der König Heinrich III. von England hörte täglich drei heilige Messen. Als ihm eines Tages jemand bemerkte, man müsse vielmehr Predigten als heilige Messen hören, entgegnete er: „Ich will meinen Freund lieber anschauen, als bloß von ihm reden hören.“

 

Die heilige Herzogin Hedwig von Polen hörte täglich alle heiligen Messen, die in ihrer Hofkapelle gelesen wurden.

 

Der selige Bruder Anton von Stronkonio, aus dem Orden des heiligen Franziskus, hatte eine solche Freude am Messedienen, dass er darüber alles vergaß und gern den ganzen Tag dabei zugebracht hätte. Als er wegen Altersgebrechen diesen Dienst nicht mehr versehen konnte, wollte er dennoch die heiligen Messen hören und schleppte sich deshalb mühsam aus seiner Zelle in das Oratorium. Als man ihm sagte, er möge doch lieber in seiner Zelle bleiben, erwiderte er: „Wenn ihr wüsstet, welch großen Nutzen die Seele aus dem Messehören zieht, ihr würdet vor Staunen niedersinken.“

20. Mai 2017

Merk`s

 

O wolle nie ein Herz beneiden,

Weil es im Glücke schwelgt allein,

Das ist kein Glück, das ist ein Leiden,

In seinen Wonnen einsam sein.

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20. Mai 2017

 

Einst katholisch, jetzt konfessionslos: Das größte Übel unserer Zeit.

 

Mit einem Federstrich hast du

Auf deinen Glauben verzichtet?

Weißt du, was Christus sagt dazu?

"Wer nicht an mich glaubt - ist gerichtet!"

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17. Mai 2017

 

 

Benütze die Zeit!

 

Kostbar ist der heutige Tag, die jetzige Stunde, der Augenblick, denn aus solchen Augenblicken besteht die Zeit, gleichwie ein Klumpen Goldes aus vielen Goldstäubchen besteht. Was aber so schnell verrinnt, das ist unser Leben, das sind die Zeitfristen, sie alle münden in den Ozean der Ewigkeit ein. O Herbst meines Lebens, der du so eilig dem Winter zuschreitest, verwandle dich in Frühling! – Umsonst – einen Pfad wandle ich, auf dem es kein Zurückschreiten gibt.

Adolf von Doß S.J.

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17. Mai 2017

 

Merk`s

 

 

Nichts ist unglücklicher, als beständiges Glück. Wie die Erde, wenn sie von keinem Pflug gefurcht, von keiner Karste gelockert wird, nichts als wildes Gekräut hervorbringt: so ernährt langes Glück Sünden und Fehler, denn fortwährend Glückauf verweichlicht den Geist und macht Streben und Liebe zur Tugend wanken. Es sind mehr zugrunde gegangen durch Lust und Freuden als durch Leiden, mehr durch Überfluss als durch Hunger, durch schmeichelhaftes Glück mehr als durch Unglück. Von Widerwärtigkeiten nährt sich die einstige Glückseligkeit. Niemand ist für elend zu halten, der mit seinem Elend zufrieden lebt.

 

 

hl. Ignatius von Loyola

 

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16. Mai 2017

Und du?

 

 

 

Ein mächtiger Fürst, so erzählt Theodoret, durchjagt mit großem Gefolge das Dickicht eines Forstes. Bei Verfolgung eines Wildes erreicht er einen Berggipfel und trifft hier zu seiner größten Verwunderung einen Einsiedler, den heiligen Mazedonius. Nicht ohne Ehrerbietung fragt der Fürst den Einsiedler: „Was suchst du denn hier in dieser Wildnis?“ Der Heilige erwidert: „Sage mir, mein Herr, wozu denn du in diese wilde Gegend gekommen bist!“ „Ich bin, wie du siehst, auf der Jagd und suche Wildschweine!“ „Und ich“, versetzte der Einsiedler, „suche Gott!“

 

 

Sag, wen suchst du auf Erden?

 

 

Das Leben ist der Weg zu Gott. Hüte dich, über dem Jagen nach den Mitteln zum Leben das Leben selbst zu verlieren!

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16. Mai 2017

 

Eine Legende über Gottes Vorsehung

 

Ein armer Mann beherbergte einstmals in seiner kleinen Strohhütte einen Engel. Er freute sich des hohen Glückes von ganzer Seele und gab dem heiligen Gast alles, was er hatte. Der Engel saß die halbe Nacht an seiner Seite und redete himmlische Weisheit über den Wert der Tugend und über das Vertrauen zu Gott. Am Morgen aber, als er Abschied genommen hatte, ergriff er einen Feuerbrand und zündete das Häuschen an, dass es in kurzer Zeit von den Flammen ganz verzehrt wurde. Der arme Mann war trostlos, dass er kein Obdach mehr hatte. Aber noch größer war sein Schmerz darüber, dass sein Gast, den er so liebreich gepflegt hatte, eine solche Tat an ihm begehen konnte. Er bezweifelte die Heiligkeit desselben, und sein Herz glaubte nicht an alles das, was ihm der Engel in der Nacht so schön gesagt und erklärt hatte. Als die Asche kühl geworden war, räumte er den Schutt weg und sagte: „Ich will mit eigener Hand mir eine neue Hütte bauen. Wenn ich nur Obdach habe, so habe ich genug.“ Und siehe, als er Hand ans Werk legte, da fand er in dem alten Grundgemäuer einen großen Schatz, so dass er ein festes Haus bauen konnte und noch Reichtum übrigblieb, um davon gut leben zu können. Da erkannte er die Wohltat des Engels und glaubte an Gottes Weisheit und Güte sein Leben lang.

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8. Mai 2017

 

Merk`s

 

Drum sei nicht stolz, o Menschenkind,

Du bist dem Tod wie Spreu und Wind

Und magst du Kronen tragen.

Der Sand verrinnt, die Stunde schlägt

Und eh ein Hauch dies Blatt bewegt,

Kann auch die deine schlagen.

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3. Mai 2017

 

Merk`s

 

Lang ist nicht ewig, doch ewig ist lang,

Das ist ein kurzer, doch ernster Sang.

Lang ist nicht ewig! So denke im Leid

Und trag es geduldig die kurze Zeit!

Doch ewig ist lang! Sei Gott uns davor,

Bedenk es im Glücke, du armer Tor!

So trägt dich der Spruch durch Wog und Gefahr,

Hält mitten im Wege dich immerdar.

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27. April 2017

 

Der heilige Cyrillus,

 

Erzbischof von Jerusalem, Kirchenlehrer und Bekenner, + 18. März 386, der ein Augenzeuge des folgenden Wunders war, schrieb an den Kaiser Constantius folgende Zeilen, um ihn davon in Kenntnis zu setzen:

 

„Am 7. Mai gegen 9 Uhr am Morgen erschien am Himmel ein großes Licht in der Gestalt eines Kreuzes, das vom Kalvarienberg bis zum Ölgarten reichte. Es wurde aber nicht bloß von ein oder zwei Personen gesehen, sondern von der ganzen Stadt. Es war nicht eine jener vorübergehenden Erscheinungen, die schnell wieder verschwinden, dieses Licht strahlte unseren Augen mehrere Stunden lang entgegen, und zwar mit solchem Glanz, dass es selbst die Sonne zu verdunkeln mochte. Die Zuschauer, zugleich von Furcht und Freude ergriffen, strömten massenweise in die Kirche, Greise und Jünglinge, Gläubige und Heiden, Bürger und Fremdlinge. Alle stimmten ein in das Lob unseres Herrn Jesus Christus, des neugeborenen Sohnes Gottes, der durch seine Kraft dieses Wunder tat, und sie bekannten einhellig die Göttlichkeit einer Religion, der die Himmel selbst Zeugnis geben.“ (In der Chronik von Alexandrien liest man, dass diese wundervolle Erscheinung von einer Iris oder einem Lichtkreis umgeben war.)

 

Der heilige Cyrillus schließt seinen Brief mit dem Wunsch, der Kaiser möge ein für allemal die heilige und gleichwesige Dreieinigkeit preisen. Die griechische Kirche feiert am 7. Mai das Andenken dieser wunderbaren Erscheinung des Kreuzes, von der hier berichtet wurde.

 

Übrigens:

 

Herr Martin Schulz (SPD) möchte das Kreuz,

 

das Zeichen unseres Heils,

 

aus dem öffentlichen Raum verbannen!

 

Außerdem sind die Linken und die Grünen

 

gegen das Kreuz auf dem

 

Berliner Stadtschloss und sicherlich

 

auch gegen Kreuze im öffentlichen Raum.

 

Bedenkt das bei der Bundestagswahl

 

im September 2017!

 

Das Kreuzesbild

 

 

Der berühmte französische Schriftsteller Jules Janin war alles eher, als ein eifriger Christ. Man hielt ihn nicht selten für einen Ungläubigen. Eines Tages besuchte ihn nun einer seiner Freunde und bemerkte zu seiner großen Verwunderung in seinem Empfangssalon ein schönes Kruzifix. "Was ist das?" fragte er Janin lächelnd. "Das ist", erwiderte Janin mit hohem Enst, "das Bild des lieben Gottes; es hält mich aufrecht in den Mühseligkeiten dieses Lebens; es soll mich einst trösten in meiner Todesstunde. Ich will nicht, dass man, wenn es mit mir zum Sterben kommt, genötigt sei, erst ein Kruzifix leihen zu müssen."

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30. März 2017

 

Jesus als Kind

 

Die hl. Angela von Foligny sah einst unseren Herrn und Heiland Jesus Christus in Kindsgestalt und vernahm dabei die hehre Stimme:

"Niemand wird mich groß sehen, der mich nicht klein gesehen hat!"

8. Dezember 2015


Wenn die Christen nur einmal anfingen, Ernst zu machen mit ihrem Glauben, dann wäre das eine Revolution, wie die Weltgeschichte noch keine gesehen hat; es würde sich hernach nicht mehr lohnen, noch irgendeine Revolution zu machen.

Georges Clemenceau

8. Dezember 2015


Was das Gedächtnis leisten kann


Die Bogomilen, eine Sekte im Mittelalter, lernten die Bibel auswendig, und einer ihrer Bischöfe erklärte öffentlich, dass in seiner Diözese von 4.000 Mitgliedern nicht ein Erwachsener zu finden wäre, der nicht die ganze Bibel ohne Fehler hersagen könne.

Der englische Philologe Richard Porson konnte fast alle griechischen und lateinischen Klassiker und viele englische Dichter und Humoristen auswendig, so dass er seine Gäste stets mit Rezitationen unterhalten konnte.

Aus dem Altertum ist bekannt, dass Themistokles die Namen der 21.000 Bürger von Athen, Cyrus den Namen eines jeden Soldaten in seiner Armee wusste und auch Cäsar ein ausgezeichnetes Gedächtnis besaß.

Seneca konnte 2.000 unzusammenhängende Wörter in der genauen Reihenfolge hersagen, in der sie ihm nur einmal vorgesprochen worden waren.

Sein Freund Latio wusste alle Reden, die er einmal gehalten hatte, auswendig, ohne auch nur ein Wort vergessen zu haben.

Kyneas, der Gesandte des Königs Pyrrhus, lernte an einem einzigen Tag die Namen aller Teilnehmer an der Volksversammlung.

1. Dezember 2015


Das unlösliche Problem

 

Der Mensch kann um die Erde reisen, ohne den Boden zu berühren; er kann andere auf eine Entfernung von vielen Meilen töten; er kann die Sterne des Himmels wiegen; er kann Öl aus dem Innern der Erde herausholen; er kann einen Wasserfall zwingen, sein Essen Hunderte von Meilen entfernt zu kochen; er kann eine Million Zeitungen in einer Stunde drucken; er kann eine Henne dazu bringen, 365 Eier im Jahr zu legen; er kann Hunde dressieren, Pfeife zu rauchen und Seelöwen, Gitarre zu spielen. Mit anderen Worten, der Mensch ist ein Ausbund von Erfinder.

Aber wenn dieses erstaunliche Genie es mit einem bestimmten Problem zu tun hat, zieht es sich geschlagen in seine Behausung zurück. Zeige ihm sechs Leute ohne Geld und sechs Laibe Brot, die Leuten gehören, die keine Verwendung dafür haben, aber Geld dafür wollen, und frage ihn nun, wie die sechs hungrigen Leute in den Besitz der sechs überflüssigen Laibe Brot kommen können. Dann schau dir einmal den findigen Menschen an. Er beruft Konferenzen ein, ernennt Ausschüsse, hält Wahlen ab und schreit, eine Krise sei hereingebrochen. Er macht eine Menge nutzloser Dinge und zieht sich schließlich zurück und lässt das jämmerliche Bild der sechs hungrigen Menschen und der sechs unantastbaren Laibe Brot weiter bestehen.

Aus „Kolping Banner“, Januar 1948

30. November 2015


Duldsamkeit


Wenn ein anderer etwas tut, so ist es frech; wenn du es aber tust, dann ist es Mut.

Wenn er auf etwas beharrt, dann ist er dickköpfig; wenn du es aber tust, dann ist es Charakterstärke.

Wenn er deine Freunde nicht mag, dann ist er voreingenommen; wenn du seine nicht schätzt, dann zeigst du damit nur, dass du ein guter Menschenkenner bist.

Wenn er versucht, jemanden gut zu behandeln, dann ist er ein Schmeichler; wenn du es aber tust, dann zeigst du nur dein gutes Benehmen.

Wenn er sich Zeit zu etwas lässt, dann ist er ein langweiliger Mensch; wenn du es aber so machst, dann handelst du überlegt.

Wenn er etwas kritisiert, dann ist er ein alter Nörgler; wenn du es aber machst, dann bist du scharfsinnig und hast ein gutes Urteil.

30. November 2015


Wo ist mehr Demokratie?


Ich habe nichts übrig für die, die sich über den Reichtum und die Schönheit einer Kirche in einem armen Land aufregen. Um einen Peso mehr in der Woche ist es kaum wert, dass man die Armen um eine solche Schönheit und Ruhe beraubt, wie man sie hier in der Kathedrale von Mexiko findet. Ich habe noch nie gehört, dass sich Leute über die luxuriösen Kinos aufregen und fordern, man möge das Geld statt dessen für Wohlfahrtszwecke ausgeben. Und doch gibt es im Kino keine Demokratie: Wer mehr bezahlt, bekommt einen besseren Platz. In der Kirche aber besteht eine absolute Demokratie. Der Reiche und der Arme knien unterschiedslos nebeneinander an der Kommunionbank, und vor dem Beichtstuhl muss der Reiche genau so warten, bis er an die Reihe kommt, wie der Arme.


Aus Graham Greene "Das andere Mexiko",

Verlag Viking 1940

30. November 2015


"Nur die Kirche stellte sich gegen Hitler. Nie hatte ich ein übermäßiges Interesse für sie an den Tag gelegt, doch jetzt empfinde ich für sie eine große Ehrfurcht und Bewunderung: denn sie allein besaß den Mut, das Recht in Schutz zu nehmen und die geistige Freiheit zu fördern. Das alles erklärt hinreichend, warum ich jetzt so zur Kirche aufblicke, die ich ehemals so gering geschätzt habe."


Prof. Albert Einstein

zu einem Vertreter des "Catholic Herald",

Katholischer Digest, Mai 1948,

Paul Pattloch Verlag Aschaffenburg

30. November 2015


Das Alter


Im Alter von 50 Jahren begann Webster siebzehn verschiedene Sprachen zu lernen und Franklin Philosophie zu studieren.

Im Alter von 80 Jahren begann Cato Griechisch zu lernen, Plutarch nahm seine erste Lateinstunde, und Sokrates fing an, Musikspielen zu lernen. Den zweiten Teil des Faust schrieb Goethe mit 80 Jahren.

Mit 85 Jahren lernte Watt Deutsch.

Tom Scott begann das Studium des Hebräischen mit 86 Jahren.

Mit 89 Jahren malte Michelangelo seine unsterblichen Gemälde.

Dies alles und noch mehr beweist die Wahrheit des bekannten Wortes, dass der Mensch nur so alt ist, wie er sich fühlt.

24. November 2015


Es gibt Leute, die leichthin von den Armen als den unteren Klassen sprechen. Vom Standpunkt unseres Herrn aus aber sind sie - die höheren Klassen. Und wenn ihre Armut eine freiwillige ist, dann sind sie Gottes Aristokratie.

Aus "Fortnightly Review"

24. November 2015


Die Welt ohne Religion


Indem wir die Religion ausschalten, d.h. das Band, das die Menschen und die Dinge mit Gott verbindet, haben wir alle anderen Bande, welche die Menschen unter sich, die Dinge unter sich und die Menschen mit jedem Element des Wirklichen verbunden, durchschnitten. Dieser Mensch ist nicht mehr als ein zerbrochener Hanswurst, dessen Glieder zerstreut sind. Er hat seine innere Einheit verloren, während die Welt um ihn herum zu einem Blendwerk von Erscheinungen ohne einheitliches Prinzip wird.


Gonzague de Reynold in "Das tragische Europa"

24. November 2015


Vergiss nie, dass du verantwortlich bist


für


jedes Wort,                                                              das du sprichst,

den Einfluss,                                                           den du bewusst oder unbewusst ausübst,

das Beispiel,                                                            das du gibst,

den Rat,                                                                  den du erteilst,

jeden Klatsch,                                                          den du weiter trägst,

jedes begütigende, augleichende Wort,                  das du nicht sprichst,

jede Träne,                                                              die um dich geweint wird,

das Verhältnis                                                          zu deinem Nächsten!

24. November 2015


Der Tag der Ruhe ist nicht ein natürliches, sondern auch ein geheiligtes Recht des Menschen. Es gibt keine Entproletarisierung ohne Sonntag, keinen Sonntag ohne Glauben, keinen Glauben ohne Messe.

Joseph Cardjin

24. November 2015


St. Augustinus:

"Biete ihnen die Stirn, frei und frank die Stirn!

Was fürchtest du für deine Stirn,

die du doch mit dem Zeichen des Kreuzes bewehrt hast?

24. November 2015

 

Ein Rufer in der Wüste

 

Ein "Shitstorm" vor 85 Jahren aufgrund folgender geschriebener Worte:

 

"Gott schütze Deutschland vor Männern, die es in den Abgrund stürzen! Die Gebote Gottes missachten heißt aber ein Volk in den Abgrund stürzen."

"Wir sagen den christlichen und unchristlichen Politikern: Die Politik kann ein Volk nicht retten, wenn es treulos geworden ist gegen Gott ... Herrgott, rette unser Volk und vernichte die Pläne derer, die hochmütigen Herzens sind!"

"Herr Hitler, wer hat Sie gewählt?"

 

Die Reaktion auf die veröffentlichten Worte des P. Ingbert Naab waren unzählige Todesandrohungen. In zahllosen Briefen und persönlichen Anrempelungen auf der Straße war ihm der Tod angedroht worden.

23. November 2015


Aus einem Reisebericht


"... Wir waren Gäste des Fürstabtes Benno Hut von Maria Einsiedeln, das mit Kevelaer, Altötting und Mariazell zu den vier größten marianischen Pilgerstätten Mitteleuropas gehört. Die von ihm geleitete Abtei zählt über 100 Mönche, hat eine stattliche Bibliothek von 70.000 Bänden und 1.200 Handschriften und führt ein bekanntes Gymnasium. An unserem hohen Gastgeber bewunderten wir jene Güte und jenen Humor, die uns allenthalben auch sonst als vorbildliche Eigenschaften der Schweizer entgegentraten. "Der Humor scheint mir", so versicherte der Fürstabt, als er am nächsten Tag mit uns in der Bahn fuhr, "neben der heiligmachenden Gnade das wichtigste Geschenk Gottes an einen Menschen zu sein." Unwillkürlich musste ich denken, ob nicht gerade in der Not unserer Tage auch in unserem deutschen Volk manches sich leichter ertragen ließe, wenn auch wir ein wenig mehr Güte und mehr Humor hätten. Die Grundlage des Humors muss nicht unbedingt die Gesichertheit der materiellen Existenz sein, Humor ist eine Herzenseigenschaft, die, wie uns das Beispiel vieler Heiliger zeigt, auch unter widrigsten äußeren Umständen zur Geltung kommen kann ..."

Dr. Emil Janik,

"Romfahrt unseres Diözesanbischofs" im Passauer Bistumsblatt,

14. Dezember 1947

23. November 2015

 

An einem von drei Kreuzen

 

Es wurden an einem Tag, wie uns die Schrift erzählt, drei Kreuze aufgerichtet: davon an einem unser Erlöser verschied, an den zwei anderen die zwei Mörder starben.

 

An einem dieser Kreuze muss jeder Mensch sterben - entweder mit Christus in der Unschuld oder wie der reumütige Schächer in der Buße oder wie der am Linken Kreuz in Sünde und Laster.

J. M. Sailer

21. November 2015


Wohltaten, die nichts kosten, aber kostbar in den Augen Gottes sind


Ein freundliches Gesicht bei der Eintönigkeit des alltäglichen Dienstes.

Ein vorsichtiges Schweigen, wenn man die Fehler anderer sieht.

Ein Wort der Anerkennung für das Gute des Nebenmenschen.

Ein kleiner Dienst, dem erwiesen, der uns untergeben ist.

Ein Wort des Scherzes für die Lieblinge Gottes, die Kinder.

Ein warmer Händedruck für den, der traurig ist.

Ein geduldiges Sprechen mit Ungeduldigen und Lästigen.

Ein Blick des Mitgefühls für den, der verborgenes Leid trägt.

Ein freundlicher Gruß für den kleinen Mann.

Ein Bekennen der eigenen Schwachheit.

Ein ehrliches Bekenntnis des begangenen Unrechts.

21. November 2015

 

Einer Dame, die in fragte, ob es erlaubt sei, Puder und Schminke anzuwenden, antwortete der heilige Franz von Sales: "Die einen sind dagegen, die anderen finden nichts dabei; daher rate ich Ihnen, den guten Mittelweg zu nehmen und erlaube Ihnen, sich auf einer Seite zu schminken."

21. Oktober 2015


Du und die Geschichte


Beschäftigung mit der Geschichte ist produktiv: wir schöpfen aus ihr Gedanken, Erfahrungen, Lebensgesetze für das Hier und Heute und damit für die Gestaltung dieses Heute und des Morgen.

Es gibt aber in der Geschichte eine Heilige Geschichte, die in noch viel höherem Maße lehrreich und fruchtbar für die Gegenwart ist: die Biblische Geschichte. Hier spricht Gott, also das Licht, die Kraft und der Trost, in noch viel höherem Maße als in der gewöhnlichen Weltgeschichte zu uns.

Pater Franziskus Maria Stratmann O.P.

21. Oktober 2015


Das "Buch der Bücher"


Täglich habe ich das Neue Testament gelesen, und ich werde es lesen, solange meine Augen sehen können, und wo immer es Licht ist, sei es im Schein der Sonne oder im Schein eines Herdes, am hellen Tag oder in finsterer Nacht, im Glück oder im Unglück, in gesunden oder in kranken Tagen, in gläubiger oder in verzweifelter Stimmung, im Aufschwung der Seele oder in der Depression. Immer ist es mir, als läse ich etwas ganz Neues, etwas bisher Ungeahntes, etwas, das ich niemals bis in seine Tiefe und bis zu seinem letzten Ende werde durchdringen können. - Der Goldschnitt meines Buches ist abgegriffen, das Papier ist vergilbt, der Ledereinband ist zerfallen, und der Rücken hat sich gelockert. Einige Seiten sind lose, es müsste frisch gebunden werden, aber ich kann mich nicht entschließen, es fortzugeben. Ich schrecke vor dem Gedanken zurück, mich auch nur ein paar Tage davon zu trennen . . .

Dmitri Sergejewitsch Mereschkowski

17. Oktober 2015


Es stimmt! Denken Sie nur einmal darüber nach!


Es gibt keine Gottesleugner in der Hölle, und im Himmel keinen, der an Gott glaubt.


Francis J. McPhilips im "Catholic Mirror", Oktober 1947

17. Oktober 2015


Ein Katholik kann zu Beginn eines neuen Jahres nur Worte der Zuversicht aussprechen, da er sich auf einem so sicheren Schiff weiß, das selbst die schwersten Stürme überdauern wird.

Europa wird in dem Maße wieder neu erstehen, in dem es noch eine Christenheit bilden wird.


Francois Mauriac 1947 im Vatikanischen Rundfunk

12. Oktober 2015


Eine einzigartige Leistung


Als das Heilige Jahr 1933 in Rom eröffnet wurde, kam gerade zu den Eröffnungsfeierlichkeiten ein Chinese namens Josef Ludwig Wei aus Schanghai nach einer zweijährigen Fußreise in Rom an.Wei war Lehrer an einer Mittelschule in Singapore in Hinterindien und machte sich von dort aus auf den Marsch, um zu Fuß nach Palästina und Rom zu wandern. Sein Weg führte ihn zunächst nach Siam, von Bangkok nach Rangoon in Birma; auf dem Weg fiel er unter die Räuber, die ihn verprügelten und liegen ließen. Darauf begann eine schwierige Partie seiner Reise über die nördlichen unzugänglichen Randgebirge, über Yünnan und Sikin bis in die Grenzgebiete von Tibet. Er litt bitter unter der furchtbaren Kälte in den Bergen.

Endlich, nach vielen Strapazen, begann wieder der Abstieg nach Süden in die Tiefebene von Nordindien, über Dardschiling nach der Hafenstadt Kalkutta. Madras war das nächste Ziel und dann Colombo auf der Insel Ceylon.

Zu Schiff fuhr er dann nach der Westküste Vorderindiens und besuchte Goa. Hier, in dem alten Zentrum der portugiesischen Missionstätigkeit des 16. und 17. Jahrhunderts, betete Wei am Grab des Apostels Indiens, des hl. Franz Xaver.

Von Goa ging es nach Norden, über Bombay, Karachi, nach Quetta an die Grenze von Afganistan, dann nach Südpersien, Bender-Abbas, Bassora in Mesopotamien, den Tigris hinauf nach Mossul, weiter westlich nach Syrien, Aleppo, Damaskus, Beirut und ins Heilige Land.

Dann leistete er sich einen "kleinen Abstecher" nach Ägypten - der ihn allerdings einige Wochen Fußmarsch in der Sonnenglut der Wüste kostete. Von Ägypten aus schiffte er sich nach Konstantinopel ein, von dort ging es zu Fuß nach Griechenland, endlich von neuem zu Schiff nach Marseille in Südfrankreich. Von Marseille wanderte er die Rhône aufwärts bis nach dem altehrwürdigen Lyon, dann bog er nach Osten ab in die Schweiz: Genf und Freiburg.

Von Freiburg aus begann die letzte Strecke seiner Pilgerfahrt, die ihn gerade zur Eröffnung der Heiligen Pforte nach Rom führte, wo er vom Heiligen Vater in väterlichster Weise empfangen wurde.

Wei hatte im ganzen 15.000 Kilometer zu Fuß zurückgelegt. Ganz treuherzig erzählte er: "Ich habe zwei Jahre dazu gebraucht und sieben Paar Stiefel durchgelaufen. Aber es ist nicht schlimm. Man braucht bloß Gottvertrauen, starke Beine und einen gesunden Magen."

12. Oktober 2015

 

 

Es gab eine Zeit !

 

Es gab eine Zeit, da galt der Handschlag als Eid. Und die Tugend war heilig. Da liebte das Alter die Jugend. Und die Jugend ehrte das Alter.

 

Es gab eine Zeit, da war die Frau eine Frau. Und der Mann war ein Mann. Das Zuhause war heilig wie eine Tempelstatt.

 

Es war eine Zeit, da waren die Kinder wie Ölzweige am Tisch der Eltern. Und die Treue war in allen Herzen.

 

Es gab eine Zeit, da zog der Mann den Hut vom Kopf, wenn er an einer Kirche vorüberschritt.

 

Es gab eine Zeit, da faltete der Arbeiter die Hände, wenn das Aveglöcklein erklang.

 

Es gab eine Zeit, da pflegte jeder, der etwas fand, es an an einem Kruzifix zu befestigen. Und niemand als der Verlierer selbst nahm es ab.

 

Es gab eine Zeit, da war das Herz derb wie der Stiefel. Und die Seele war rein wie gute Wolle.

 

Es gab eine Zeit. Wann kommt sie wieder? Wann? Ich habe Heimweh danach.

 

(Sehnsuchtsvolle Worte einer Unbekannten - geschrieben 1947)

12. Oktober 2015


Wir leben in einer Zeit . . .


. . . der Verkehrstechnik. Zu Wasser, zu Land und in der Luft kommen wir in Stunden, ja Sekunden zusammen, werden über Länder und Erdteile hinweg "verbunden" und können miteinander kommunizieren.

Und doch standen sich die Menschen und Völker und Religionen noch nie so fremd und abgeschlossen, so verständnislos und feindlich gegenüber, getrennt durch Grenzen und Sperren und Mauern, wie heute.


. . . der Medizin. Verblüffend, was nicht alles geleistet wird. Erfolge über Erfolge. Zeitalter der Hygiene und Gesundheitsämter. Von Kindesbeinen an werden wir geschützt, geimpft, geröntgt und überwacht.

Und doch gab es noch nie solche Millionenfriedhöfe junger Menschen, Leichenreihen mitten in den Städten unter ungeräumten Trümmern. Noch nie so lange Listen Vergifteter, Ermordeter, Verkrüppelter. Kaum einmal so viel Hungernde, Leidende, Entkräftete und Erschöpfte.


. . . der Schulen. Mit sechs Jahren gehts in der Regel los, vor 25 KJahren kommt fast keiner (in unseren Breitengraden) von der Schulbank weg. Alles lernt, lehrt, studiert. Grund-, Ober,- Fach- und Hochschulen. Bücher, Zeitschriften, Zeitungen, "soziale Medien", Computer, Lehrer, Vorträge, Bildung in wahren Bergen.

Und doch war die Unwissenheit über das Notwendige, über Gott, nie größer. Ohne diese Weisheit ist alle Bildung Torheit.


. . . der Versicherungen. Feuer-, Hagel-, Wasser-, Sterbe-, Auto-, Rechtsschutz-, Lebensversicherung. Alles ist versichert.

Und doch gab es nie eine größere Unsicherheit und Angst als heute.


Es steckt also in unserer Zeit ein gewaltiger Rechenfehler, der mit aller menschlichen Kunst und bestem Geschick nicht gelöst werden kann.


Oder doch?

1. Oktober 2015


DU SOLLST ZU DIR SELBER SAGEN

 

Es war einmal ein Mensch, der ging von Jerusalem nach Jericho und fiel unter die Räuber, die zogen ihn aus und schlugen ihn und gingen fort und ließen ihn halbtot liegen. - Wenn du nun liest: "Doch zufällig zog ein Priester desselben Wegs, und als er ihn sah, da ging er vorüber", dann sollst du zu dir selber sagen: "Das bin ich". Du sollst keine Ausflüchte machen, noch weniger witzig werden, sollst nicht sagen: "Das bin ja nicht ich, es war ja ein Priester, und ich bin kein Priester, während ich es ausgezeichnet finde vom Evangelium, es einen Priester sein zu lassen, denn die Priester sind ja immer die schlimmsten." Nein, wenn du Gottes Wort liest, dann soll es dir ernst sein, und du sollst zu dir selber sagen: "Dieser Priester, das bin ich. Ach, dass ich so unbarmherzig sein konnte, gerade ich, der ich mich doch Christ nenne - und insofern bin ich ja auch ein Priester . . ."

Kierkegaard

28. September 2015


Was tun in kritischer Zeit?


1. Hab Vertrauen auf Gott, in die Menschen und in dich selbst! Hab auch Vertrauen auf die Staatslenker und in Gottes Führung, der sie für seine Zwecke führt!


2. Sei eine Insel der ruhigen Zuversicht inmitten einer Welt des Aufruhrs! Glaube an die Allmacht Gottes, dessen Vorsehung über uns wacht!


3. Sei freundlich und gütig zu jedem, dem du begegnest! Trag dein Teilchen an Güte bei im Verkehr mit den Menschen, damit der Hass überwunden wird!


4. Bete immerzu, indem du dir bewusst wirst, dass dir damit eine überwältigende Kraft gegeben ist!


5. Übe dich und erziehe dich dazu, Zweifel und Angst aus deinem Innern zu verbannen! Sprich keine zersetzenden Gedanken aus, sondern verbreite aufbauende Gedanken! Gib dir jeden Abend darüber Rechenschaft!


6. Sage dir immer wieder, dass es für alle Ereignisse, so niederdrückend sie auch sein mögen, eine sinnvolle Antwort geben muss!


7. Betrachte dich stets als ein Kind Gottes und liebe deinen Nächsten wie dich selbst!

25. September 2015



Voltaire und die Bibel


Der französische Freigeist Voltaire prophezeite vor 250 Jahren: "In 20 Jahren wird die Kirche in Frankreich gestorben und in 100 Jahren die Bibel in der Welt vergessen sein!"


Nach 20 Jahren starb Voltaire, und nicht die Kirche. Und seine Prophezeiungen über die Bibel?

25. September 2015

 

Es ist mir ergangen wie einem Seefahrer, der ausfuhr, geistig Neuland zu entdecken, und jedesmal, wenn ich glaubte, ein geistig Neuland zu finden, war`s beim nahem Zusehen unsere alte Bibel und das Testament! Über die alten Weisheiten gibt es nichts.

 

August Strindberg

25. September 2015

 

Ich age es wieder und wieder, ich werde nicht müde, es laut zu verkünden: der gegenwärtige Zustand der Welt ist eine Schande für die Christenheit . . . Wir klagen unablässig, dass die Welt unchristlich wird. Aber nicht die Welt hat Christus empfangen - wir haben ihn für sie empfangen; aus unserem Herzen entfernt sich Gott, wir, wir Elende, wir werden unchristlich.

 

Georges Bernanos

8. September 2015


Der Philosoph


Über die Straße der Vielen schreitet der Philosoph, der Lebensweise. Den nach innen gekehrten Blick hat er zum Himmel erhoben und achtet nicht auf den Weg. Da stürzt er in den Brunnen, und eine Magd, die Zeuge des Vorfalles ist, bricht in ein schallendes Gelächter aus. Der alte griechische Philosoph Plato, der uns diese Geschichte erzählt, fügt hinzu, dass dieser Sturz und dieses Gelächter niemals aus der Welt verschwinden werden.

25. August 2015

 

Wie ist unsere Haltung Flüchtlingen gegenüber?

 

Aus dem Katechismus der katholischen Kirche, 1993:

 

"Um die menschliche Person zu achten, muss man sich an den Grundsatz halten, dass alle ihren Nächsten ohne Ausnahme als ein anderes Ich ansehen müssen, indem sie vor allem auf sein Leben und die notwendigen Mittel, um es würdig zu führen, bedacht sind. Keiner Gesetzgebung wird es von sich aus gelingen, die Ängste und Vorurteile, die überheblichen und egoistischen Haltungen zu beseitigen, die das Entstehen wahrhaft brüderlicher Gesellschaften behindern. Solche Verhaltensweisen werden nur durch die christliche Liebe überwunden, die in jedem Menschen einen Nächsten, einen Bruder oder eine Schwester erblickt."

1931

 

"Je größer die Hilflosigkeit eines Menschen in irgendeinem Lebensbereich ist, desto dringender ist die Pflicht, sich ihm durch tätigen Beistand als Nächster zu erweisen. "Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan" (Mt 25,40)."

1932

 

"Die wohlhabenden Nationen sind verpflichtet, so weit es ihnen irgend möglich ist, Ausländer aufzunehmen, die auf der Suche nach Sicherheit und Lebensmöglichkeiten sind, die sie in ihrem Herkunftsland nicht finden können. Die öffentlichen Autoritäten sollen für die Achtung des Naturrechts sorgen, das den Gast unter den Schutz derer stellt, die ihn aufnehmen."

2241

 

"Die reichen Nationen haben eine große sittliche Verantwortung gegenüber denen, welche die Mittel zu ihrer Entwicklung nicht selbst aufbringen können oder durch tragische geschichtliche Ereignisse daran gehindert worden sind. Das ist eine Pflicht der Solidarität und der Liebe, aber auch eine Pflicht der Gerechtigkeit, falls der Wohlstand der reichen Nationen aus Ressourcen stammt, die nicht angemessen bezahlt wurden."

2439

 

"Die Werke der Barmherzigkeit sind Liebestaten, durch die wir unserem Nächsten in seinen leiblichen und geistigen Bedürfnissen zuhilfe kommen. Belehren, raten, trösten, ermutigen sowie vergeben und geduldig ertragen sind geistliche Werke der Barmherzigkeit. Leibliche Werke der Barmherzigkeit sind vor allem: die Hungrigen speisen, Obdachlose beherbergen, Nackte bekleiden, Kranke und Gefangene besuchen und Tote begraben. Unter diesen Werken ist das Almosenspenden an Arme eines der Hauptzeugnisse der Bruderliebe; es ist auch eine Gott wohlgefällige Tat der Gerechtigkeit:

"Wer zwei Gewänder hat, der gebe eines davon dem, der keines hat, und wer zu essen hat, der handle ebenso" (Lk 3,11). "Gebt lieber, was in den Schüsseln ist, den Armen, dann ist für euch alles rein" (Lk 11,41). "Wenn ein Bruder oder eine Schwester ohne Kleidung ist und ohne das tägliche Brot und einer von euch zu ihnen sagt: Geht in Frieden, wärmt und sättigt euch!, ihr gebt ihnen aber nicht, was sie zum Leben brauchen - was nützt das?" (Jak 2,15-16).

2447

28. Juli 2015

"Im Jahr des Herrn"

 

Die ganze menschliche Geschichte wird vor und nach der Geburt unseres Herrn gerechnen, d.h. "Anno Domini", dem Jahr des Herrn. Ich frage mich, ob die Welt im allgemeinen sich dessen bewusst wird, dass sie, wenn sie z.B. ihre Briefe und ihre Zahlungen "2015" datiert, unbewusst Christus Tribut zollt. Juden, Mohammedaner, Götzendiener und Ungläubige, ob sie es wollen oder nicht, müssen alle der christlichen Welt folgen und vom "Jahr des Herrn" ausgehen. Es ist ein erhebender Gedanke, dass noch in einigen tausend Jahren, wenn die Welt so lange besteht, und bis zum Ende der Zeit es immer das Jahr unseres Herrn bleiben wird, eine Tatsache, die die Politiker aller Völker sich wohl vor Augen halten sollten, wenn sie ihre Verträge und Beschlüsse auf den Konferenzen datieren. Es erscheint mir wie ein großer Triumph unseres Herrn, wie ein täglicher Hinweis und wie ein weiterer Beweis für seine Göttlichkeit.

27. Juli 2015

Die Päpste und der Krieg

 

 

Krieg? Ich will den Krieg nicht, ich segne den Krieg nicht, ich segne nur den Frieden. Ich würde gern mein Leben hingeben, um dadurch Frieden zu erhalten.

Pius X.

 

Sie wollen mich zum Schweigen bringen, aber es wird ihnen nicht gelingen, mir die Lippen zu versiegeln. Niemand soll mich daran hindern, meinen Kindern zuzurufen: "Friede, Friede, Friede!"

Benedikt XV.

 

Der Friede ist ein so kostbares Gut, dass man sich nicht scheuen sollte, ihn selbst um den Preis von Stillschweigen und Konzessionen zu erkaufen - nur nie um Schwäche.

Pius XI.

 

Es wäre mit der heiligen Pflicht unserer apostolischen Aufgabe nicht vereinbar, wenn äußere Hindernisse oder die Furcht vor einer falschen Auslegung oder Verkennung unsere stets auf das Gute gerichteten Absichten uns zurückhalten würden, die der Kirche eigene Friedensmission zu erfüllen.

Pius XII.

25. Juli 2015

"Christus kann nur einen Leib haben"

 

Christus kann nur einen Leib haben. Deshalb kann es auch nicht viele Kirchen geben. Jede gestern nachmittag oder heute morgen gegründete Kirche ist zu weit von Pfingsten entfernt, als dass sie der Leib Christi sein könnte. Von Anfang an müssen Leib und Seele, die Kirche und der Heilige Geist, beisammen gewesen sein.

Fulton John Sheen

(* 8. Mai 1895 in El Paso, Illinois; † 9. Dezember 1979)

war römisch-katholischer Bischof in den USA

und einer der einflussreichsten christlichen

US-Medienpersönlichkeiten im 20. Jahrhundert

20. Juli 2015

"Fünfe gerade sein lassen"

 

Dem, der fünf gerade sein lässt, wird die ganze Welt schief. Genau und gerade genug kann man gar nicht sein. Darauf beruht das geistige und sittliche Rückgrat eines Menschen. Das Rückgrat aber macht den Mann und die Frau. Der Teufel will ein gebogenes Rückgrat - Gott will gebogene Knie. Gott will den geraden Weg.

7. April 2015

Zum Thema Kirchenasyl

 

Wenn es in alten Zeiten einem Verbrecher gelang, auf der Flucht vor der Polizei eine Kirche zu erreichen, konnte er nicht mehr festgenommen werden. Dieser Brauch erstreckte sich aber nicht auf alle Übeltaten, wenn auch auf recht viele. Manchmal war der Flüchtende sogar schon sicher, wenn er sich innerhalb einer Meile Entfernung von einer bestimmten Kirche befand. An anderen Orten konnte er nicht mehr gefasst werden, wenn er nur die Hand auf die Türklinke gelegt hatte. Dieser Brauch begann in England unter König Ethelbert von Kent im Jahre 600 und hörte in der Reformationszeit gänzlich auf.

1. April 2015

Bischof Wilhelm Arnoldi von Trier

 

am 8. September 1863 in seiner letzten Predigt vor seinem Tod bei der dreihundertjährigen Jubelfeier der Stiftung der Marianischen Männer-Sodalität. Er bestieg die Kanzel und sprach über die Verehrung der allerseligsten Jungfrau Maria im Allgemeinen und dann über den Ursprung, die Ausbreitung und Wichtigkeit der Marianischen Kongregation im Besonderen. Er sagte unter anderem:

die Verehrung Marias sei so alt als die Kirche selbst, davon legten Zeugnis ab die Katakomben in Rom. Er selbst habe ein Bild aus dem dritten Jahrhundert gesehen, auf dem die allerseligste Jungfrau sitzend dargestellt sei, die Arme unterstützt durch die beiden Apostelfürsten Petrus und Paulus, betend zum Himmel erhoben, das segnende Jesuskind auf ihrem Schoß. Durch alle Jahrhunderte hätten Kunst und Wissenschaft geeifert, ihre schönsten Blüten der Himmelskönigin zu weihen.

Dann ging er zur Entstehung der Marianischen Sodalität über und zeigte, wie sie, gleich so vielen Werken der katholischen Kirche, aus kleinen Anfängen zu Rom im Jahr 1563 entstanden, bald unter dem Schutz und der Pflege der Jünger des heiligen Ignatius von Loyola zu einem Riesenbaum herangewachsen sei, der seine Äste ausbreitete über die ganze katholische Welt und überall die herrlichsten Blüten und Früchte getragen habe. 

Zum Schluss habe er drei Bitten an die Sodalen:

Erstens möchten sie die alte, echtkatholische Sitte nicht aussterben lassen, im Haus ein Muttergottesbild aufzustellen und vor ihm die häusliche Andacht zu verrichten. (Dass in jedem christlichen Haus auch ein Bild des gekreuzigten Heilandes sich befinden solle, hat der Bischof hier nicht besonders erwähnt, weil dies sich von selbst versteht und er hier nur, dem Fest entsprechend, von der Verehrung seiner jungfräulichen Mutter redete.) Wir ehren aber Maria nur so hoch, weil sie die Mutter Jesu Christi, des Eingeborenen Sohnes Gottes ist. Indem wir Maria verehren, verehren wir zugleich ihren göttlichen Sohn, denn wir wenden uns ja an sie, dass sie bei ihrem Sohn für uns bitten möge.

Zweitens möchte sie des dreimaligen täglichen Gebets beim Läuten der Betglocke nicht vergessen.

Drittens möchten sie in dieser Zeit der Vereine wohl auf der Hut sein und sich von allen denjenigen fern halten, die ihre Mitglieder zur Entheiligung der Sonn- und Festtage verleiteten.

Diese Marien-Predigt war die letzte Predigt, die der Bischof gehalten hat. In seiner Kindheit von seiner Mutter dem Schutz Mariä übergeben, hat er auf diese Weise die lange Reihe seiner ebenso belehrenden als erbauenden und wahrhaft begeisternden Reden mit dem Lob der glorreichen Himmelskönigin beschlossen. Fast möchte man sagen: er habe im Vorgefühl seines herannahenden Lebensendes diese drei Bitten gleichsam als ein teures Vermächtnis allen seiner Hirtensorge Befohlenen hinterlassen wollen!